UNSER LAND
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Franz Hartl – Fahrer bei UNSER LAND

Herr Hartl, Sie fahren für UNSER LAND Lebensmittel vom Hauptlager in Esting zu den Supermärkten. Welche Produkte transportieren Sie am häufigsten, was wird immer bestellt?

Genau, ich bin im Landkreis Fürstenfeldbruck unterwegs. Die häufigsten Produkte sind Eier, Kartoffeln, Heu & Stroh, Mehl, Nudeln und Sauerkonserven. Und in letzter Zeit ist auch die Milchmenge gestiegen. Ich denke, weil die Kinder jetzt alle zuhause sind. Da wird mehr Milch gekauft als sonst.

 

Welche Maßnahmen ergreift UNSER LAND, um Sie als Fahrer und auch andere vor Corona zu schützen?

UNSER LAND hat das meiner Meinung nach sehr gut gemeistert. Schon sehr früh wurden wir unterwiesen und über die Risiken informiert. Wir haben Einmalhandschuhe bekommen und desinfizieren nach jeder Belieferung von Kundschaft die Hände und am Ende des Tages auch das Lieferfahrzeug. Auch die Stifte geben wir nicht mehr raus. So hat man eigentlich keinen Kontakt mit dem Personal im Markt. Und mir fehlt nicht immer wieder ein Kugelschreiber :-).

 

Wie nehmen Sie die Mehrkäufe der Menschen war, was hat sich auf Grund des COVID-19 geändert?

Die Arbeitszeit ist gut um ein drittel gestiegen. Und das schon seit Wochen. Das geht schon an die Substanz. Aber wir helfen jetzt halt alle zam, dann wird das schon. Aber diese Hamsterkäufe finde ich nicht in Ordnung. Es gibt doch keinen Grund dazu. Alle Läden haben offen und es gibt von allem genug und die weitere Versorgung ist auch gegeben.

 

Straßen sind derzeit eher freie Plätze geworden. Das muss doch ein sehr angenehmes Fortbewegen für Sie sein. Was halten Sie von der Idee Straßen in der Münchner Innenstadt komplett zu sperren?

Also bei uns am Land, wo ich ausfahre ist nur noch die Hälfte Verkehr. Ein paar Straßen mehr zu sperren ist sicher möglich, aber in der ganzen Innenstadt kann ich mir das nicht vorstellen. Es müssen ja auch so viele Pendler von weit außerhalb in die Stadt rein, das schaffen die öffentlichen Verkehrsmittel ja gar nicht allein. Und der ganze Lieferverkehr, die Rettungskräfte, Polizei, Handwerker, Müllabfuhr und wen wir noch alles brauchen muss ja auch vernünftig fahren können. Da könnte man die Straßen ja ohnehin nicht umnutzen. Vorstellen kann ich mir das nicht so recht, dass das klappt.

Brauchen Sie Unterstützung? Welche?

Ja, Fahrer suchen wir immer noch. Zur Zeit helfen ein paar Aushilfskräfte wie Studenten im Lager, damit wir diese ganzen Mengen, die von den Supermärken bestellt werden überhaupt kommissioniert bekommen. Es ist schon viel zur Zeit, aber das ist ja überall so. Die Menschen sind dafür wieder freundlicher geworden, das merke ich beim Anliefern. Da gibt es häufiger mal ein „Guten Morgen“ oder ein „Grüß Gott“ und ein Lächeln als sonst, das finde ich schön.

Interview von Theresa Boisson und Stephan Paul Stuemer.

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