Jahr: 2020

Bilder aus der alten Au

Die Lilienstraße vor 100 Jahren in Bild und Text Autor: Peter Klimesch Der neue Band in der Reihe „Bilder aus der alten Au” mit über 100 meist ganzseitigen Fotos, Plänen und Abbildungen auf 204 Seiten ist in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung im Mai 2020 erschienen. Kommentiert wird der Bildband durch Begleittexte mit zeitgenössischem Aktenmaterial der Lokalbaukommission, durch Daten aus alten Adressbüchern mit vergessenen Berufsbezeichnungen, durch Erinnerungen verstorbener Bewohner. Es entsteht das Bild einer lebendigen Vorstadtstraße zwischen Isar und Auer Mühlbach, mit Herbergs- und Bürgerhäusern, mit Wirtshäusern, Brauereien und Fabrikbetrieben – mit Bewohnern, die dort wohnten und ihrer Arbeit nachgingen. Bilder zeigen aber auch den Verlust einer nicht immer heilen Welt, die Zerstörung durch den Bombenhagel des 2. Weltkriegs oder die sogenannte „ zweite Zerstörung Münchens” in der Nachkriegszeit, ebenso wie vereinzelte Beispiele eines gelungenen Wiederaufbaus. „Auf diese Weise entsteht Seite für Seite, Schritt für Schritt eine Art historische Mikrosoziologie für die Lilienstraße – nicht zuletzt wegen der auffälligen Kneipendichte… ” urteilt die Süddeutsche Zeitung.

Nähe, Mut und Vielfalt

Regionalität wirkt! – Ein Buch über den Weg vom Korn zum Brot in unserer Region Isabella Maria Weiss / UNSER LAND Netzwerk / ISBN 978-3-96238-201-8 Ja, wir können gegen Klimawandel, Artenverlust und auch den Druck der ständig voranschreitenden Globalisierung etwas tun. Ein gelingsicheres Rezept dagegen: Regionalität! Indem wir unsere Lebensmittel wieder in der Region­ erzeugen, verarbeiten und kaufen, können wir die Natur nachhaltig­ schützen und die regionale ­Wirtschaft und Landwirtschaft stärken. Nebenbei können wir uns über gesünderes, genussvolles Essen freuen. Ein allgemeingültiges Rezept für die Wiederbelebung und Umsetzung­ von Regionalität gibt es nicht. Doch es gibt Beispiele, die Mut ­machen. Eines dieser Beispiele ist das Netzwerk UNSER LAND, das seit 1994 Landwirte, verarbeitende Betriebe, Verkäufer und Kunden aus einer Region direkt verbindet. Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine schmackhafte Erlebnisreise in die Geschichte des Netzwerks, zu seinen Akteuren und zu einem klassischen regionalen Wertschöpfungskreislauf: vom Korn zum Brot! Heute können Landwirte kaum noch sagen: „Schaug her, do is mei Woazn drin!“ Wann wissen Müller heute denn noch, von welchen Feldern das Getreide kommt und …

Ausstellungskatalog: Moderne Antike

Der Münchner Bildhauer Christoph Bergmann in der Städtischen Galerie im Schloss Isny     Auszug aus dem Vorwort von Elisabeth Olberz, MA: … Der Künstler hat sein Atelier am Königsplatz in München und beschäftigt sich in seinem Werk nicht nur häufig mit politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen, sondern wählt aus diesem Grund – als Kind seiner Zeit, wie er selbst sagt – den Werkstoff Aluminium für seine Arbeiten, der sinnbildlich für die Stromlinienästhetik und damit im übertragenen Sinn auch für seine Generation und das Zeitalter der Geschwindigkeit und Mobilität steht.In Figuren wie dem „Ares (röm. Mars) mit Flügeln“ und der „Venus“, die jeweils Gottheiten als auch Planeten sind, bezieht er sich beispielsweise auf die Thematik der Luft- und Raumfahrt oder „modernisiert“ in seinem „Centauro“ mit großen Aluminiumrädern das Bild des Kentauren, einem ursprünglich der griechischen Mythologie entsprungenen Mischwesen, das aus einem menschlichen Oberkörper und einem Pferdeleib besteht. Dabei verbindet Bergmann die Formen immer organisch. Ähnlich wie bei den antiken Mischwesen selbst, verschmelzen die unterschiedlichen „Körperpartien“ zu einer Form. …  

