Autor: IsarSicht

Erfolgreicher Fliegenfischer

Die Äsche gehört zur Familie der lachsartigen Fische, der so genannten Salmoniden. Sie ist auf sauberes Wasser angewiesen. In der Isar ist sie trotz der hohen Wasserqualität (Güteklasse II) nur noch selten anzutreffen. Die Gründe dafür werden kontrovers diskutiert, wobei fischfressende Vögel wie Kormoran und Gänsesäger unbestritten eine Rolle spielen. Bei den Isarfischern ist sie deshalb ganzjährig geschützt. Sie wird fast ausschließlich mit der künstlichen Fliege gefangen – eine Methode, bei der der Fisch ohne nennenswerte Verletzung wieder zurückgesetzt werden kann, zumal immer mehr Fliegenfischer Haken ohne Widerhaken verwenden. (Foto: Daniel Göz)

Das Oktoberfest – ein weltweites Phänomen

Ein Beitrag von Luitpold Prinz von Bayern. Selbst in den entlegensten Orten der Welt feiert die Deutsche Community „Oktoberfeste“, meist als eine Art pseudobayerischer Karneval in chinesischen, etwas zu engen Dirndln und Lederhosen, mit viel Bier und vor allem stehend auf Tischen und Bänken. Was ist das Oktoberfest? – Ein Pendant zum Fasching, also ein Sommeraustreiber? Ein ausgelassenes Erntedankfest? Oder wird vielleicht das Bier heiliggesprochen? Nein, eigentlich hatte das Oktoberfest einen völlig anderen Hintergrund: Die Hochzeit des Bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Therese von Sachsen-Hildburghausen wurde zum Anlass genommen, ein nationales Fest abzuhalten. Bayern war nach den napoleonischen Kriegen in neuen Grenzen. Franken und Schwaben mussten im wiedervereinigten Bayern/Pfalz integriert werden, daher war gemeinsames Feiern mit dem zukünftigen Herrscher (König Ludwig I) ein perfekter Anlass. Es wurde ein großes Pferderennen auf der großen Wiese, nach der Braut „Theresienwiese“ genannt, abgehalten. Auf zeitgenössischen Bildern ist gut zu erkennen, dass einzig das Brautpaar mit einer kleinen Gruppe in einem Zelt am Start und Ziel dieses Rennens untergebracht waren. Die Bürger standen rund um den Rennplatz und der Schwantalerhöhe. …

Am Vorabend der Revolution

Der Vorstand lädt ein am Sonntag, dem 13. Januar 2019 um 14:00 Uhr in das Üblacker-Häusl, Preysingstr. 58, 81667 München zu einer Führung unseres stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Klaus Wagner durch die Ausstellung Kampf der Demokraten am Vorabend der Revolution: Bemühungen um eine Verfassungsreform 1917/18 zur Herstellung einer parlamentarischen Monarchie im Königreich Bayern Historische Ausstellung der Freunde Haidhausens – Verein für Haidhausen e.V. im Rahmen des Programms „1918|2018 Was ist Demokratie“ des Kulturreferats der LHS München Bedingt durch die „Burgfriedenspolitik“ wurden auch in Bayern Forderungen der Sozialdemokratie zu einer Verfassungsreform für die Einführung einer zeitgemäßen Demokratie zurückgestellt. Doch als der 1. Weltkrieg wider Erwarten immer länger dauerte und sich in der Heimat Hunger, Not und Kriegsmüdigkeit breit machten und an der Front die Erschöpfung von Mensch und Material den Ruf nach einem Separatfrieden lauter werden ließen, fassten die SPD-Abgeordneten Erhard Auer (1874 – 1945) und Max Süßheim (1876 – 1933) in den Jahren 1917 und 1918 entgegen der Burgfriedenspolitik den Mut, zusammen mit ihrer Fraktion die heute weitgehend unbekannten Anträge zur Einführung einer parlamentarischen Monarchie in …

Radio München

Es ist ein ständiger Fluss – die Liebe zur Isar wird Blog und Magazin Ob Wasserqualität oder Beleuchtung, ob Fischerei oder Brücken – es gibt einen neuen Blog zum gleichnamigen Magazin „Isar Sicht“ und der sucht seine Themen ausschließlich an der Isar. Was da alles thematisch aufgepickt wird und warum, darüber haben wir mit dem Blogschreiber und -gründer Stephan Paul Stuemer unterhalten.

weiße Winter – blaue Isar – grüner Strom

Editorial – Ausgabe 01.2017: Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde der Isar, unter dem Motto „weiße Winter, blaue Isar und grüner Strom“ möchte ich Sie auf die zweite Ausgabe der ISAR SICHT, dem Magazin für Stadt, Land und Leute einstimmen. Wenn es schneit, wird es auch in der Großstadt etwas leiser. Autolärm ist gedämpfter und die eigene Sicht manchmal eingeschränkt. Münchener Stadtteile am Fluss, wie einige meiner persönlichen Lieblingsplätze, „Auf der Insel“ oder „Am Flaucher“ lassen sich so immer wieder neu entdecken. Mit dem Rad zog es mich auch bei kälteren Temperaturen an die Isar. Die hierbei entstandenen winterlichen Fotografien mit interessanten Bildunterschriften von Peter Klimesch laden ein, durch diese Ausgabe zu klicken. In den Monaten des Jahreswechsels verbrauchen wir in unseren Haushalten mehr Energie. Heute für viele selbstverständlich und eine Notwendigkeit. Selbst der Weg vom Bett mit dem Nachttischlämpchen zum Kühlschrank ist ohne Strom kaum vorstellbar. Jeder (ver)braucht Strom! Es gilt, immer neue Möglichkeiten und brauchbare Alternativen zu verfolgen. Daher freue ich mich sehr über das Begleitwort der Referentin für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt …

Claudia Stamm, mut in bayern

Abgeordnete im Bayerischen Landtag und Vorsitzende der Partei mut. Frau Stamm, was verbindet Sie mit der Isar? Ich liebe die Isar, war schon als Jugendliche sehr oft in München, meist in der Nähe des Flusses. Oft bin ich auch einfach nur an der Isar gelegen. Es gab mal jemand, der zu mir gesagt hat, in München teilen sich die Menschen in diesseits oder jenseits der Isar ein. Für mich stimmt das eindeutig. Ich halte mich bei allem – Arbeit und auch, wenn ich ausnahmsweise mal privat unterwegs bin, auf der Seite des Maximilianeums auf.   Welche Vorteile bringt der Fluss für die Stadt München und ihr Umland und wie lassen sich diese schützen? Was wäre mutig? München verdankt dem Fluss seine Gründung, weniger weil Heinrich der Löwe die berühmte Brücke am Gasteig errichten ließ, um Zoll von den Salzhändlern zu kassieren, sondern weil Mönche aus dem Kloster Schäftlarn flussabwärts eine „Filiale“ des Klosters errichteten. Wahrscheinlich, weil es einfach schöner und praktischer ist an einem Fluss zu leben. Und genauso ist das Verhältnis der Münchener bis heute …

Thomas Krämer, Kraemer’sche Kunstmühle

Geschäftsführer Kraemer’sche Kunstmühle und Träger des Bundesverdienstkruezes   Herr Kraemer, welche Beziehung haben Sie und Ihre Familie zur Isar? Die Beziehung meiner Familie zum Auer Mühlbach reicht zurück bis in das Jahr 1863, als mein Urgroßvater Carl Jacob Kraemer, Sohn des Pächters der Stadtmühle Cannstatt, die damalige Papiermühle in Untergiesing kaufte und zu einer Getreidemühle umbaute. Er erkannte schnell die Vorteile des Baches zur Energiegewinnung und entschloss sich deshalb die ursprünglichen Wasserräder durch eine neue Jonval – Turbinenanlage zu ersetzen. Der Mühlenbetrieb mit Turbine wurde im 2. Weltkrieg total zerstört. Es war meinem Vater und seinem Bruder zu verdanken, dass 1948 die neue Mühle mit einer neuen Franzis-Turbine in Betrieb gehen konnte. Mit dieser Turbine erzeugen wir auch heute noch Strom, den wir nach der Stilllegung des Mühlenbetriebes, in das öffentliche Stromnetz einspeisen.   Kann man Ihrer Meinung nach das Wasser der Isar in der Stadt noch besser nutzen? Hier müssen wir unterscheiden zwischen der eigentlichen Isar und den aus ihr abgeleiteten Stadtbächen (u. a. Isarwerkkanal und Auer Mühlbach). Aufgrund der regulierten und gleichmäßigen Wasserversorgung …

Flößerei heute. Harte Arbeit für eine Spaßgesellschaft

Fotoausstellung Fotoclub Fürstenried-Neuried e.V. vom 12. März 2018 bis 22. April 2018 Mit Unterstützung Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Der archaische Anblick eines Floßes auf Isar oder Loisach hat von jeher viele Künstler inspiriert. Waren es früher Skizzen, Stiche und Gemälde die in malerischer Landschaft ein Floß zeigten, boten sich mit Beginn der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts neue Perspektiven. Fotokarten mit Floßmotiv erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden auf dem Postweg in alle Welt verschickt. Auch die Münchner Floßländen an der Ludwigsbrücke, am Westermühlbach und in Thalkirchen boten aufregende Motive zur Dokumentation, wovon die Fotosammlungen des Stadtmuseums und Stadtarchivs Zeugnis geben. Mit Eröffnung einer neuen Zentrallände in Maria Einsiedel im Jahr 1899 erfolgte die Stilllegung aller anderen. Zwar brachten die Flößer bis in die frühen 1950er Jahre noch Holz nach München, doch waren sie bereits im Jahr 1910 mit 51 Passagierflößen unterwegs. Verblieben ist bis heute die Passagierflößerei. Auch sie kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Schon im Jahr 1623 erließ Kurfürst Maximilian I. eine Verordnung für Ordinariflöße, die fahrplanmäßig Personen von München nach Wien beförderten. …

