Alle Artikel mit dem Schlagwort: Coronavirus (COVID-19)

Arno Bruder – Imker

Habe die Ehre Herr Bruder, toll das Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Sie betreiben die Imkerei seit 1964 und erzeugen Honig als Familienbetrieb seit 2001. Welches Gefühl haben Sie, wenn Sie bei ihren Bienen sind. Was bedeutet Ihnen ihre Arbeit? Im Grunde habe ich bereits mit 8 Jahren mit dem Imkern begonnen. Das war immer schon in unserer Familie verankert. Ich betreibe die Imkerei jetzt in der 7. Generation. Gerade jetzt merkt man wieder, wie schön es draußen in der Natur ist. Wir produzieren ein gesundes und zudem antibakteriell wirksames Nahrungsmittel, das unser Immunsystem stärkt – und das in mitten der Natur. Sie haben sich als Lebensmittelerzeuger für UNSER LAND entschieden. Welche Voraussetzungen müssen hierfür erfüllt sein? Was bedeutet dies für die Bienenhaltung? Eine der Vorgaben von UNSER LAND ist die Erzeugung des Honig im Netzwerkgebiet. Unser Schwerpunkt liegt im Landkreis Weilheim-Schongau aber wir haben auch Bienenvölker in den Landkreisen Starnberg, München, Landsberg und Dachau. Manchmal fahre ich auch mit einigen Völkern weiter weg, um spezielle Sortenhonige zu sammeln: Kirschblütenhonig, Kastanienhonig in der …

Die Suppenköche von JOOTI

Hallo Herr Kreuzer, hallo Herr Schwarz. Vielen Dank für die Zeit und das Interview. Sie haben sich unter der Marke JOOTI zusammengetan und kochen mit regionalem Gemüse schmackhafte Suppen. Wie kamen Sie auf diese Idee? Beim gemeinsamen Kochen im ersten veganen Restaurant Münchens, dem „Zerwirk“ im ehemalig königlichen Zerwirk-Gewölbe haben wir festgestellt, dass die Menschen gerne eine fertige Mahlzeit für‘s Büro oder zuhause hätten. Wir mussten dort häufig eine Portion „to go“ machen. Wie sieht ihr Portfolio noch aus? Wir stellen inzwischen ein breites Sortiment an Bio-Fertiggerichten – hauptsächlich vegan – her und arbeiten darüber hinaus auch für andere Anbieter ähnlicher Gerichte, für die wir die Produktion übernehmen. Darüber hinaus beliefern wir Imbisse und Bistros mit Ware in Großverbraucherpackungen. Auch die Fruchtzubereitungen für Molkereien stellen einen weiteren Aspekt unserer Produktion dar. Für die nahe Zukunft ist die Produktion von weiteren Produkten aus regionalem Obst für das UNSER LAND Netzwerk geplant. Das Netzwerk UNSER LAND war auf der Suche nach einer Verwendung für das ‚unverkäufliche‘ und doch so wertvolle Gemüse. Warum haben Sie sich für UNSER …

Franz Hartl – Fahrer bei UNSER LAND

Herr Hartl, Sie fahren für UNSER LAND Lebensmittel vom Hauptlager in Esting zu den Supermärkten. Welche Produkte transportieren Sie am häufigsten, was wird immer bestellt? Genau, ich bin im Landkreis Fürstenfeldbruck unterwegs. Die häufigsten Produkte sind Eier, Kartoffeln, Heu & Stroh, Mehl, Nudeln und Sauerkonserven. Und in letzter Zeit ist auch die Milchmenge gestiegen. Ich denke, weil die Kinder jetzt alle zuhause sind. Da wird mehr Milch gekauft als sonst.   Welche Maßnahmen ergreift UNSER LAND, um Sie als Fahrer und auch andere vor Corona zu schützen? UNSER LAND hat das meiner Meinung nach sehr gut gemeistert. Schon sehr früh wurden wir unterwiesen und über die Risiken informiert. Wir haben Einmalhandschuhe bekommen und desinfizieren nach jeder Belieferung von Kundschaft die Hände und am Ende des Tages auch das Lieferfahrzeug. Auch die Stifte geben wir nicht mehr raus. So hat man eigentlich keinen Kontakt mit dem Personal im Markt. Und mir fehlt nicht immer wieder ein Kugelschreiber :-).   Wie nehmen Sie die Mehrkäufe der Menschen war, was hat sich auf Grund des COVID-19 geändert? Die …

Christoph Köster – Münchner & Endverbaucher

Hallo Herr Köster, Sie sind Unternehmensberater in München. Warum leben und arbeiten Sie hier? Was macht diese Stadt für Sie attraktiv? Ich wohne in München, weil ich hier geboren bin und mich hier einfach zuhause fühle. Familie und Freunde sind in der Nähe, München hat insgesamt einen guten Arbeitsmarkt, viele renommierte Universitäten und für mich einen sehr hohen Freizeitwert. Es ist keine Beton-Wüsten-Großstadt: Es gibt den Englischen Garten, viele Parks, die Isar die vielen Biergärten und außerhalb die vielen Seen und die Berge. Ich würde sagen, wenn man aus München kommt, geht man hier freiwillig nicht weg, obwohl es natürlich eine teure Ecke zum Wohnen ist.   Wie achten Sie beim Einkaufen auf Bioprodukte? Greifen Sie auch zu UNSER LAND – Produkten? So z.B. stammt die frische UNSER LAND BIO Milch von bäuerlichen Familienbetrieben in der Mangfalltalregion, dem Trinkwassereinzugsgebiet der Stadtwerke München. Durch ökologischen Landbau sichern die Landwirte der Region gemeinsam mit der SWM eine hohe Wasserqualität. Wie verhalten Sie sich auf Grund der Coronakrise beim Einkaufen generell? Bio-Produkte kaufe ich vermehrt aber nicht nur. …