Andreas Hatzl – Ökolandbau und Bio-Kartoffeln

Liebe Familie Hatzl, Sie bauen Bio-Kartoffeln im Landkreis Fürstenfeldbruck an. Welche Arbeiten stehen aktuell bei Ihnen an. Haben Sie schon fertig gepflanzt? Die Frühkartoffeln haben wir am 22. Februar gepflanzt. Diese haben jetzt Reihenschluss. Das bedeutet, die Blätter haben den ganzen Boden bedeckt. Die Frühkartoffeln, die anfangs noch mit einem Fließ abgedeckt werden müssen, werden schon Mitte Juni geerntet. Die späten Kartoffelsorten haben wir im April gepflanzt. Daher stehen gerade viele verschiedene Arbeiten auf dem Feld an: die Dämme werden gehäufelt und je nach Bodenart wird gegen die Unkrautbildung gehackt oder gestriegelt. Schwerere Böden werden nach dem Kartoffellegen auch noch gefräst, damit der Boden aufgelockert wird. Die Frühkartoffeln mussten wir wegen der langen Trockenheit im April auch schon einmal beregnen. In der Jugendentwicklung der Kartoffel ist wenig Regen zwar gut, da die Pflanze dann tiefer wurzelt, aber gar kein Regen ist natürlich auch nichts. Was macht ihre Kartoffeln so besonders? Welche Sorten bevorzugen Sie? Wir sind sehr neugierig, darum bauen wir rund 25 verschiedene Sorten an. Gerne probieren wir auch neue Sorten aus. Jede Sorte …

Martin Staffler – Bio Zuckerrüben aus dem BRUCKER LAND

Hallo Herr Staffler, Sie sind Elektromeister und betreiben im Nebenerwerb eine ökologische Landwirtschaft mit Zuckerrübenanbau. Warum Zuckerrüben? Genau, für einen Vollerwerbsbetrieb sind wir zu klein und so müssen wir keine Flächen zu pachten. Zuckerrüben hatten wir früher schon, als wir noch ein konventioneller Betrieb waren. 2005 haben wir auf Bio umgestellt, aber da gab es keinen Markt für Bio-Zuckerrüben in Bayern. Dieses Projekt wurde von UNSER LAND ins Leben gerufen. 2014 haben wir dann das erste Mal Bio-Rüben angebaut. Anfangs waren es 1,7 Hektar, mittlerweile sind es 6 – 8 Hektar im Jahr. Das ist zeitweise schon viel Arbeit aber ich mache das mit Herzblut! Sonst würde ich mich nicht nach der Arbeit noch für ein paar Stunden auf den Bulldog setzen.   Was bietet Ihnen UNSER LAND für Vorteile? Anfangs war UNSER LAND der einzige Abnehmer. Es wird alles aus einer Hand organisiert. Außerdem werden langjährige Anbau-Verträge abgeschlossen, so dass ich über einige Jahre planen kann. Das Ziel ist eine langjährige Zusammenarbeit mit Preisen, die langfristig für jeden funktionieren. Nach dem Motto: Leben & …

Martin Freundl – Bäckermeister

Grüß Gott Herr Freundl, die Lebensmittelbrache ist derzeit besonders gefordert. Wie hoch ist ihr Schlafpensum auf Grund der Coronakrise? Es ist schon eine anstrengende Zeit, das muss man zugeben. Da denkt man schon auch öfters mal etwas mehr nach und grübelt vielleicht noch im Bett über das ein oder andere. Aber der Bäcker schläft ohnehin nicht immer nur nachts, sondern wann er eben Zeit hat.   Sie als Bäcker haben sich für UNSER LAND entschieden. Was hat Sie dazu bewegt, wie haben Sie Ihren Betrieb daraufhin umgestellt? Welche Vorteile hat der Verbraucher? Uns hat die Idee von UNSER LAND gleich gefallen, wieder etwas ursprünglicher zu werden und zu wissen, wo aus der Umgebung der Rohstoff kommt. Vom Erzeuger über den Verarbeiter bis zum Verbraucher bleibt der Rohstoff in der Region. Das ist einfach toll. Und mittlerweile schauen viele Verbraucher wieder genauer hin und achten auf kurze Wege.   Ausgeübte Handwerksberufe werden immer seltener. So verschwinden beispielsweise Bäcker mit dem Qualitätsprodukt Brot aus der Stadt und die Münchner erfreuen sich am Morgen an halbgefrorenen Teiglingen „frisch …

Evi und Johann Ostermeier – Milchbauern

Grüß Gott Herr Ostermeier, Sie sind Milchbauer und produzieren ungefähr 350 Liter Milch pro Tag mit ihren 22 Kühen. Seit 1996 sind Sie biozertifiziert. Wie lange gibt es den Hof, seit wann führen Sie ihn? Was macht ihren Betrieb für Sie und ihre Familie so besonders? Den Hof hier oben auf dem Berg in seiner wunderbaren Alleinlage gibt es schon seit 1670. Wir bewirtschaften ihn seit 35 Jahren als Familienbetrieb. Die Weiden sind direkt angrenzend, so dass wir alle Kühe auf die Weiden treiben können. 2015 haben wir einen neuen Laufstall für unsere 22 Kühe gebaut. Da haben sie auch im Winter einen Laufhof und können ins Freie. Aber die Weide gehört für uns einfach dazu, das macht es für mich erst wirklich biologisch. In 2 Wochen, wenn das Gras noch etwas höher ist, geht´s endlich wieder raus.   Regionalität und Biowirtschaft ist Ihnen sehr wichtig. Warum UNSER LAND? Für uns ist Regionalität wichtig und man kann sagen beinahe selbstverständlich. Die Kühe bekommen nur Futter von den eigenen Flächen. Nur eine Hand voll Kraftfutter bekommen …