Alles was hölzern ist

Einladung zur Führung mit Kurator Dr. Sybe Wartena, Referent des Bayerischen Nationalmuseums für Möbel, Musikinstrumente, Spiele und Stadtmodelle Ein Holzhandwerker schuf um 1570 die Modelle der fünf altbayerischen Herzogstädte Straubing, München, Landshut, Ingolstadt und Burghausen. Herzog Albrecht V. zeigte sie in seiner Kunstkammer besonderen Gästen und konnte an den präzisen Abbildern seiner Städte deren Struktur erklären. Heute gehören die Modelle zu den Kernbeständen des Bayerischen Nationalmuseums, wo Kurator Dr. Sybe Wartena die mittelalterliche Entwicklung Münchens entlang der Handelswege bei einer Führung für den Flößer-Kulturverein erläutert. Die Infrastruktur der Flößerei und die Versorgung Münchens mit Holz sind am zweiten Modell im Nationalmuseum nachvollziehbar, dem zwischen 1849 und 1863 entstandenen, der boomenden Hauptstadt des jungen Königreichs. Der direkte Vergleich beider Modelle macht die Erkundung der Stadt München in zwei wichtigen historischen Epochen zu einem aufschlussreichen und kurzweiligen Erlebnis. Um Anmeldung unter info@floesser-kulturverein.de wird gebeten. Die Teilnahmegebühr (Eintritt inkl. Referentenhonorar). beträgt für Mitglieder Euro 15,– und für Gäste Euro 18,– Wir bitten um Überweisung auf das unten genannte Vereinskonto bis 5. Februar 2018. Führungstermin: 8. Februar 2018 / …

Peter Klimesch, Autor

Buchautor Münchner Isarbuch,  verheiratet, 1 Kind Herr Klimesch, warum leben Sie in München, was hält Sie und was braucht aus Ihrer Sicht eine Veränderung? Ich bin sozusagen nach dem Studium in München „hängengeblieben“, was ich aber nie bereut habe. Das liegt auch daran, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die noch rechtzeitig zu erschwinglichen Preisen eine Eigentumswohnung erworben haben, nahe am Zentrum der Stadt und doch wie im Dorf. Und es hat auch damit zu tun, dass ich als „Isarfischer“ eine der heiß begehrten Lizenzen zum Fischen an der Isar besitze. Heute würde ich es mir als junger Mensch überlegen, nach München zu ziehen, da man die Wohnungssituation nur als skandalös bezeichnen kann. Wohnungsmangel und für den Durchschnittsbürger unerschwingliche Miet- und Kaufpreise bestimmen das Bild. Stadtgestaltung ist für mich nicht erkennbar, die wurde von den großen Bauträgern übernommen. Auch auf meinen Stadtteil, die Au, kommen gegenwärtig einschneidende bauliche Veränderungen zu, die den Charakter des Viertels bedrohen. Einer Veränderung bedarf auch die Verkehrssituation. Der drohende Verkehrskollaps lässt sich nicht allein durch bauliche Maßnahmen und Reglementierungen beheben. Es …

Winterliche Ruhe an der Isar: Der Flauchersteg

Johann Flaucher, so hieß der erste Wirt des ursprünglichen Forsthauses, aus dem sich der beliebte Biergarten „Zum Flaucher” entwickelte. Nach ihm sind auch das gesamte linke Isarufer bis zur Brudermühlbrücke und der Flauchersteg benannt. So menschenleer wie auf dem Bild erlebt man diese Fußgänger- und Radfahrerbrücke nur, wenn man ganz früh aufsteht. Im Sommer ist sie das Zentrum von Münchens Badeparadies, doch bereits an sonnigen März- oder Apriltagen kann man auf den Kiesbänken die ersten Sonnenanbeter sehen, die sich hier einer kostenlosen Ganzkörperbräunung unterziehen. Aber auch bei Schnee lockt der romantische Steg viele Spaziergänger an.

Neues Isarbuch von Peter Klimesch

Münchner Isarbuch Dicht bevölkerte Wiesen und Kiesbänke zeigt das Titelbild eines soeben neu erschienenen Buches über die Münchner Isar. Dabei ist es gerade sieben Jahre her, dass mit der Umgestaltung des Flusses und seiner Ufer dieser neue Erholungsraum geschaffen wurde und sogar eine neue Insel entstand. Bei all der Begeisterung über dieses neu geschaffene Stück „Natur aus zweiter Hand” beinahe mitten in der Stadt gerät oft völlig in Vergessenheit, dass die Isar zwischen Grünwald und Garching viel mehr, teilweise Unbekanntes, zu bieten hat. Selbst mancher München-Kenner wird sich beim Anblick alter Fotos von einem Kurbad namens Bad Brunnthal im heutigen Bogenhausen, von Fontänen in der Großen Isar an der heutigen Steinsdorfstraße, von einer Feuerwerksinsel oder von einem Industriegebiet am Auer Mühlbach die Augen reiben. Er wird sich wundern, wieso er noch nie was gehört hat von dem weitgehend vergessenen Michael Georg Conrad und seinem Roman „Was die Isar rauscht” oder von dem aus München geflohenen Künstler Carl Dieffenbach und seiner Kommune in Höllriegelskreuth. Aktuelle Fotos werden ihn dazu ermuntern, einmal Kleinvenedig am Auer Mühlbach aufzusuchen …

Ella von der Haide, Künstlerin

Dipl.- Ing. der Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsgärtnerin, Künstlerin, Filmemacherin: Eine andere Welt ist pflanzbar   Wo leben Sie und was verbindet Sie mit der Isar? Ich lebe in Pullach und bin hier in der Gegend auch aufgewachsen. Mich verbinden viele schöne und aufregende Erinnerungen mit der Isar. Ausserdem ist mein bürgerlicher Vorname Isabella aber inoffiziell war ich immer Isarbella .   Haben Sie einen Lieblingsplatz an der Isar und was macht ihn so besonders? Am Liebsten mag ich die ersten Kilometer der Isar im Karwendel. Dort die Kajaks erst nach hinten zu schieben und dann vor zu paddeln ist immer wieder schön, anstrengend und spannend.   Welches Projekt spielt für Sie im Isarraum eine besondere Rolle? und wie sehen Sie dessen Entwicklung, was kann und muss gefördert werden und wie? München wächst und damit auch der Druck auf Grünflächen in und um München, wie auch die Isarauen. Wichtig ist es daher wohnungsnahe Grünflächen zu schaffen und zu erhalten. Urbane Gärten sind da eine Möglichkeit. Ausserdem ist es wichtig, dass wir zu einer anderen Landwirtschaft finden, …

Flößer, Zimmerer, Baumeister auf dem Alten Südlichen Friedhof

Einladung zur Führung mit Franz Schiermeier am 19. November 2017, 11 Uhr   Rund um die Obere Floßländ entwickelte sich über die Jahrhunderte ein Gewerbegebiet. Hier lagen mehrere Mühlen wie die Westermühle und Zimmereien wie Reiffenstuel und Pössenbacher, in denen die angelieferten Holzstämmme der Flöße verarbeitet wurden. Der Stadtspaziergang führt von der ehemaligen Oberen Floßländ in den Alten Südlichen Friedhof, zu Flößern, Zimmerern, Bau- und Braumeistern des. 19. Jahrhunderts. Treffpunkt: Karl-Heinrichs-Ulrichs-Platz (Glockenbachviertel) Sonntag: 19.11.2017, 11 Uhr Teilnahmegebühr für Vereins-Mitglieder 5 Euro, für Nichtmitglieder 8 Euro.   Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Umtrunk im Paulaner Bräuhaus am Kapuziner Platz 8.   Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Helga Lauterbach Vorsitzende Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Bruderhofstr. 43 81371 München Fon/Fax: 089-723 55 27 info@floesser-kulturverein.de Werden Sie Mitglied im Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V.! Mehr Informationen

17. Münchner Wissenschaftstage 2017

Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH 17. Münchner Wissenschaftstage 25. bis 28. November 2017 „Zukunftspläne – Forschung, Gesellschaft, Mensch“ Wissen für alle +++ Spaß am Entdecken +++ vier ganze Tage zentrales Programm +++ Spitzenforscher präsentieren ihre Arbeit +++ leicht verständlich +++ unabhängig +++ Eintritt frei Wohin steuert unsere Welt? Können wir unsere Zukunft gestalten? Unter dem Motto „Zukunftspläne: Forschung, Gesellschaft, Mensch“ stellen die Münchner Wissenschaftstage dieses Jahr die aktuellsten Zukunftsthemen in den Fokus. Mehr als 300 Experten präsentieren ein kreatives und kritisches Forum für den Austausch zwischen Wissenschaftlern und Bürgern. Zentraler Veranstaltungsort ist die Alte Kongresshalle und das gegenüberliegende Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Vorträge In 29 Vorträgen gehen Spitzenwissenschaftler in der Alten Kongresshalle der Frage nach, was Wissenschaft und Technik künftig für unsere Gesellschaft leisten können. Unter anderem erörtern sie, welche Rolle künftig das Internet spielen wird, wie sich Cyberkriminalität bekämpfen lässt und ob es überhaupt noch Privatheit in einer digitalisierten Welt gibt. Sie erläutern, was Assistenzroboter alles leisten können und wie Drohnen unseren Alltag verändern …

