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Erfolgreicher Fliegenfischer

Die Äsche gehört zur Familie der lachsartigen Fische, der so genannten Salmoniden. Sie ist auf sauberes Wasser angewiesen. In der Isar ist sie trotz der hohen Wasserqualität (Güteklasse II) nur noch selten anzutreffen. Die Gründe dafür werden kontrovers diskutiert, wobei fischfressende Vögel wie Kormoran und Gänsesäger unbestritten eine Rolle spielen. Bei den Isarfischern ist sie deshalb ganzjährig geschützt. Sie wird fast ausschließlich mit der künstlichen Fliege gefangen – eine Methode, bei der der Fisch ohne nennenswerte Verletzung wieder zurückgesetzt werden kann, zumal immer mehr Fliegenfischer Haken ohne Widerhaken verwenden. (Foto: Daniel Göz)

Radio München

Es ist ein ständiger Fluss – die Liebe zur Isar wird Blog und Magazin Ob Wasserqualität oder Beleuchtung, ob Fischerei oder Brücken – es gibt einen neuen Blog zum gleichnamigen Magazin „Isar Sicht“ und der sucht seine Themen ausschließlich an der Isar. Was da alles thematisch aufgepickt wird und warum, darüber haben wir mit dem Blogschreiber und -gründer Stephan Paul Stuemer unterhalten.

Winterliche Ruhe an der Isar: Der Flauchersteg

Johann Flaucher, so hieß der erste Wirt des ursprünglichen Forsthauses, aus dem sich der beliebte Biergarten „Zum Flaucher” entwickelte. Nach ihm sind auch das gesamte linke Isarufer bis zur Brudermühlbrücke und der Flauchersteg benannt. So menschenleer wie auf dem Bild erlebt man diese Fußgänger- und Radfahrerbrücke nur, wenn man ganz früh aufsteht. Im Sommer ist sie das Zentrum von Münchens Badeparadies, doch bereits an sonnigen März- oder Apriltagen kann man auf den Kiesbänken die ersten Sonnenanbeter sehen, die sich hier einer kostenlosen Ganzkörperbräunung unterziehen. Aber auch bei Schnee lockt der romantische Steg viele Spaziergänger an.

Die Isar zwischen eisiger Landschaft und warmer Beleuchtung

Die St. Lukas Kirche an der Isar in München gegenüber dem Wehrsteg Die Erbauung dieses „Domes der Protestanten” war im katholischen München Ende des 19. Jahrhunderts keine Selbstverständlichkeit, wie der vergessene Schriftsteller Michael Georg Conrad in seinem realitätsnahen Roman „Die klugen Jungfrauen” von 1889 einen Kommerzienrat zitiert: „Die Stadt hat diesen Platz den Protestanten zur Erbauung einer dritten Ketzerkirche zugesprochen. Ein Baukonsortium … will ihn zur Abrundung der eigenen Bauplätze. Natürlich geben die Protestanten nicht nach. … Der Magistrat zögert, es mit den Ketzern zu verderben und seine Zusage zurückzuziehen. Wissen Sie, der nächsten Wahlen wegen, wo wir die konservativen Protestanten brauchen.” Und heute wird die Kirche nachts sogar farbig angestrahlt. So ändern sich die Zeiten…

Pariser Flair in München: Der Kabelsteg über die Isar

Dem eleganten Kabelsteg, 1898 erbaut und deutlich vom Jugendstil geprägt, sieht man nicht an, dass er für einen ganz prosaischen Zweck errichtet wurde. Es diente nämlich dazu, Stromkabel von Münchens erstem Kraftwerk, dem Muffatwerk auf der Kalkofeninsel, in die Stadt überzuleiten, wo der Strom für die eben einsetzende elektrische Straßenbeleuchtung und die elektrischen Straßenbahnen gebraucht wurde. Heute bildet er – beleuchtet durch moderne Straßenlaternen – zusammen mit der Mariannenbrücke einen beliebten Fußgängerübergang über die beiden Isararme.

„München leuchtet“

Willkommen beim neuen Online-Magazin ISAR SICHT, dem Magazin für Stadt, Land und Leute. „München leuchtet!” Hier wird der Werbeslogan der Stadt nachvollziehbar. Wie Sterne funkeln die Straßenlaternen über der Brücke und dem glühenden Fluss und weisen den Weg von der ehemaligen Vorstadt Au ins schicke Gärtnerplatzviertel. Selbst das Moos auf der Uferbalustrade an der Reichenbachbrücke schimmert im Licht der Brückenbeleuchtung. Gewidmet Stefan Christl 03.05.1965 – 16.10.2014 (Foto: © 29.09.2014 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)