Alle Artikel in: Buchecke

Schön, Sie zu sehen

Man braucht wirklich keinen Vertrag, um etwas zusammen zu machen. Man braucht nur eine klare saubere Entscheidung: Willst du Kampf oder willst du Zusammenspiel. Das ist die Frage. Und dann gehen wir zusammen weiter, weil es halt einfach passt, wie man in Bayern sagt. Und dieses Passen ist ein innigliches Gefühl. Es braucht da keine Strategie, erkannte ich zu meinem Erstaunen und verstehe plötzlich, was die Weisen schon lange wissen: Der Weg entsteht beim Gehen. Der Fluss schafft sich sein Flussbett durch das Fließen. Für etwas da sein – jeden Moment – also genau für den Menschen, der in diesem Moment dir gegenüber tanzt. Ja, das haben Sie im Yoga schon gehört, das nennen spirituelle Christen und auch die Buddhisten Achtsamkeit. Und so hat sich das Buch geschrieben, wie der Fluss eben fließt, weil er ein Fluss ist. Und das Leben lebt, weil es sonst kein Leben wäre. Und so wächst zusammen, was zusammenpasst und verschränkt sich zu etwas gutem Neuen, was zuvor niemand sich erdachte und auch nicht erdenken konnte. Schön, Sie zu sehen! …

Unterwegs mit den Flößern

Handwerk und Geschichte auf der Isar und der Loisach Wer nach einer Floßfahrt auf Isar und Loisach mehr über die Flößerei erfahren möchte, findet im Text Wissenswertes über Historie und Brauchtum des alten Flößerhandwerks, erfährt den Verlauf eines Flößerjahres von heute und erhält eine Beschreibung der Fluss-Strecke von Wolfratshausen nach München. Der interessante literarische Streifzug ist fotografisch mit eindrucksvollen Bildern von Bernd Ritschel dokumentiert und empfiehlt sich als persönliche Erinnerung oder als Geschenk für Freunde und Geschäftspartner.

Sendlinger G’schichten von Sigi Sommer

Zusammengestellt von Helga Lauterbach-Sommer anlässlich seines 100. Geburtstags Im August 2014 wäre Sigi Sommer 100 Jahre alt geworden. Als „Blasius, der Spaziergänger“ lief der Großstadtpoet 37 Jahre lang für die Abendzeitung durch München und unterhielt seine Leser mit scharfsinnigen, ironischen und witzigen Texten. Sendling erhält dabei besondere Aufmerksamkeit, denn dort ist er aufgewachsen. Geschichten über den Flaucher, die Schinderbrücke , den Arbeitslosenlido oder Schäserlstrand regen zum Schmunzeln an, aber auch zum Nachdenken und Innehalten.

Ausstellungskatalog: Moderne Antike

Der Münchner Bildhauer Christoph Bergmann in der Städtischen Galerie im Schloss Isny     Auszug aus dem Vorwort von Elisabeth Olberz, MA: … Der Künstler hat sein Atelier am Königsplatz in München und beschäftigt sich in seinem Werk nicht nur häufig mit politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen, sondern wählt aus diesem Grund – als Kind seiner Zeit, wie er selbst sagt – den Werkstoff Aluminium für seine Arbeiten, der sinnbildlich für die Stromlinienästhetik und damit im übertragenen Sinn auch für seine Generation und das Zeitalter der Geschwindigkeit und Mobilität steht.In Figuren wie dem „Ares (röm. Mars) mit Flügeln“ und der „Venus“, die jeweils Gottheiten als auch Planeten sind, bezieht er sich beispielsweise auf die Thematik der Luft- und Raumfahrt oder „modernisiert“ in seinem „Centauro“ mit großen Aluminiumrädern das Bild des Kentauren, einem ursprünglich der griechischen Mythologie entsprungenen Mischwesen, das aus einem menschlichen Oberkörper und einem Pferdeleib besteht. Dabei verbindet Bergmann die Formen immer organisch. Ähnlich wie bei den antiken Mischwesen selbst, verschmelzen die unterschiedlichen „Körperpartien“ zu einer Form. …  

Ein Isarbuch für Münchener Flußliebhaber

Münchner Isarbuch Autor: Peter Klimesch Dicht bevölkerte Wiesen und Kiesbänke zeigt das Titelbild eines soeben neu erschienenen Buches über die Münchner Isar. Dabei ist es gerade sieben Jahre her, dass mit der Umgestaltung des Flusses und seiner Ufer dieser neue Erholungsraum geschaffen wurde und sogar eine neue Insel entstand. Bei all der Begeisterung über dieses neu geschaffene Stück „Natur aus zweiter Hand” beinahe mitten in der Stadt gerät oft völlig in Vergessenheit, dass die Isar zwischen Grünwald und Garching viel mehr, teilweise Unbekanntes, zu bieten hat. Selbst mancher München-Kenner wird sich beim Anblick alter Fotos von einem Kurbad namens Bad Brunnthal im heutigen Bogenhausen, von Fontänen in der Großen Isar an der heutigen Steinsdorfstraße, von einer Feuerwerksinsel oder von einem Industriegebiet am Auer Mühlbach die Augen reiben. Er wird sich wundern, wieso er noch nie was gehört hat von dem weitgehend vergessenen Michael Georg Conrad und seinem Roman „Was die Isar rauscht” oder von dem aus München geflohenen Künstler Carl Dieffenbach und seiner Kommune in Höllriegelskreuth. Aktuelle Fotos werden ihn dazu ermuntern, einmal Kleinvenedig am …