Patrick Lange, Fahrradpendler

Geschäftsführer der Südkino Filmproduktion GmbH,  verheiratet, 1 Kind Herr Lange, was verbindet Sie mit der Isar? Vor ein paar Jahren bin ich von München mit meiner Familie aufs Land raus gezogen, nach Icking. Wir hatten das Gefühl, dass es an der Zeit war, und unsere Tochter sollte „draußen“ eingeschult werden. Ich bin in München geboren und hab dort in vielen Wohnungen gelebt, aber bei der Wahl des Viertels hab ich schon immer geschaut, dass ich nah an der Isar wohne. Das war mir als Bewegungsmensch schon immer ein wichtiges Kriterium. Es ist ja egal, in welche Richtung und wieviele Brücken man abläuft- das ergibt immer eine schöne Laufstrecke. Jetzt bin ich mit meiner Familie wieder an der Isar gelandet, nur eben ein Stück weiter flussaufwärts im Isartal. Das ist schon auch ein sehr schöner Abschnitt der Isar, und ich freu mich sehr, dort zu leben. Zum Glück hatte mir ein Freund, der ein ziemlich extremer Sportler und ein Berufs-Radlpendler ist, den Tipp gegeben, bei der Wahl des neuen Wohnorts zu berücksichtigen, dass ich den Radius …

Die Lange Nacht der Museen 2017

Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH So funktioniert Die Lange Nacht Samstag, 14. Oktober 2017 von 19 bis 2 Uhr in München Zum 19. Mal lädt am Samstag, den 14. Oktober 2017 „Die Lange Nacht der Münchner Museen“ zum nächtlichen Rundgang durch Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Technik. Von 19 bis 2 Uhr zeigen Museen, Sammlungen und Galerien ihre Schätze. Mit dabei sind gut 90 Häuser, darunter auch Kirchen, architektonische Highlights, Archive, Kunstprojekte und historische Orte. Durch sechs verschiedene, extra eingerichtete Bustouren der MVG werden die teilnehmenden Orte miteinander vernetzt und im 10-Minuten-Takt angefahren. Start- und Endhaltestelle ist der Odeonsplatz. Ein guter Knotenpunkt, aber kein Muss, der Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen möglich. Ob Neuling oder treuer Anhänger – wer zur Museumsnacht kommt, schätzt deren einmaliges Angebot und Flair. Zu sehen gibt es neben den laufenden Ausstellungen viele Sonderprogramme und jede Menge Attraktionen. Dabei präsentiert sich jedes Haus individuell und lädt zum Vorbeischauen und Kennenlernen ein. Am Nachmittag bieten von 14 bis 18 Uhr so viele Museen wie noch nie ein Kinderprogramm: Von der Antike …

Dr. Sebastian Hanfland, Geschäftsführer Landesfischereiverband Bayern

Begleitwort zur zweiten Ausgabe 2017: Interview: Welche frühen persönlichen Erinnerungen bringen Sie mit der Münchner Isar in Verbindung? In den 70ger Jahren war ich mit meinen Eltern oft an der südlichen Isar bei Grünwald, habe Kleinfischarten wie Elritzen und Schmerlen mit der Hand oder der Flasche gefangen und die Nasenschwärme bewundert. Später habe ich die großen Schulen von Äschen beim Steigen beobachtet – so nennt man es wenn Fische die Oberfläche beim Fressen durchbrechen. Es sah aus als ob es regnete. Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Zeit als Jugendlicher an der Isar beim Baden, an die Isarfeste am Flaucher und der Holzbrücke bei der Emmeramsmühle. Damals waren Lagerfeuer noch erlaubt. Es gab wesentlich mehr Fische, weniger Müll und kaum Glasscherben. Angeln durfte ich damals leider noch nicht in der Isar. Trotzdem hänge ich dieser Zeit zugegebener Maßen nach. Was reizt Sie am Fischen an der Isar? Fischen ist für mich kein bloßes Hobby sondern eine richtige Leidenschaft. Der Fischereiverein, der die Isar von Grünwald bis Erching bewirtschaftet, hatte stets großen Andrang. Auf einen …

Fischen in der Isar

Natürlich gibt es an der Isar längst keine Berufsfischer mehr, der Fluss wird von Fischereivereinen, in München seit über 50 Jahren vom Verein „Die Isarfischer e. V.”, „bewirtschaftet”. Das Vereinsgewässer reicht als städtische Isar von der südlichen Stadtgrenze bei Großhesselohe bis zum Oberföhringer Stauwehr und von dort als Mittlere Isar bis Dietersheim nördlich von Garching. Der Verein hat das Fischrecht von der Stadt München gepachtet und gibt jährlich an eine begrenzte Zahl von Mitgliedern Erlaubnisscheine aus. Um in München in der Isar zu fischen, muss man also drei Voraussetzungen erfüllen: Man muss einen allgemeinen Fischereischein besitzen (Prüfung!), Mitglied der Isarfischer sein und eine spezielle Lizenz für einen der beiden Isarabschnitte besitzen. Und nicht zu vergessen: Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich umweltbewusst zu verhalten. (Foto: Florian Moellers, Text: Peter Klimesch)

Grillen und Ballern am Flaucher

Liebe Isarfreunde, der Sommer ist im vollem Gange und damit auch die große Zeit an der Isar und mit der Isar. Seit der Beendigung der Renaturierung im Jahre 2011 ist die Isar der Hotspot in unserer Stadt. An jedem sonnigen Tag bevölkern Tausende von Erholungsuchenden und Feierlustigen die Isarufer. Allein schon die physische Anwesenheit hinterlässt Spuren: Verdichtung der Böden, niedergetrampelte Blumenwiesen, gestörte Ruhebereiche von Fischen und Landtieren… ..Ja, wir leben in einer Großstadt und da muß man Abstriche machen, werden jetzt viele denken und das stimmt natürlich. Großstädte brauchen Grünzonen, welche auch für die Menschen dort zugänglich sind. Der Bereich entlang der Isar ist eine solche Grünzone – aber gleichzeitig ist dieser Bereich auch ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Teilweise ist es auch als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) ausgewiesen, welches noch höhere Schutzanforderungen definiert. Glücklicherweise ist der Zugang und die Nutzung trotzdem erlaubt. Dafür sollten wir dankbar sein. Ein großer Teil der Isarbesucher (ca. 80%) weiß dies auch zu schätzen und verhält sich entsprechend. Leider denken nicht alle so. Geht man morgens gegen 6 Uhr, vor der Müllreinigung, …

Flusserlebnis Isar – der Name ist Programm!

Ein Beitrag von Staatsministerin Ulrike Scharf Kaum ein Fluss ist so eng mit der bayerischen Geschichte verbunden wie die Isar: Sie ist und bleibt der Fluss der Bayern. Seit jeher galt sie als reißend, wild und gefährlich. Kein Wunder, konnten doch ihre Hochwässer schnell und unerwartet Zerstörung und Leid über die Bevölkerung bringen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Isar daher vor allem zum Schutz vor Hochwasser, aber auch zur Land- und Energiegewinnung befestigt, begradigt, eingedämmt und letztlich in eine Kette von Stauseen gezwängt. Eine Entwicklung, die der Mensch damals als Ausdruck besonderer Modernität begriff. Heutzutage dagegen schätzt man natürliche Gewässerlandschaften. Uferwege und Auwäl-der bieten dem Menschen Erholung und Freizeitmöglichkeiten. Dem entspricht auch ein neues Verhältnis zur Isar: Nach jahrelangen Bemühungen zeigt sich die „Reißende“ heute an der Oberen und Mittleren Isar und durch den Isar-Plan auch in München vielfach renaturiert und durchgängig gestaltet. Bis 2021 soll die Isar vom Sylvensteinspeicher bis zur Mündung bei Deggendorf für Fische wieder durchwanderbar werden. Auch die Wasserqualität verbesserte sich in den letzten Jahren entscheidend. Ab 2000 …

Die Isar: Zu sauber?

Saubere Isar? „ … wäscht nicht nur sauber, sondern rein”, so lautete der Werbespruch für ein bekanntes Waschmittel. Auf die Isar angewendet: Ist ihr Wasser nur sauber oder auch rein? Dass das Wasser eines Flusses, der durch besiedeltes Gebiet geflossen ist, keine Trinkwasserqualität besitzen kann, leuchtet ein. Mit Güteklasse II gilt die Isar als „mäßig belastet” und ist damit zum Baden, nicht aber als Trinkwasser, bedenkenlos geeignet. Das wurde vor allem durch die technische Aufrüstung der Kläranlagen am Oberlauf durch UV-Desinfektion erreicht. Einer Steigerung der Wasserqualität stehen neben den Einschwemmungen aus der Landwirtschaft auch die Fäkalien der domestizierten Wasservögel entgegen. Dass man das meist kristallklare Wasser dennoch nicht als rein bezeichnen kann, liegt auch an dem unsichtbar gelösten Chemikalien-Cocktail aus Industrie und Haushalten – z.B. Medikamentenrückstände –, der unsere Kläranlagen ungefiltert passiert. Bei Messungen hat man allerdings nirgends gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen gefunden. Doch welchen Einfluss hat die Millionenstadt selbst auf das Isarwasser? Vielleicht sind Ihnen bei einem Spaziergang am Fluss schon einmal gemauerte Auslässe in der Uferböschung aufgefallen, denen oft unangenehme Gerüche nach Kanalisation entströmen. 23 …

