Interviews

Michael Kiefer, Pfarrer St. Maria Thalkirchen

St. Maria Thalkirchen in München

 

Was brachte Sie nach München?

In unser schönes München hat mich unser Erzbischof Reinhard Kardinal Marx berufen. Vor 5 Jahren ist mir ein Wechsel meiner Pfarrstelle nahegelegt worden, so dass ich vom „schönsten Dorf“ Anger (laut König Ludwig von Bayern) in die schönste Kirche Münchens nach Maria Thalkirchen umgezogen bin.

 

Was verbinden Sie mit einem Fluss und was reizt Sie besonders an der Isar?

Flusslandschaft ist immer lebendige Geschichte, die das gestern mit dem heute reizvoll verbindet. Trotz der 100 prozentigen Naturerfahrung von Fluss und Auen Landschaft inmitten der Stadt war und ist die Isar eine Lebensader, welche München entstehen und wachsen hat lassen und heute so lebenswert macht. Ich selber spüre das auf jeder Gassigeh Route mit meiner Hündin Elsa!

 

Lassen mehr Brücken und Unterführungen in München entlang des Flusses die Menschen enger zusammen wachsen?

Brücken sind Pfeiler der Mobilität der Menschen. Im päpstlichen Titel PONTIFEX kommt die große Bedeutung eines Bruckenbauers zum Ausdruck. Gut, dass unsere Thalkirchner Brücke so konstruiert ist, dass die Fußgänger und Radfahrer viel mehr Platz haben als die PKWs und den Blick auf beide Seiten der Isar geniessen können. Mehr Brücken geben dazu mehr Gelegenheiten und entlasten zu starken Verkehrszeichen.

 

Spüren Sie die viel diskutierte Gentrifizierung in der Stadt München? (ja/nein) Und was könnte sich hieraus für Münchens Jung und Alt ergeben?

Ja, mit der Gentrifizierung werden viele typische Klischees in Frage gestellt. Für Jung und Alt ist das eine Herausforderung sich immer mehr dem andern zu öffnen und viel mehr vom Du auszugehen als nur im Ich stecken zu bleiben.

 

Welche Wünsche haben Sie für unseren Isarraum?

Ich wünsche mir für unseren Isarraum weniger Müll und Lärm, mehr Rücksichtnahme aller. Jeder sollte erkennen, dass die Schöpfung in ihrer Schönheit der Isar ein Geschenk ist!