Josef Ampletzer – Bio-Legehennenhaltung

Grüß Gott Herr Ampletzer, manchmal kommt es anders als man denkt. In ihrem Fall sind es, auf Grund der Corona-Pandemie, sehr harte Einschnitte in Ihre betriebliche Planung und berufliche Existenz. Beim Bau eines Bio-Hühnerstalls für 6000 Hühnern geht quasi von heute auf morgen nichts mehr voran. Warum ist das so, wie schaut ihre aktuelle Situation genau aus? Die betriebliche Planung ist momentan sehr schwierig, hauptsächlich die zeitliche Planung. Die Firmen können momentan nicht sagen, wann und ob sie aufgrund der Corona Krise ihren Zeitplan einhalten können, beziehungsweise überhaupt anfangen. Sollte jetzt noch eine komplette Ausgangssperre dazukommen, wäre dies für die Zeit, die ich einplane, eine Katastrophe und der Termin für die Einstallung der Hühner wäre definitiv nicht zu halten. Ich habe deshalb meine Hühnerbestellung vorsichtshalber auf Eis legen müssen. Hatten Sie bisher auch schon Bio-Hühner und welche Vorteile sehen Sie für das Tier und den Endverbraucher beim Kauf von Bio-Eiern? Warum haben sie sich für eine Zusammenarbeit mit UNSER LAND entschieden? Wir sind aktuell ein Milchviehbetrieb mit Ackerfutterbau in der Umstellphase. Da eine biologische Milchviehhaltung …

Familie Sanktjohanser – Fischzucht

Grüß Sie Gott Frau Sanktjohanser, die Fischzucht Sandau im LANDSBERGER LAND züchtet und verarbeitet die LANDSBERGER LAND Saiblinge und Lachsaiblinge ohne Gentechnik. Welchen Einfluss nimmt die Coronakrise auf ihren Betrieb? Welche Hauptarbeiten stehen für Sie als Lebensmittelerzeuger gerade an? Wir sind momentan in der glücklichen Lage, dass unser Betrieb als Lebensmittelbetrieb geöffnet sein darf. Also können wir UNSER LAND, den Bauernmarkt in Landsberg und den Wochenmarkt in Kaufering sowie einige Hofläden weiterhin beliefern. Auch unser Hofladen in Sandau hat geöffnet. Es kommen mehr Leute als sonst zu uns zum Einkaufen. Auch viele Menschen, die wir bisher noch nicht gesehen haben – wir hoffen natürlich, dass sie auch weiterhin Kunden bleiben. Die Menschen hier Verhalten sich vorbildlich: alle halten Abstand in der Schlange oder warten draußen. Auch die Besatzfische für die Fischerei-Vereine konnten wir ausliefern. Hier haben wir einen unglaublichen Vertrauensvorschuss von den Vereinen genossen. Aufgrund von jahrelangen Zusammenarbeiten konnten wir liefern, ohne dass sie die Fische vorab besichtigt haben.   Was finden Sie besonders toll an UNSER LAND? Welche Gründe gab es für sie ursprünglich …

Dringend: Offener Brief an OB Reiter der Münchener Kulturveranstalter

Aktuelle Situation der Münchener Kulturveranstalter bezüglich der Corona-Virus-Maßnahmen. Landeshauptstadt München Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter Marienplatz 8 80331 München München, 11. März 2020 Offener Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Dieter Reiter Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter, wir wenden uns an Sie mit diesem offenen Brief, da wir aufgrund der aktuellen Situation wir als Münchener Kulturveranstalter in allergrößter Sorge sind, was das Überleben unserer vielfältigen Kulturlandschaft in München betrifft. Erlauben Sie, uns kurz vorzustellen: Wir sind der Verband der Münchener Kulturveranstalter (VDMK e.V.) mit aktuell über 70 Mitgliedern, aus allen Bereichen des Kulturlebens in und um München. Wir vertreten Clubs, alle Konzertveranstalter von der Klassik bis hinzu Rock und Pop, Großveranstalter (wie z.B. die Olympiapark GmbH, das Streetlife Festival, die OpenAir Kinos,…) und alle Hallenbetreiber. Unsere Mitglieder beschäftigen mehrere tausend Mitarbeiter und organisieren 15.000 Kulturveranstaltungen mit knapp 10 Millionen Besuchern im Jahr. Außerdem arbeiten die Mitglieder mit mehreren Dienstleistern (z.B. Sicherheitsfirmen, Technik-Firmen, Stage-Hands,…) zusammen. Durch das Verbot von Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern brechen uns fest eingeplante Umsätze weg. Genauso schlimm ist aber auch die …