Michael Kiefer, Pfarrer St. Maria Thalkirchen

St. Maria Thalkirchen in München   Was brachte Sie nach München? In unser schönes München hat mich unser Erzbischof Reinhard Kardinal Marx berufen. Vor 5 Jahren ist mir ein Wechsel meiner Pfarrstelle nahegelegt worden, so dass ich vom „schönsten Dorf“ Anger (laut König Ludwig von Bayern) in die schönste Kirche Münchens nach Maria Thalkirchen umgezogen bin.   Was verbinden Sie mit einem Fluss und was reizt Sie besonders an der Isar? Flusslandschaft ist immer lebendige Geschichte, die das gestern mit dem heute reizvoll verbindet. Trotz der 100 prozentigen Naturerfahrung von Fluss und Auen Landschaft inmitten der Stadt war und ist die Isar eine Lebensader, welche München entstehen und wachsen hat lassen und heute so lebenswert macht. Ich selber spüre das auf jeder Gassigeh Route mit meiner Hündin Elsa!   Lassen mehr Brücken und Unterführungen in München entlang des Flusses die Menschen enger zusammen wachsen? Brücken sind Pfeiler der Mobilität der Menschen. Im päpstlichen Titel PONTIFEX kommt die große Bedeutung eines Bruckenbauers zum Ausdruck. Gut, dass unsere Thalkirchner Brücke so konstruiert ist, dass die Fußgänger und …

Rasem Baban, Vorstand Münchener Tierpark Hellabrunn AG

Tierpark Hellabrunn, München, verheiratet, 3 Kinder Warum leben Sie in München und was verbindet Sie mit dem Fluss Isar? Ich war 12 Jahre im Leipziger Zoo und dort zuletzt als stellv. Direktor tätig und erhielt die einmalige Chance hier im Münchner Tierpark zu arbeiten und um ihn zukunftsorientiert zu verbessern. Im Besonderen die Haltungsrichtlinien der Tiere, unseren Bildungsauftrag und Erhaltung des Artenschutzes, sowie das Ausbauen der Naturoasen im Zoo. Entsprechen die Gehege noch den heutigen Vorgaben? Diese Verschärfen sich und wir müssen darauf reagieren. So konnten wir zum Beispiel unseren Asiatischen Elefanten das berühmte Elefantenhaus nach strengen Denkmalschutzrichtlinien nach originalen Vorlagen wieder zur Verfügung stellen. Neben meiner beruflichen Tätigkeit an der Isar, verbindet mich die Faszination eines wilden Flusses, der durch eine Millionenstadt rauscht. Die Renaturierung ist ein gutes Vorbild für viele andere Städte. Dies ist in Deutschland einmalig, so wirkt der Fluss nicht eingeengt und unaufdringlich im Stadtbild. Zudem ist die Strecke Kleinhesseloher Brücke bis zum Brückenwirt meine sonntägliche Laufstrecke und einer meiner Lieblingsplätze.   Wie wird das Wasser der Isar für den Tierpark …

Den richtigen Ökostrom erkennen

Mehr als sieben Millionen Deutsche beziehen Ökostrom, und fast jeder Energieversorger bietet mittlerweile einen eigenen Ökostrom-Tarif an. Im Schnitt kann jeder Bundesbürger zwischen rund 100 Anbietern von vermeintlich grünem Strom wählen. Doch nicht jeder Tarif leistet einen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt. Woran erkennt man also einen „guten“ Ökostromtarif? Wer bekommt mein Geld? Die allermeisten Stromanbieter bieten ihren Kunden nicht nur grünen, sondern auch konventionellen Strom an. Das trifft nicht nur auf die großen Energiekonzerne zu, sondern auch auf Stadtwerke und Discountanbieter. Manche Versorger haben außerdem Anteile an Kohle- oder Atomkraftwerken und verdienen damit am alten System der klima- und umweltschädlichen Energieerzeugung mit. Wer das nicht unterstützen möchte, sollte einen unabhängigen Anbieter wählen, der ausschließlich auf Erneuerbaren Energien setzt und unabhängig von den Atom- und Kohlekonzernen ist. Ökostrom aus Kohle? Zusätzlich zu der Frage, welche Art Anbieter – und somit welche energiepolitische Vision – der Kunde über seine Stromrechnung unterstützen möchte, gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Zwar kommt aus der Steckdose immer der gleiche Strom – nämlich der des nächstgelegenen Kraftwerks – dennoch ist …

Die Flößer kommen

Eine Führung mit Helga Lauterbach Es zählt zu den Attraktionen der Stadt, wenn sich von Mai bis September Münchens einzige Floßlände wieder mit Leben füllt. Waren es früher vor allem Transportflöße die hier anlegten, so sind es heute die beliebten Ausflugsflöße, die magisch Münchner und Touristen gleichermaßen in ihren Bann ziehen. Das Einfahren der Flöße im Floßkanal, das Anländen, wie der allgemeine Ländbetrieb, das spektakuläre Zerlegen der 18 m langen Flöße mittels Kran und Greiferzange sowie das Aufladen der Floßstämme auf die Langholztransporter zum Rücktransport nach Wolfratshausen zeugen höchst lebendig vom jahrhundertealten Handwerk der Flößerei. Mehr über die Geschichte der Flößerei und die Bedeutung der Isar als Wasserstraße wird auf der Führung vermittelt, die von der Floßlände zum Isar-Werkkanal bis zur offenen Isar und weiter zum Flößerdenkmal in Hinterbrühl führt. Dauer der Führung ca. 2 Stunden In der ehemaligen Flößergaststätte Hinterbrühl besteht die Möglichkeit zur Einkehr und zur Teilnahme am geselligen Mitgliederstammtisch des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V. Seit 2014 ist die Flößerei als immaterielles Kulturerbe in die Liste der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. aufgenommen mit dem Logo …

Die Lange Nacht der Musik 2017

Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH EINE STADT – EINE NACHT – DIE MUSIKNACHT 400 KONZERTE von 20 bis 3 Uhr in München Am 6. Mai feiert München zum 18. Mal: Die Lange Nacht der Musik Das Besondere an der Langen Nacht: so vielfältig wie die etwa 100 teilnehmenden Spielorte sind auch die Spielarten der Musik. Mit dabei sind große Konzerthäuser, kleine Musikbühnen und Kneipen, Restaurants, Tanzschulen, Clubs, Kirchen und Hotels aber auch Einrichtungen wie die GEMA oder die ZAV Künstlervermittlung der Agentur für Arbeit München. Geboten werden Klassik, Rock, Pop, Jazz, Swing, Salsa, Tango, Funk & Soul, traditionelle und moderne Volksmusik sowie Tanzkurse, Führungen und Performances – alles live. Bleibt noch die Frage, wie man in der Langen Nacht mobil bleibt: Die Spielstätten sind miteinander vernetzt und werden auf vier verschiedenen Touren (Zentrum, Schwabing, Ost, Südwest) von Shuttlebussen der MVG angefahren. Das Ticket kostet 15 € und gilt als Eintrittskarte für alle beteiligten Häuser sowie als Fahrkarte für die Sonderbusse. Eine fest vorgegebene Route gibt es nicht – jeder kann sich seinen eigenen Konzertplan zusammenstellen, …

Bilder aus der alten Au

Bücher von Peter Klimesch Von Peter Klimesch sind zwei Bücher über die Münchner Au mit Schwerpunkt Nockherstraße erschienen: Drunt in der grünen Au. Die Nockherstraße im Wandel der Zeit. 188 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. 19,80 €. Bilder aus der Alten Au. Nockherber. Nockherstraße. Kolumbusplatz. 140 Seiten mit 62 ganzseitigen Abbildungen. Preis: 17,80 €. Beide Bücher sind über den Buchhandel, aber auch beim Autor direkt portofrei zu beziehen: P.Klimesch(at)gmx.de

Dringend sucht der Flößer-Kulturverein

Wer kann Hilfe leisten? Das bisherige Vereinsdepot wird in Bälde geschlossen. Der Verein sucht deshalb dringend nach einem neuen trockenen und absperrbaren Raum für seinen Fundus. KONTAKT: Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Vorsitzende Helga Lauterbach, Autorin Bruderhofstraße 43 81371 München www.floesser-kulturverein.de E-Mail schreiben

Sandra Lohrey, Hebamme, MSc

Hebamme im Geburtshaus München, 1 Kind, verheiratet   Frau Lohrey, kommen Sie immer pünktlich zu den Hausgeburten oder bräuchte eine Hebamme mehr Brücken über die Isar? Ja, es gibt immer wieder mal die eine oder andere Situation wo ein Kind so schnell kommt, dass ich es als Hebamme nicht rechtzeitig zur Hausgeburt schaffe. Meistens sind das Frauen mit dem zweiten oder dritten Kind. Dann wünschte ich mir zwar keine zusätzliche Brücke, (mir) aber ein Blaulicht… um schneller durch den Münchner Stadtverkehr zu kommen.   Kann man ohne elektrischen Strom Kinder auf die Welt bringen? Ja natürlich! Für die wirklich wesentlichen Dinge im Leben braucht man ja Gott sei Dank noch keinen Strom! Kinder können wunderbar z.B. bei Kerzenschein gezeugt werden. Zum Gebären brauchen Frauen keinen Strom sondern gute Begleitung und eine ruhige geschützte Umgebung. (Beim Sterben ist es vermutlich ganz ähnlich.)   Welchen Ort an der Isar haben Sie auf eine besondere Art und Weise erlebt? Vor einigen Jahren bin ich mit dem Mountainbike mal an die Isarquelle geradelt… um mal zu schauen wo das …

Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl, Wissenschaftler

Generaldirektor Deutsches Museum und Oskar von Miller Lehrstuhl für Wissenschaftskommunikation School of Education und Physik Department, TU München   Herr Prof. Heckl, was verbindet sie nach so vielen Jahren in München mit dem Fluss Isar im Zentrum der Landeshauptstadt von Bayern? Ich habe hier auf der Museumsinsel den schönsten Arbeitsplatz der Welt. Ich darf arbeiten inmitten der Isar, an einem so großartigen Ort. Und aus dem Fenster meines Büros kann ich auf die nur maßvoll gezähmte Isar schauen – samt Bäumen und dem Bieber, der dort lebt. Vor zwölf Jahren hat mich meine Berufung zum Generaldirektor des Deutschen Museums auf diese Insel naturwissenschaftlich-technischer Kultur gebracht. 1978 war ich schon aus meiner oberpfälzischen Heimat Parsberg zum Studium der Physik an die TUM gekommen. Jahrelang bin ich mit dem Rad den schönen Isarweg von der Studentenstadt Freimann zum Studium und zur Promotion nach Garching gefahren. Für das Deutsche Museum spielt die Isar natürlich auch eine große Rolle. Wir möchten die Museumsinsel für die Münchner stärker öffnen – nicht nur für die Museumsbesucher, sondern für alle Menschen. Ein …

Markus Stangl, Bildhauer

freischaffender Künstler, in Grünwald, wild verheiratet, 2 Kinder Herr Stangl, Sie kennen die Isar ja schon seit Ihrer Studienzeit. Hat die Renaturierung den Lebensraum Isar verbessert? Die vielgepriesene Renaturierung der Isar betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Mich stört vor allem das Scheinheilige daran. Wenn man einen Fluss hat, der keine 100 km von seinem Quellgebiet weg ist, dann sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Wasserqualität zum Baden geeignet ist. Da sollte man doch eher kleinlaut sein, und sich genieren dafür, dass es jemals anders war. Und dann bedeutet die Renaturierung auch, dass der Fluss genauso kommerziell genutzt wird wie immer schon, nur diesmal touristisch. Und auch diese Nutzung wird der Fluss leider nicht unbeschadet überstehen. Und als im Frühjahr 2015 mit den heftigen Stürmen sich die Natur ihre eigenen Gedanken zur „Landschaftsgestaltung“ machte, war ich damit natürlich auch nicht einverstanden….   Wie wichtig ist Ihnen und Ihrer Familie die Isar. Sie wohnen ja in unmittelbarer Nähe. Verbringt Ihr viel Zeit an der Isar? Ich persönlich mag Wasser, und könnte mir auch nicht vorstellen an einem Ort zu …

Die Bäckermühle

Vergessene Wasserkraft: Wo heute der Mittlere Ring den Auer Mühlbach überquert, unter dem legendären Giesinger Stadion, stand die älteste Mühle im Raum München. Sie war eine von mindestens sieben Mühlen am Auer Mühlbach, von denen heute keine mehr als Mühle in Betrieb ist. Bereits für das Jahr 957 nachgewiesen, wurde sie Anfang des 16. Jahrhunderts nach ihrem Besitzer Schrafnagel-Mühle genannt. Nach mehreren Besitzerwechseln und einem Umbau Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie nach der Tivoli-Mühle im Englischen Garten als „Bavaria-Kunstmühle” zur zweitgrößten Getreidemühle in München. Ende der 1960er Jahre wurde das Mühlengebäude mit einem erst 1937/38 errichteten Siloturm abgerissen. An seiner Stelle steht heute am Rande des Candidplatzes ein abweisender dunkler Gebäudekomplex. An Stelle des alten Turbinenhauses errichtete nach langen Auseinandersetzungen mit der Stadt der KFZ-Meister Günter Tremmel 1987/88 ein Kleinkraftwerk mit zwei Turbinen, die ca. 1,3 Millionen Kilowattstunden liefern.

Isarwerk 3

Strom durch Wasserkraft – München/Sendling: Etwa auf Höhe von Werk 2  zweigte seit eh und je der Große Stadtbach, der das gesamte Netz der Stadtbäche mit Wasser versorgte, von der Isar ab. Die städtische Kanalisation hatte inzwischen die Stadtbäche und damit auch den Großen Stadtbach weitgehend überflüssig gemacht. Man nutzte ihn jetzt als Verlängerung des Werkkanals. An diesem errichtete man an der Isartalstraße kurz vor der Braunauer Eisenbahnbrücke das Isarwerk 3. Unmittelbar dahinter ergießt sich der Großteil des Wassers in die Isar und nur ein kleiner Teil versorgt als Westermühlbach die Reste der einstigen Stadtbäche. Bleibt noch nachzutragen, dass alle drei Kraftwerke in ihrer äußeren Gestalt dem Denkmalschutz unterliegen, aber technisch aufs modernste aufgerüstet sind.

Isarwerk 2

Das Wasserkraftwerk am Flaucher: Für den gleichzeitigen Bau der nächsten beiden Kraftwerke von 1921 bis 1923 musste man den Werkkanal  noch einmal verlängern. Wenn man sich auf der Straße „Am Isarkanal” an diesem Kanal entlang von der Thalkirchener Brücke zum Flaucher begibt, kommt man an zwei Kliniken und schließlich am Isarwerk 2 vorbei. Geht man anschließend über die Schinderbrücke, so gelangt man am Schinderstadl vorbei zum Flauchersteg. Dort schießt bei Hochwasser vom höher gelegenen Werkkanal über einen Auslass Wasser sturzbachartig in den darunter befindlichen Gumpen und hüllt den Spaziergänger in eine Wolke feinster Nebeltröpfchen.

Isarwerk 1

Wasserkraft an der Isar in Thalkirchen: Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden an einem künstlich angelegten Seitenkanal der Isar zwischen Buchenhain und der Großhesseloher Brücke zwei private Wasserkraftwerke betrieben. Als wenige Jahre später auch die Stadt München weiter flussabwärts ein solches Kraftwerk plante, wurde in den Jahren 1906-1908 der Kanal nach Norden bis Thalkirchen verlängert. Das Kraftwerk erhielt den Namen Isarwerk 1. Geht man am Ende des Tierparks über den Marienklausensteg in Richtung Floßlände, so hat man von der sich anschließenden Brückenschleuse über den Werkkanal einen schönen Blick auf dieses frühe Industriedenkmal.

Die Kraemer’sche Kunstmühle

Das Wasserkraftwerk der Kraemer’schen Kunstmühle: www.kraemermuehle.com Energie aus dem Auer Mühlbach Vor über 300 Jahren begann die enge Beziehung zwischen dem Auer Mühlbach und der Kraemer’schen Kunstmühle in Untergiesing. Schon 1701 wurde an dieser Stelle eine Papiermühle errichtet, um die Energie des bestehenden kleinen Gefälles zu nutzen. Carl Jakob Kraemer erwarb 1863 diesen Betrieb und baute ihn zu einer Getreidemühle um. Grundstück und Gebäude befinden sich somit seit fünf Generationen im Besitz der Familie Kraemer. Nach der Stilllegung im Jahre 2007 und dem folgenden Umbau werden die Gebäude heute unter anderem an Werbeagenturen, einen Kindergarten, Architekten, Fotografen, Ingenieure und an eine Kaffeerösterei vermietet. Zu den Öffnungszeiten des Caffé Fausto kann man durch eine Glasscheibe hindurch immer noch die Wasserkraftanlage besichtigen. Im Wasser nimmt eine im Jahre 1949 eingebaute Voith-Turbine der Bauart „Francis“ die Kraft der 10.000 Liter Wasser auf, die in jeder Sekunde durch den Bach rauschen. Das nicht benötigte Wasser läuft durch einen Leerschuss. Früher wurden die Maschinen der Mühle direkt über die sogenannten Transmissionen angetrieben. Dies waren große Schwungräder, die durch lange Lederriemen …

Der Bau des Praterkraftwerkes

Praterkraftwerk – Ökostrom aus dem Herzen Münchens www.greencity-energy.de Seit jeher ist die Isar eine Lebensader für München und seine Bürger, sei es zur Energieversorgung oder zur Erholung. Zudem wäre München ohne die Isar vermutlich gar nicht entstanden, basiert die Stadtgründung doch auf einem Kloster, das nicht zuletzt für das Brauwesen auf das frische Wasser angewiesen war, sowie einer Zollbrücke an der durchlaufenden Salzstraße. Durch die Isar verfügt München außerdem über ein hohes Wasserkraftpotenzial, das seit dem frühen 20. Jahrhundert genutzt wird. Zukunftsforscher sagen eine zunehmende Urbanisierung voraus, die bereits begonnen hat. Das bedeutet, gerade Städte werden mehr und mehr Energie benötigen, die vor Ort gewonnen und zukünftig im Rahmen der Sektorenkopplung auch mehr und mehr lokal genutzt werden wird. Das heißt auch, Energiegewinnung wird noch kleinteiliger und dezentraler werden und gerade in urbanen Räumen müssen alle vorhandenen Potenziale zur umweltfreundlichen Energiegewinnung wahrgenommen und effizient umgesetzt werden. In dem Gefälle der Isar-Kaskaden auf Höhe der Münchner Schwindinsel schlummerte dieses Potenzial, bis es 2010 mit der Inbetriebnahme des Praterkraftwerks gehoben wurde. Und das Konzept von Green City …

