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Flößerei heute. Harte Arbeit für eine Spaßgesellschaft

Fotoausstellung Fotoclub Fürstenried-Neuried e.V. vom 12. März 2018 bis 22. April 2018 Mit Unterstützung Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Der archaische Anblick eines Floßes auf Isar oder Loisach hat von jeher viele Künstler inspiriert. Waren es früher Skizzen, Stiche und Gemälde die in malerischer Landschaft ein Floß zeigten, boten sich mit Beginn der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts neue Perspektiven. Fotokarten mit Floßmotiv erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden auf dem Postweg in alle Welt verschickt. Auch die Münchner Floßländen an der Ludwigsbrücke, am Westermühlbach und in Thalkirchen boten aufregende Motive zur Dokumentation, wovon die Fotosammlungen des Stadtmuseums und Stadtarchivs Zeugnis geben. Mit Eröffnung einer neuen Zentrallände in Maria Einsiedel im Jahr 1899 erfolgte die Stilllegung aller anderen. Zwar brachten die Flößer bis in die frühen 1950er Jahre noch Holz nach München, doch waren sie bereits im Jahr 1910 mit 51 Passagierflößen unterwegs. Verblieben ist bis heute die Passagierflößerei. Auch sie kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Schon im Jahr 1623 erließ Kurfürst Maximilian I. eine Verordnung für Ordinariflöße, die fahrplanmäßig Personen von München nach Wien beförderten. …

Die Flößer kommen

Eine Führung mit Helga Lauterbach Es zählt zu den Attraktionen der Stadt, wenn sich von Mai bis September Münchens einzige Floßlände wieder mit Leben füllt. Waren es früher vor allem Transportflöße die hier anlegten, so sind es heute die beliebten Ausflugsflöße, die magisch Münchner und Touristen gleichermaßen in ihren Bann ziehen. Das Einfahren der Flöße im Floßkanal, das Anländen, wie der allgemeine Ländbetrieb, das spektakuläre Zerlegen der 18 m langen Flöße mittels Kran und Greiferzange sowie das Aufladen der Floßstämme auf die Langholztransporter zum Rücktransport nach Wolfratshausen zeugen höchst lebendig vom jahrhundertealten Handwerk der Flößerei. Mehr über die Geschichte der Flößerei und die Bedeutung der Isar als Wasserstraße wird auf der Führung vermittelt, die von der Floßlände zum Isar-Werkkanal bis zur offenen Isar und weiter zum Flößerdenkmal in Hinterbrühl führt. Dauer der Führung ca. 2 Stunden In der ehemaligen Flößergaststätte Hinterbrühl besteht die Möglichkeit zur Einkehr und zur Teilnahme am geselligen Mitgliederstammtisch des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V. Seit 2014 ist die Flößerei als immaterielles Kulturerbe in die Liste der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. aufgenommen mit dem Logo …