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Bilder aus der alten Au

Die Lilienstraße vor 100 Jahren in Bild und Text Autor: Peter Klimesch Der neue Band in der Reihe „Bilder aus der alten Au” mit über 100 meist ganzseitigen Fotos, Plänen und Abbildungen auf 204 Seiten ist in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung im Mai 2020 erschienen. Kommentiert wird der Bildband durch Begleittexte mit zeitgenössischem Aktenmaterial der Lokalbaukommission, durch Daten aus alten Adressbüchern mit vergessenen Berufsbezeichnungen, durch Erinnerungen verstorbener Bewohner. Es entsteht das Bild einer lebendigen Vorstadtstraße zwischen Isar und Auer Mühlbach, mit Herbergs- und Bürgerhäusern, mit Wirtshäusern, Brauereien und Fabrikbetrieben – mit Bewohnern, die dort wohnten und ihrer Arbeit nachgingen. Bilder zeigen aber auch den Verlust einer nicht immer heilen Welt, die Zerstörung durch den Bombenhagel des 2. Weltkriegs oder die sogenannte „ zweite Zerstörung Münchens” in der Nachkriegszeit, ebenso wie vereinzelte Beispiele eines gelungenen Wiederaufbaus. „Auf diese Weise entsteht Seite für Seite, Schritt für Schritt eine Art historische Mikrosoziologie für die Lilienstraße – nicht zuletzt wegen der auffälligen Kneipendichte… ” urteilt die Süddeutsche Zeitung.

Peter Klimesch, Autor

Buchautor Münchner Isarbuch,  verheiratet, 1 Kind Herr Klimesch, warum leben Sie in München, was hält Sie und was braucht aus Ihrer Sicht eine Veränderung? Ich bin sozusagen nach dem Studium in München „hängengeblieben“, was ich aber nie bereut habe. Das liegt auch daran, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die noch rechtzeitig zu erschwinglichen Preisen eine Eigentumswohnung erworben haben, nahe am Zentrum der Stadt und doch wie im Dorf. Und es hat auch damit zu tun, dass ich als „Isarfischer“ eine der heiß begehrten Lizenzen zum Fischen an der Isar besitze. Heute würde ich es mir als junger Mensch überlegen, nach München zu ziehen, da man die Wohnungssituation nur als skandalös bezeichnen kann. Wohnungsmangel und für den Durchschnittsbürger unerschwingliche Miet- und Kaufpreise bestimmen das Bild. Stadtgestaltung ist für mich nicht erkennbar, die wurde von den großen Bauträgern übernommen. Auch auf meinen Stadtteil, die Au, kommen gegenwärtig einschneidende bauliche Veränderungen zu, die den Charakter des Viertels bedrohen. Einer Veränderung bedarf auch die Verkehrssituation. Der drohende Verkehrskollaps lässt sich nicht allein durch bauliche Maßnahmen und Reglementierungen beheben. Es …