Die Feuerwerksinsel

Text: Peter Klimesch Foto: Stephan Paul Stuemer Nur Wenige können heute mit der Bezeichnung „Feuerwerksinsel” etwas anfangen. Wo soll diese Insel sein, und warum heißt sie so? Die Erklärung liefert uns Michael Georg Conrad in seinem Roman „Was die Isar rauscht” von 1888. Er erwähnt dort namentlich einen gewissen Heinrich Burg, der tatsächlich im Stadtadressbuch von 1884/85 verzeichnet ist. Er wird dort als Pyrotechniker ausgewiesen und lebt im selben Haus wie Conrad in der damaligen Quaistraße – seit 1888 Teil der Steinsdorfstraße. Conrad lässt ihn von seiner Wohnung auf die Insel gehen, „um in geheimnisvollen, zwischen Büschen versteckten Laboratorien in Gestalt von alten, verwitterten Bretterhäuschen seiner pyrotechnischen Zauberkunst zu obliegen…” Das Hauptgeschäft, die „Privilegierte Kunst-Feuerwerkerei Heinrich Burg” befand sich in der Balanstraße. Auf dem menschenleeren Gelände der Feuerwerksinsel, dem südlichen Zipfel der heutigen Praterinsel, veranstaltete Heinrich Burg seine manchmal sicher spektakulären Versuche, die der Insel ihren Namen einbrachten. Die Feuerwerksinsel war mit einem begehbaren Wehr zwischen Großer und Kleiner Isar mit der Praterinsel verbunden. Das Wehr und die Stege wurden 1888 abgerissen, der Zwischenraum mit …

Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt der LH München

Begleitwort zur ersten Ausgabe 2017: Interview: Frau Jacobs, was finden Sie besonders toll an der Isar und ihrem Lebensraum? Haben Sie einen Lieblingsplatz? Mich fasziniert der Gegensatz der innerstädtischen Isar mit ihrem urbanen Flair und dem renaturierten südlichen Teil der Isar mit seinen Inseln, Kiesbänken und Auwäldern. Der Aufenthalt an der Isar, sei es zu Fuß oder mit dem Fahrrad, bietet einen sehr hohen Erholungswert und das mitten in der Stadt! Die Isar stellt ein Aushängeschild für München dar, das es zu schützen und zu bewahren gilt. Was wurde für München durch die Isarrenaturierung erreicht? Die Ziele des Isar-Plans waren der Schutz vor Hochwasser, die naturnahe Gestaltung der Flusslandschaft und mehr Qualität für Freizeit und Erholung, also die Verbesserung der Erlebbarkeit des Flusses. Diese sich nur scheinbar widersprechenden Ziele wurden hervorragend erreicht. Einerseits verbesserten sich die Lebensbedingungen und Vielfalt der isartypischen Tier und Pflanzenwelt durch den neuen Strukturreichtum. Andererseits ist die Isar für die Besucherinnen und Besucher sehr attraktiv geworden. Zudem ist München vor einem statistisch einmal in hundert Jahren vorkommendes Hochwasserereignis geschützt. Wie lassen …

Die Isar zwischen eisiger Landschaft und warmer Beleuchtung

Die St. Lukas Kirche an der Isar in München gegenüber dem Wehrsteg Die Erbauung dieses „Domes der Protestanten” war im katholischen München Ende des 19. Jahrhunderts keine Selbstverständlichkeit, wie der vergessene Schriftsteller Michael Georg Conrad in seinem realitätsnahen Roman „Die klugen Jungfrauen” von 1889 einen Kommerzienrat zitiert: „Die Stadt hat diesen Platz den Protestanten zur Erbauung einer dritten Ketzerkirche zugesprochen. Ein Baukonsortium … will ihn zur Abrundung der eigenen Bauplätze. Natürlich geben die Protestanten nicht nach. … Der Magistrat zögert, es mit den Ketzern zu verderben und seine Zusage zurückzuziehen. Wissen Sie, der nächsten Wahlen wegen, wo wir die konservativen Protestanten brauchen.” Und heute wird die Kirche nachts sogar farbig angestrahlt. So ändern sich die Zeiten…

Pariser Flair in München: Der Kabelsteg über die Isar

Dem eleganten Kabelsteg, 1898 erbaut und deutlich vom Jugendstil geprägt, sieht man nicht an, dass er für einen ganz prosaischen Zweck errichtet wurde. Es diente nämlich dazu, Stromkabel von Münchens erstem Kraftwerk, dem Muffatwerk auf der Kalkofeninsel, in die Stadt überzuleiten, wo der Strom für die eben einsetzende elektrische Straßenbeleuchtung und die elektrischen Straßenbahnen gebraucht wurde. Heute bildet er – beleuchtet durch moderne Straßenlaternen – zusammen mit der Mariannenbrücke einen beliebten Fußgängerübergang über die beiden Isararme.

Unterführung Karl-Müller-Weg unter der Ludwigsbrücke

Müller´sches Volksbad und Muffathalle stehen auf einer Halbinsel zwischen Kleiner Isar und Auer Mühlbach. Weil sich hier im 19. Jahrhundert ein städtischer Kalkofen befand, heißt sie noch heute Kalkofeninsel. Erschlossen wird sie durch den Karl-Müller-Weg, benannt nach dem Ingenieur Karl Müller, der den Bau des Volksbades durch eine Schenkung ermöglichte. Der Weg endet im Süden an einer Unterführung unter der äußeren Ludwigsbrücke. Hinter Graffiti links vom Tunneleingang verbirgt sich eine Tür, die einst in eine öffentliche Toilettenanlage führte. Demnächst soll hier eine Kneipe eröffnet werden. Auf der anderen Seite des Tunnels erwartet einen die Bronzeskulptur eines Mädchens, das träumerisch in den Himmel schaut und darüber nachdenkt, ob eine Toilette nicht wichtiger wäre.

Vater-Rhein-Brunnen

Rund um den Vater-Rhein-Brunnen, den die Straßburger nach dem ersten Weltkrieg nach München auf eine Isarinsel abgeschoben haben, genießt man im Winter Ruhe und Beschaulichkeit. Im Sommer wird dieser nördliche Teil der Museumsinsel zum so genannten „Kulturstrand”, einer Partyzone, um deren Gestaltung und gastronomische Nutzung verschiedene Betreiber streiten.

Auf der Insel

Auf einem Wehrsteg mit zehn Schleusentoren zwischen den beiden Isararmen gelangt man von der Praterinsel unter überhängenden Kastanien auf einer Promenade an der Großen Isar auf die Museumsinsel. Auch wenn keine Ruderboote mehr hier auf dem aufgestauten Fluss schaukeln wie im 19. Jahrhundert – für Romantik sorgen auch heute noch ein gusseisernes Geländer aus vergangenen Zeiten und die Lichtreflexe der Straßenlaternen von Steinsdorfstraße und innerer Ludwigsbrücke. Bei einem abendlichen Winterspaziergang, wenn der „Kulturstrand” Pause macht, könnte man leicht vergessen, dass man nur wenige hundert Meter vom Zentrum einer Millionenstadt entfernt ist.

Christina Oberle, Hebamme, MSc

Hebamme und Mutter von 2 Kindern, www.hebamme-oberle.de   Frau Oberle, was brachte Sie nach München? Ich bin vor zehn Jahren für die Ausbildung zur Hebamme nach München gekommen, um an eine der ältesten Hebammenschulen Deutschlands in der Maistraße den Beruf zu lernen. Dann bin ich durch Familie, Freunde und Beruf hier geblieben. Wo ist es aus Ihrer Sicht besonders schön an der Isar? Besonders gut gefällt mir der Tiergarten Hellabrunn, den ich regelmäßig mit meinen Kindern besuche. Mit der Jahreskarte kann man zu jeder Jahreszeit auch mal auf einen kurzen Sprung vorbei schauen und neben den Tieren auch mal den Spielplatz nutzen. Da wir mit Blick auf den Flaucher wohnen, schöner kann man in München gar nicht wohnen, genieße ich das Gefühl in die Natur zu schauen und gleichzeitig bin ich doch zentral in München. Wie sehen Sie die Entwicklung in München, hinsichtlich der Kinderbetreuung und den Freizeitmöglichkeiten für Kinder? Ich finde es, wie alle Familien, sehr schwierig, die passende Kinderbetreuung zu bekommen, es ist immer ein zittern und bangen um jeden neuen Platz. Ich …

3. MünchnerStiftungsFrühling vom 24.-30. März 2017

München geht stiften. Beim dritten MünchnerStiftungsFrühling (MSF) können Bürger entdecken, wo überall in München Stiftungen Gutes ermöglichen. Sei es Bildung oder Soziales, Kunst oder Kultur, Wissenschaft, Gesundheit oder Sport, Umwelt oder Internationales – Stiftungen betreffen den Alltag jedes Einzelnen, und doch wissen viele immer noch wenig darüber. Das Konzept Was genau macht eine Stiftung eigentlich? Mit welchen Themen befasst sie sich, und wo kann ich mich einbringen? Wie gründet man eine Stiftung? Macht Zustiften Sinn? Diesen und anderen Fragen wird der MünchnerStiftungsFrühling auf den Grund gehen und lädt die Bürger dazu ein, die Stiftungen mit Sitz oder Aktivitäten in München genauer kennenzulernen und so die Vielfalt der Stiftungslandschaft zu entdecken. Die HypoVereinsbank als Hauptsponsor in Kooperation mit Rödl & Partner unterstützt ein Programm, bei dem sich über 130 Stiftungen und stiftungsnahe Partner dem Publikum präsentieren und dabei Rede und Antwort stehen. Sowohl die Landeshauptstadt München mit OB Dieter Reiter als Schirmherren als auch der Freistaat Bayern mit Sozialministerin Emilia Müller fördern die Publikumsveranstaltung. Zentraler Auftakt in der BMW Welt Die Veranstaltungswoche startet mit einem zentralen Auftakt …

Schnauze, Schmäh und Schmonzes

Unter diesem Motto lädt der Flößer-Kulturverein Thalkirchen e.V. ein in den Barocksaal im Asam-Schlössl zu einer satirischen Lesung bei Birgit Netzle, am Faschingssonntag, den 26.2.2017, um 17.00 Uhr. Mit „Schnauze“ ist natürlich die Berliner Schnauze gemeint, der „Schmäh“ ist in Wien zu Hause und „Schmonzes“ ist eine besondere Art des jüdischen Humors. Das Ganze sollte allerdings unbedingt ernst genommen werden. Obgleich in satirisch-humoristischer Form dargeboten, werden die Zuhörer um einiges reicher an wertvollen Ratschlägen und nützlichen Hinweisen von hinnen schreiten, um somit gegen die Fährnisse und den Unbill der letzten zwei Faschingstage gerüstet bzw. geschützt zu sein. Denn wer wüsste nicht schon lange gerne mehr über das korrekte Verhalten im Öffentlichen Personen-Nahverkehr, oder die beste Methode, für die nächsten Wahlen die richtige Partei zu finden? Ob eine Frau ein NAVI ersetzen kann? Wie ich Sprachbarrieren überwinden kann? Wer oder was bei Haarausfall hilft? Wie man einen Dackel zufrieden stellen kann? Wo die Grenzen der persönlichen Eitelkeit zu suchen bzw. zu finden sind? Fragen über Fragen, und alle werden beantwortet. Wie auch immer. Und zwar von …

Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V.

