Interviews

Mia Winter, Architektin

m8 Architekten München, verheiratet, 4 Kinder

Was verbinden Sie mit der Isar?

Die Sehnsucht nach Natur, Wildheit und Ungeplantem im Gegensatz zum stakkatoartig durchgeplanten jeden Tag wieder und die Sicherheit, dass unsere Isar in mehr oder weniger geregelten Bahnen fließt.

Hatten Sie schon mal ein berufliches Projekt, in der die Isar eine Rolle spielte?

Beruflich verbinde ich mit München und der Isar: IsarPalais, IsarResidenz, Isar you can´t effort it anymore.

Wie erleben Sie die Isar?

Jeden Morgen vom Münchner Süden zur Arbeit in Schwabing mit dem Rad begleitet meinen Sohn und mich die Isar und am Nachmittag zurück. Stoisch beobachtet sie, wie wir ein Schlagloch nach dem anderen nehmen und uns auf dem zwei Meter breiten Radweg mit einer Flut anderer Radfahrer in die Stadt und aus ihr heraus bewegen, während dem ruhenden und sich stauendem Autoverkehr vier Spuren verschwenderisch zur Verfügung stehen. Stumm ist sie erstaunt, dass wir tatsächlich meistens schneller als die Autos sind.

Wie viel Bebauung verträgt aus Ihrer Sicht die Isar (noch)?

Denk ich an die Isar…denk ich an die Loire in Paris oder an Kopenhagen, auch eine Stadt am Wasser…dann hat die Isar kosmopolitisch und zum Thema „Stadt am Wasser“ noch ordentlich aufzuholen. „Viel“ Bebauung heißt aber nicht, dass dann auch tatsächlich das entsteht, was wir an der Stadt lieben, es muss schon klug und komplex geplant und politisch gewollt werden, damit dann auch wirklich lebendige Urbanität „heraus“ kommt.