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weiße Winter – blaue Isar – grüner Strom

Editorial – Ausgabe 01.2017:

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde der Isar,

unter dem Motto „weiße Winter, blaue Isar und grüner Strom“ möchte ich Sie auf die zweite Ausgabe der ISAR SICHT, dem Magazin für Stadt, Land und Leute einstimmen.

Wenn es schneit, wird es auch in der Großstadt etwas leiser. Autolärm ist gedämpfter und die eigene Sicht manchmal eingeschränkt. Münchener Stadtteile am Fluss, wie einige meiner persönlichen Lieblingsplätze, „Auf der Insel“ oder „Am Flaucher“ lassen sich so immer wieder neu entdecken. Mit dem Rad zog es mich auch bei kälteren Temperaturen an die Isar. Die hierbei entstandenen winterlichen Fotografien mit interessanten Bildunterschriften von Peter Klimesch laden ein, durch diese Ausgabe zu klicken.

In den Monaten des Jahreswechsels verbrauchen wir in unseren Haushalten mehr Energie. Heute für viele selbstverständlich und eine Notwendigkeit. Selbst der Weg vom Bett mit dem Nachttischlämpchen zum Kühlschrank ist ohne Strom kaum vorstellbar. Jeder (ver)braucht Strom! Es gilt, immer neue Möglichkeiten und brauchbare Alternativen zu verfolgen. Daher freue ich mich sehr über das Begleitwort der Referentin für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, Frau Stephanie Jacobs.

Zu diesem Thema stellt Ihnen die ISAR SICHT Bilder und redaktionelle Artikel rund um die Wasserkraft vor. Interviews zweier Hebammen, einem Arzt, dem Generaldirektor des Deutschen Museums und einem Bildhauer zeigen unterschiedliche Meinungen zu unserem Lebensraum Isar auf. Vielleicht engagieren Sie sich ja für die Isar in einem Verein wie dem Flößer-Kulturverein aus Thalkirchen, oder helfen, unsere Stadt München für alle lebenswerter zu gestalten, indem Sie die Veranstaltungen beim desjährigen MünchenerStiftungsFrühling besuchen.

— wir müssen uns alle eine Turmsprunghöhe mehr vom derzeitigen einzelligen Denken weiterbringen‘ … – Ihr Stephan Paul Stuemer (Herausgeber)

Wehrsteg

Schon im 19. Jahrhundert führte ein nur mäßig befestigter Holzsteg über die Überfälle zwischen der damaligen Kohleninsel und der Praterinsel, was Michael Georg Conrad in seinem bekanntesten Roman „Was die Isar rauscht” zu einem abenteuerlichen Spaziergang inspirierte.

Der heutige betonierte Steg für Spaziergänger und Radfahrer mit zehn Wehröffnungen hat nichts mehr mit einem Abenteuer zu tun. Von ihm aus kann man sogar bei Hochwasser, zwar von Gischt umnebelt, aber gefahrlos zuschauen, wie die Fluten der Großen in die tiefer gelegene Kleine Isar hinunterstürzen – dorthin, wo im Sommer auf den vom Schnee befreiten Kiesinseln reger Badebetrieb herrscht.