Unterwegs zum Flößermuseum in München Mit hohen Besucherzahlen konnte vor kurzem der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. seine Ausstellung „Vom Wasser auf die Straße“ beenden. In Zusammenarbeit mit dem Bezirk Oberbayern präsentierte der Verein im Maierhof, in Benediktbeuern, die Umbruchszeit der Flößerei mit ihren Folgen für das Flößerhandwerk. Der Ausstellungskatalog, herausgegeben vom Flößer-Kulturverein ist erschienen im Franz Schiermeier Verlag. Schon seit seinem Gründungsjahr 2013 macht der Flößer-Kulturverein die Öffentlichkeit auf die gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Rolle der Flößerei aufmerksam. Bereits im Jahr 1310 hatte München eine feste Lände, zu der die aus dem Oberland ankommenden Flöße Baumaterialien und Warengüter brachten. Ohne das Floßtransportwesen auf der Isar wären die Städte entlang des Flusses wohl weniger schnell gewachsen, da Straßenstrukturen noch nicht vorhanden waren. Die Münchner Floßmeister erhielten schon im 14. Jahrhundert das Monopol, Güter aller Art weiter isarabwärts in den Donauraum zu befördern. Auch die ersten Sicherheitsbestimmungen zur Beförderung von Passagieren wurden erlassen. Arbeit des Flößer-Kulturvereins Als oberste Aufgabe hat sich der Flößer-Kulturverein die Vorbereitung zur Gründung eines Flößermuseums für München als Ziel gesetzt und in seiner Satzung verankert. Der Museumsstandort sollte …

Friedensengel

„Keine Sorge” scheint der Friedensengel in der Unterführung der Prinzregentenbrücke (Luitpoldbrücke) zu sagen, „am Ende des Dunkels siehst du zwar noch kein Licht, aber schon bald erhellen wieder Laternen einen besonders schönen Wegabschnitt durch die Maximiliansanlagen, vorbei am düsteren Achtersee, auf dem sich tagsüber immer einige exotische Mandarinenten tummeln. Vorher kannst du dir noch wie in einer Galerie beleuchtete Graffiti ansehen.” (Foto: © 24.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.) — Im Netz gefunden:

Gasteig München

Der Gasteig ist Münchens großes Kultur-, Bildungs- und Tagungszentrum. Er beherbergt die Münchner Philharmoniker, die Münchner Volkshochschule, die Münchner Stadtbibliothek und die staatliche Hochschule für Musik und Theater München. Ferner bietet er Privatveranstaltern Räume für Konzerte, Theater, Filmvorführungen, Kongresse u. v. m. Mit seinen mehr als 1.700 Veranstaltungen im Jahr zieht der Gasteig täglich an die 6.000 Besucherinnen und Besuchern an. Die Gasteig München GmbH als eine „Tochter“ der Landeshauptstadt München ist Hauptmieterin des Gasteig. www.gasteig.de

Texturgradient – Thalkirchner Brücke

Was durch die beiden Laternenreihen auf den ersten Blick an eine Einflugschneise erinnert, ist die Thalkirchner Brücke, auf der an Wochenenden Besucherscharen vom U-Bahnhof Thalkirchen zum Tierpark strömen. Nachts ist sie meist menschenleer, was dem Fotografen die nötige lange Belichtungszeit ermöglichte. Die bis auf die Verbindungsteile ganz aus Holz gefertigte Brücke, ein echtes Unikat, ersetzt seit 1991 einen älteren Brückenbau. (Foto: © 09.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Dr. Martin Werner, Wissenschaftler

Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Informatik, Familienvater zweier Kinder Warum leben Sie in München? Die Stadt München ist sympatisch, groß genug und doch keine anonyme Großstadt. München bietet einen hohen Freizeitwert und alle möglichen Angebote, die sonst nur in anonymen Großstädten zu finden sind. Außerdem bietet München auf engem Raum eine Vielzahl an Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Was bietet Ihnen München? Die Stadt München ist ein idealer Standort für Forschung und Entwicklung im Umfeld der Digitalisierung. Namhafte Firmen wie Allianz, BMW, Google, Siemens, Nokia Solutions, Giesecke & Devrient, Brainloop, Bosch und viele andere sind in München präsent und mit ihren zwei Universitäten und dem Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B) findet sich ein ideales Umfeld für die Forschung in der Data Science. Wie sehen Sie die Entwicklung in München hinsichtlich der Studienbedingungen? München bietet für Studenten sehr gute Studienbedingungen. Allerdings wird es mehr und mehr zu einem Problem für Studenten, eine Wohnung im Großraum München zu finden und zu finanzieren. Damit ergibt sich leider ein Trend, das mehr und mehr Studenten neben der Universität …

Christoph Bergmann, Bildhauer

freischaffender Künstler, in München, 1 Kind Was brachte Sie in die Hauptstadt Bayerns? Nach München kam ich 1984, um an der Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei zu studieren. Neben dem guten Ruf der Akademie hat mich natürlich auch die Stadt an sich mit all den Museen und ihre Nähe zu den Alpen gereizt, um diversen sportlichen Aktivitäten wie Radfahren, Windsurfen, Bergwandern und vor allem auch Drachenfliegen nachzugehen. Zum Studium kamen dann noch 6 Jahre als Assistent dazu und somit war ich dann wohl schon ein Wahl-Münchner. Welche Verbindungen haben Sie zur Isar? Mit der Isar bin ich zum Einen familiär verbunden – meine Frau kommt aus Bad Tölz, zum Anderen auch sportlich, als Mitglied des Isarwinkler Drachenfliegerclubs. Aber auch künstlerisch gibt es da eine Verbindung: Mein Professor Eduardo Paolozzi war wie ich ein großer Fan des Deutschen Museums. Gerne erinnere ich mich an unsere meist samstäglichen Besuche, die mit ein paar Bahnen im Müller´schen Volksbad begannen, dann ging es zum Frühstück ins Cafe Stör, auf dem Weg zum Museum wurden von der Brücke aus noch …

Das Fotoprojekt ISAR SICHT

Seit dem Jahr 2014 zieht es Stephan Paul Stuemer mit seiner Kamera immer wieder an die Isar auf ihrem Weg durch München. Vom Flaucher bis zum Englischen Garten, flussauf- und -abwärts, ist der Künstler mit dem Fahrrad auf Motivsuche und fotografiert Momente des Lebens und der Umgebung am Fluss. Das Fahrrad dient Stuemer dabei nicht nur als flexibles Fortbewegungsmittel, sondern auch als vielseitig einsetzbares Stativ. Eine kleine Schraubzwinge ermöglicht Kamera-Positionen auf dem Sattel, am Reifen, an der Querstange oder am Kindersitz – und damit ganz neue, interessante Blickwinkel. Langzeitbelichtungen von 30 Sekunden der Abend- und Nachtaufnahmen verleihen den Bildern eine besondere Ästhetik. Die 50 in der Ausstellung im Gasteig München 2015/2016 erstmalig gezeigten Fotografien nehmen nicht nur die Isar selbst in den Blick, sondern auch ihre architektonische Umgebung: Brücken, Tunnel, Gebäude und besondere Orte am Fluss. Stephan Paul Stuemer zeigt seine persönliche ISAR SICHT – von Frühling bis Winter, vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Mit seinen Fotografien schafft er ein stimmungsvolles Porträt der Isar und dokumentiert nebenbei auch den Wandel, der sich …

Dr. Oliver Spuhler, Rechtsanwalt

Wirtschaftsjurist und Managing Partner von LS-IP Loth & Spuhler Intellectual Property Law, München, 5 Kinder, verheiratet Herr Dr. Spuhler, was reizt Sie an Münchens Hauptfluss besonders? Als passionierter Sportler wähle ich gerne das Fahrrad als Fortbewegungsmittel stadteinwärts, auch weil mich der Radweg am Isar-Hochufer von den üblichen motorisierten Verkehrswegen fernhält. Auf dem Rückweg laden einige typisch bayerische Biergärten zu einem Radler ein. Die Renaturierung, der naturnahe Rückbau der innerstädtischen Isar, ist einzigartig. Sie ist nun wieder ein Naturerlebnis, welches zu Hochwasserzeiten auch durchaus gefährlich sein kann. Die Natur setzt uns unsere Grenzen und wir verstehen Stück für Stück, wie wichtig der Umgang mit unserem Flusslauf ist. Im Gegensatz zu anderen Großstädten, in denen man häufig betonierte Terrassen und Promenaden an See- und Flussufern vorfindet, genießen wir hier in München entlang der Isar ein besonderes Privileg, nämlich einen freizugänglichen Fluss mit landschaftlichem Charakter. Was ist Ihrer Meinung nach besonders schützenswert? Genau dieses Privileg sollten wir selbstverständlich verinnerlichen und auch räumlich weiter ausbauen. So können auch die nachfolgenden Generationen dieses grüne Band, das sich durch die Stadt …

