Interviews

Christina Oberle, Hebamme, MSc

Hebamme und Mutter von 2 Kindern, www.hebamme-oberle.de

 

Frau Oberle, was brachte Sie nach München?

Ich bin vor zehn Jahren für die Ausbildung zur Hebamme nach München gekommen, um an eine der ältesten Hebammenschulen Deutschlands in der Maistraße den Beruf zu lernen. Dann bin ich durch Familie, Freunde und Beruf hier geblieben.

Wo ist es aus Ihrer Sicht besonders schön an der Isar?

Besonders gut gefällt mir der Tiergarten Hellabrunn, den ich regelmäßig mit meinen Kindern besuche. Mit der Jahreskarte kann man zu jeder Jahreszeit auch mal auf einen kurzen Sprung vorbei schauen und neben den Tieren auch mal den Spielplatz nutzen.
Da wir mit Blick auf den Flaucher wohnen, schöner kann man in München gar nicht wohnen, genieße ich das Gefühl in die Natur zu schauen und gleichzeitig bin ich doch zentral in München.

Wie sehen Sie die Entwicklung in München, hinsichtlich der Kinderbetreuung und den Freizeitmöglichkeiten für Kinder?

Ich finde es, wie alle Familien, sehr schwierig, die passende Kinderbetreuung zu bekommen, es ist immer ein zittern und bangen um jeden neuen Platz. Ich denke Familien sollten heute unterstützt werden, so dass beide arbeiten gehen können, was auch bei den Mietpreisen etc. heute nötig ist. Auch die bezahlbaren Freizeitmöglichkeiten für Kinder sind meist überlaufen oder voll. Hier kann noch einiges verbessert werden.

Wie ist es als Hebamme in München?

Wenn ich könnte, müsste ich 24 Stunden am Tag arbeiten, so groß ist der Bedarf in München, vor allem in der Häuslichen Wochenbettbetreuung. Nur jede dritte junge Mutter in München hat noch eine Nachsorgehebamme. Es ist inzwischen so arg geworden, dass Frauen sich schon in der achten Woche schwanger eine Hebamme suchen müssen. Da denke ich, sollte politisch etwas verändert werden, damit es mehr Hebammen gibt, diese ihren Beruf auch ausüben und auch in Städten, wie München leben können und wollen.