Monate: April 2020

Martin Freundl – Bäckermeister

Grüß Gott Herr Freundl, die Lebensmittelbrache ist derzeit besonders gefordert. Wie hoch ist ihr Schlafpensum auf Grund der Coronakrise? Es ist schon eine anstrengende Zeit, das muss man zugeben. Da denkt man schon auch öfters mal etwas mehr nach und grübelt vielleicht noch im Bett über das ein oder andere. Aber der Bäcker schläft ohnehin nicht immer nur nachts, sondern wann er eben Zeit hat.   Sie als Bäcker haben sich für UNSER LAND entschieden. Was hat Sie dazu bewegt, wie haben Sie Ihren Betrieb daraufhin umgestellt? Welche Vorteile hat der Verbraucher? Uns hat die Idee von UNSER LAND gleich gefallen, wieder etwas ursprünglicher zu werden und zu wissen, wo aus der Umgebung der Rohstoff kommt. Vom Erzeuger über den Verarbeiter bis zum Verbraucher bleibt der Rohstoff in der Region. Das ist einfach toll. Und mittlerweile schauen viele Verbraucher wieder genauer hin und achten auf kurze Wege.   Ausgeübte Handwerksberufe werden immer seltener. So verschwinden beispielsweise Bäcker mit dem Qualitätsprodukt Brot aus der Stadt und die Münchner erfreuen sich am Morgen an halbgefrorenen Teiglingen „frisch …

Evi und Johann Ostermeier – Milchbauern

Grüß Gott Herr Ostermeier, Sie sind Milchbauer und produzieren ungefähr 350 Liter Milch pro Tag mit ihren 22 Kühen. Seit 1996 sind Sie biozertifiziert. Wie lange gibt es den Hof, seit wann führen Sie ihn? Was macht ihren Betrieb für Sie und ihre Familie so besonders? Den Hof hier oben auf dem Berg in seiner wunderbaren Alleinlage gibt es schon seit 1670. Wir bewirtschaften ihn seit 35 Jahren als Familienbetrieb. Die Weiden sind direkt angrenzend, so dass wir alle Kühe auf die Weiden treiben können. 2015 haben wir einen neuen Laufstall für unsere 22 Kühe gebaut. Da haben sie auch im Winter einen Laufhof und können ins Freie. Aber die Weide gehört für uns einfach dazu, das macht es für mich erst wirklich biologisch. In 2 Wochen, wenn das Gras noch etwas höher ist, geht´s endlich wieder raus.   Regionalität und Biowirtschaft ist Ihnen sehr wichtig. Warum UNSER LAND? Für uns ist Regionalität wichtig und man kann sagen beinahe selbstverständlich. Die Kühe bekommen nur Futter von den eigenen Flächen. Nur eine Hand voll Kraftfutter bekommen …

Arno Bruder – Imker

Habe die Ehre Herr Bruder, toll das Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Sie betreiben die Imkerei seit 1964 und erzeugen Honig als Familienbetrieb seit 2001. Welches Gefühl haben Sie, wenn Sie bei ihren Bienen sind. Was bedeutet Ihnen ihre Arbeit? Im Grunde habe ich bereits mit 8 Jahren mit dem Imkern begonnen. Das war immer schon in unserer Familie verankert. Ich betreibe die Imkerei jetzt in der 7. Generation. Gerade jetzt merkt man wieder, wie schön es draußen in der Natur ist. Wir produzieren ein gesundes und zudem antibakteriell wirksames Nahrungsmittel, das unser Immunsystem stärkt – und das in mitten der Natur. Sie haben sich als Lebensmittelerzeuger für UNSER LAND entschieden. Welche Voraussetzungen müssen hierfür erfüllt sein? Was bedeutet dies für die Bienenhaltung? Eine der Vorgaben von UNSER LAND ist die Erzeugung des Honig im Netzwerkgebiet. Unser Schwerpunkt liegt im Landkreis Weilheim-Schongau aber wir haben auch Bienenvölker in den Landkreisen Starnberg, München, Landsberg und Dachau. Manchmal fahre ich auch mit einigen Völkern weiter weg, um spezielle Sortenhonige zu sammeln: Kirschblütenhonig, Kastanienhonig in der …

Die Suppenköche von JOOTI

Hallo Herr Kreuzer, hallo Herr Schwarz. Vielen Dank für die Zeit und das Interview. Sie haben sich unter der Marke JOOTI zusammengetan und kochen mit regionalem Gemüse schmackhafte Suppen. Wie kamen Sie auf diese Idee? Beim gemeinsamen Kochen im ersten veganen Restaurant Münchens, dem „Zerwirk“ im ehemalig königlichen Zerwirk-Gewölbe haben wir festgestellt, dass die Menschen gerne eine fertige Mahlzeit für‘s Büro oder zuhause hätten. Wir mussten dort häufig eine Portion „to go“ machen. Wie sieht ihr Portfolio noch aus? Wir stellen inzwischen ein breites Sortiment an Bio-Fertiggerichten – hauptsächlich vegan – her und arbeiten darüber hinaus auch für andere Anbieter ähnlicher Gerichte, für die wir die Produktion übernehmen. Darüber hinaus beliefern wir Imbisse und Bistros mit Ware in Großverbraucherpackungen. Auch die Fruchtzubereitungen für Molkereien stellen einen weiteren Aspekt unserer Produktion dar. Für die nahe Zukunft ist die Produktion von weiteren Produkten aus regionalem Obst für das UNSER LAND Netzwerk geplant. Das Netzwerk UNSER LAND war auf der Suche nach einer Verwendung für das ‚unverkäufliche‘ und doch so wertvolle Gemüse. Warum haben Sie sich für UNSER …

Franz Hartl – Fahrer bei UNSER LAND

Herr Hartl, Sie fahren für UNSER LAND Lebensmittel vom Hauptlager in Esting zu den Supermärkten. Welche Produkte transportieren Sie am häufigsten, was wird immer bestellt? Genau, ich bin im Landkreis Fürstenfeldbruck unterwegs. Die häufigsten Produkte sind Eier, Kartoffeln, Heu & Stroh, Mehl, Nudeln und Sauerkonserven. Und in letzter Zeit ist auch die Milchmenge gestiegen. Ich denke, weil die Kinder jetzt alle zuhause sind. Da wird mehr Milch gekauft als sonst.   Welche Maßnahmen ergreift UNSER LAND, um Sie als Fahrer und auch andere vor Corona zu schützen? UNSER LAND hat das meiner Meinung nach sehr gut gemeistert. Schon sehr früh wurden wir unterwiesen und über die Risiken informiert. Wir haben Einmalhandschuhe bekommen und desinfizieren nach jeder Belieferung von Kundschaft die Hände und am Ende des Tages auch das Lieferfahrzeug. Auch die Stifte geben wir nicht mehr raus. So hat man eigentlich keinen Kontakt mit dem Personal im Markt. Und mir fehlt nicht immer wieder ein Kugelschreiber :-).   Wie nehmen Sie die Mehrkäufe der Menschen war, was hat sich auf Grund des COVID-19 geändert? Die …