Mia Winter, Architektin

m8 Architekten München, verheiratet, 4 Kinder Was verbinden Sie mit der Isar? Die Sehnsucht nach Natur, Wildheit und Ungeplantem im Gegensatz zum stakkatoartig durchgeplanten jeden Tag wieder und die Sicherheit, dass unsere Isar in mehr oder weniger geregelten Bahnen fließt. Hatten Sie schon mal ein berufliches Projekt, in der die Isar eine Rolle spielte? Beruflich verbinde ich mit München und der Isar: IsarPalais, IsarResidenz, Isar you can´t effort it anymore. Wie erleben Sie die Isar? Jeden Morgen vom Münchner Süden zur Arbeit in Schwabing mit dem Rad begleitet meinen Sohn und mich die Isar und am Nachmittag zurück. Stoisch beobachtet sie, wie wir ein Schlagloch nach dem anderen nehmen und uns auf dem zwei Meter breiten Radweg mit einer Flut anderer Radfahrer in die Stadt und aus ihr heraus bewegen, während dem ruhenden und sich stauendem Autoverkehr vier Spuren verschwenderisch zur Verfügung stehen. Stumm ist sie erstaunt, dass wir tatsächlich meistens schneller als die Autos sind. Wie viel Bebauung verträgt aus Ihrer Sicht die Isar (noch)? Denk ich an die Isar…denk ich an die Loire …

Blick auf die Isar und Häuser der Widenmayerstraße

Hohe Kaimauern schützen seit Ende des 19. Jahrhunderts die prächtigen Gründerzeitfassaden der Widenmayerstraße in München vor dem Hochwasser der Großen Isar. Heute bildet vor allem der Autoverkehr auf der Isarparallele eine Barriere zwischen ihr und der Stadt. Doch abends verbinden die Reflexe der Straßenbeleuchtung Straße und Fluss. Im Hintergrund die Maximiliansbrücke und dahinter der Turm des Müller´schen Volksbades und der Kamin des Muffatwerks. (Foto: © 24.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Die Leuchte „Hochleite“

Vermutlich nach der Hochleite, einem schattigen Weg am östlichen Hochufer der Isar zwischen Tierpark und Grünwald, hat man die Ufo-artigen Straßenlaternen benannt, die heute als Modell „Hochleite” die meisten städtischen Grünanlagen in geheimnisvolles Licht tauchen. Auf dem Bild schafft eine solche Leuchte am stadtseitigen Radweg an der Reichenbachbrücke zwischen all dem Beton eine beinahe intime Insel mit einem kleinen Erker über dem Fluss. Im Hintergrund hell erleuchtete Nachkriegsfassaden an der Erhardtstraße. (Foto: © 10.11.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Lieblingsplatz an der Isar

Von der äußeren Maximiliansbrücke blickt seit 1905 die Göttin Pallas Athene nach Süden in Richtung Stadt. Vom Maximilianeum, das man sich oben über dem Ende des linken Brückenbogens vorzustellen hat, führt sie in zwei Bögen auf die Praterinsel. Die Bäume rechts im Bild gehören zur Schwindinsel, dem durch die Fortsetzung der Brücke abgetrennten nördlichen Teil der Praterinsel. Ihr Name geht auf den romantischen Maler Moritz von Schwind zurück. Sein Denkmal auf der Insel existiert zwar nicht mehr, doch ein romantisches Plätzchen ist die Insel noch immer. (Foto: © 20.10.2014 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Über die Isar zur Au gschaut

Die Lichter der Auer Uferpromenade, hinter der der Turm der Maria-Hilf-Kirche hervorlugt, senden einen silbrigen Gruß ins Gärtnerplatzviertel am gegenüberliegenden Ufer. Kurz vor der Reichenbachbrücke, deren Leuchten an Drahtseilen pendeln und mit ihrem rötlich-gelben Licht einen zusätzlichen Farbakzent setzen, hat sich der Fluss in zwei Arme geteilt: Große und Kleine Isar. Erst nach der Museums- und Praterinsel, am nördlichen Ende der Schwindinsel, kommen sie wieder zusammen. (Foto: © 09.11.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Josef Schmid, 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Begleitwort zur Jahresausgabe 2016 Vor einiger Zeit habe ich einen wunderbaren Film über das Leben des Malers William Turner gesehen. Das Werk des britischen Regisseurs Mike Leigh heißt: Mr. Turner – Meister des Lichts. So, wie das Licht in William Turners Leben und Schaffen eine tragende Rolle einnahm, bestimmt es auch heutzutage das Leben von jedem einzelnen von uns. Wir haben mittlerweile nur ein wenig den Blick für diese tragende und Orientierung gebende Rolle des Lichts verloren. Umso großartiger finde ich es, dass Stephan Paul Stuemer die erste Ausgabe von ISAR SICHT dem (künstlichen) Licht in all seinen Facetten widmet. Erst beim Nachdenken über dieses Begleitwort wurde mir bewusst, auf wie vielen Ebenen ich auch in meinem politischen Alltag mit dem Thema Licht konfrontiert bin. Das Spektrum der Auseinandersetzung reicht vom Sicherheitsaspekt der Beleuchtung dunkler Ecken über die Energieeffizienz von Straßenlaternen bis hin zum Licht als Gestaltungselement von Stadtplanung. Sie sehen: Die Beschäftigung mit dem Thema Licht ist schier unerschöpflich. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und dem sinnlichen Betrachten …

Unterführung am Maria-Einsiedel-Bach

Geht man von der U-Bahn-Station Thalkirchen auf den Tierpark zu, dann überquert man zuerst den Maria-Einsiedel-Bach, dann auf einer hölzernen Brückenkonstruktion den Werkkanal und schließlich die Isar selbst. Auf dem Bild sieht man den Rad- und Fußweg, der unter der Straße am Maria-Einsiedel-Bach entlang führt. Auf ihm sieht man schon nach 200 Metern, vorbei an einer neuen Wohnanlage namens „Isargärten”, links das gleichnamige Bad und anschließend das neu bebaute Gelände des ehemaligen Isartalbahnhofs. (Foto: © 09.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Mit dem Radl an der Isar unterwegs

Wem gehört wohl das verlassene Fahrrad am Geländer des Isarkanals? Vielleicht ist es ja dem legendären „Gänse-Hans” seins, der eine Gans in einer Kiste auf dem Gepäckträger nicht nur an der Isar spazieren führte, sondern der ihr auch den Betrieb auf dem Viktualienmarkt zeigte, wo ihre gerupften Artgenossinnen zum Kauf angeboten werden. Ihr Schicksal blieb ihr durch ihn erspart. (Foto: © 17.06.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Graffiti an der Isar

Fährt man auf dem Isarradweg an der Isar entlang, dann muss man an den Brücken der Ausfallstraßen diese nicht überqueren, sondern wird in tunnelartigen Unterführungen unter ihnen hindurch geleitet. Seit dem Aufkommen der Graffiti-Kunst sind diese nicht mehr öde Betonröhren, sondern Raum für stets wechselnde „Kunstausstellungen” mit verschiedenen Beleuchtungskonzepten. Auf dem Bild: Die Unterführung an der östlichen Seite der Reichenbachbrücke. (Foto: © 02.10.2014 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Jahresausgabe 2016 – Licht

Wenn es Nacht wird an der Isar: „Am Abend, wenn in München die künstlichen Lichter angehen, erwacht die Stadt zu einem anderen Leben“, sagt Stephan Paul Stuemer. Die Dämmerung und die Nacht sind seine Lieblingszeiten. Der Münchner Fotograf, 2005 bei den „Foto-Oscars“ IPA in Los Angeles ausgezeichnet, ist nun seit drei Jahren an der Isar unterwegs, um neue Perspektiven zu entdecken. Faszination Licht: Was bedeutet künstliche Beleuchtung für den Menschen in der Stadt. Lichter entlang des Flusses, auf Brücken, am Ufer, auf Straßen und Plätzen. Design, Orientierung und Sicherheit – ein Begleitwort vom 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München Josef Schmid. Blick von der Mariannenbrücke nach Süden Lichtreflexe von drei Seiten bringen die aufgestaute Große Isar – im 19.Jahrhundert noch Übungsgelände für den Münchner Ruderclub – zum Leuchten. Im Hintergrund die innere Ludwigsbrücke mit dem Deutschen Museum, links der Wehrsteg, der die nördliche Museumsinsel mit der Praterinsel verbindet – ganz links der Turm des Volksbads –, rechts die Allee an der Steinsdorfstraße. (Foto: © 30.07.2014 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

„München leuchtet“

Willkommen beim neuen Online-Magazin ISAR SICHT, dem Magazin für Stadt, Land und Leute. „München leuchtet!” Hier wird der Werbeslogan der Stadt nachvollziehbar. Wie Sterne funkeln die Straßenlaternen über der Brücke und dem glühenden Fluss und weisen den Weg von der ehemaligen Vorstadt Au ins schicke Gärtnerplatzviertel. Selbst das Moos auf der Uferbalustrade an der Reichenbachbrücke schimmert im Licht der Brückenbeleuchtung. Gewidmet Stefan Christl 03.05.1965 – 16.10.2014 (Foto: © 29.09.2014 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)