Arno Bruder – Imker

Habe die Ehre Herr Bruder, toll das Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Sie betreiben die Imkerei seit 1964 und erzeugen Honig als Familienbetrieb seit 2001. Welches Gefühl haben Sie, wenn Sie bei ihren Bienen sind. Was bedeutet Ihnen ihre Arbeit? Im Grunde habe ich bereits mit 8 Jahren mit dem Imkern begonnen. Das war immer schon in unserer Familie verankert. Ich betreibe die Imkerei jetzt in der 7. Generation. Gerade jetzt merkt man wieder, wie schön es draußen in der Natur ist. Wir produzieren ein gesundes und zudem antibakteriell wirksames Nahrungsmittel, das unser Immunsystem stärkt – und das in mitten der Natur. Sie haben sich als Lebensmittelerzeuger für UNSER LAND entschieden. Welche Voraussetzungen müssen hierfür erfüllt sein? Was bedeutet dies für die Bienenhaltung? Eine der Vorgaben von UNSER LAND ist die Erzeugung des Honig im Netzwerkgebiet. Unser Schwerpunkt liegt im Landkreis Weilheim-Schongau aber wir haben auch Bienenvölker in den Landkreisen Starnberg, München, Landsberg und Dachau. Manchmal fahre ich auch mit einigen Völkern weiter weg, um spezielle Sortenhonige zu sammeln: Kirschblütenhonig, Kastanienhonig in der …

Die Suppenköche von JOOTI

Hallo Herr Kreuzer, hallo Herr Schwarz. Vielen Dank für die Zeit und das Interview. Sie haben sich unter der Marke JOOTI zusammengetan und kochen mit regionalem Gemüse schmackhafte Suppen. Wie kamen Sie auf diese Idee? Beim gemeinsamen Kochen im ersten veganen Restaurant Münchens, dem „Zerwirk“ im ehemalig königlichen Zerwirk-Gewölbe haben wir festgestellt, dass die Menschen gerne eine fertige Mahlzeit für‘s Büro oder zuhause hätten. Wir mussten dort häufig eine Portion „to go“ machen. Wie sieht ihr Portfolio noch aus? Wir stellen inzwischen ein breites Sortiment an Bio-Fertiggerichten – hauptsächlich vegan – her und arbeiten darüber hinaus auch für andere Anbieter ähnlicher Gerichte, für die wir die Produktion übernehmen. Darüber hinaus beliefern wir Imbisse und Bistros mit Ware in Großverbraucherpackungen. Auch die Fruchtzubereitungen für Molkereien stellen einen weiteren Aspekt unserer Produktion dar. Für die nahe Zukunft ist die Produktion von weiteren Produkten aus regionalem Obst für das UNSER LAND Netzwerk geplant. Das Netzwerk UNSER LAND war auf der Suche nach einer Verwendung für das ‚unverkäufliche‘ und doch so wertvolle Gemüse. Warum haben Sie sich für UNSER …

Franz Hartl – Fahrer bei UNSER LAND

Herr Hartl, Sie fahren für UNSER LAND Lebensmittel vom Hauptlager in Esting zu den Supermärkten. Welche Produkte transportieren Sie am häufigsten, was wird immer bestellt? Genau, ich bin im Landkreis Fürstenfeldbruck unterwegs. Die häufigsten Produkte sind Eier, Kartoffeln, Heu & Stroh, Mehl, Nudeln und Sauerkonserven. Und in letzter Zeit ist auch die Milchmenge gestiegen. Ich denke, weil die Kinder jetzt alle zuhause sind. Da wird mehr Milch gekauft als sonst.   Welche Maßnahmen ergreift UNSER LAND, um Sie als Fahrer und auch andere vor Corona zu schützen? UNSER LAND hat das meiner Meinung nach sehr gut gemeistert. Schon sehr früh wurden wir unterwiesen und über die Risiken informiert. Wir haben Einmalhandschuhe bekommen und desinfizieren nach jeder Belieferung von Kundschaft die Hände und am Ende des Tages auch das Lieferfahrzeug. Auch die Stifte geben wir nicht mehr raus. So hat man eigentlich keinen Kontakt mit dem Personal im Markt. Und mir fehlt nicht immer wieder ein Kugelschreiber :-).   Wie nehmen Sie die Mehrkäufe der Menschen war, was hat sich auf Grund des COVID-19 geändert? Die …

Christoph Köster – Münchner & Endverbaucher

Hallo Herr Köster, Sie sind Unternehmensberater in München. Warum leben und arbeiten Sie hier? Was macht diese Stadt für Sie attraktiv? Ich wohne in München, weil ich hier geboren bin und mich hier einfach zuhause fühle. Familie und Freunde sind in der Nähe, München hat insgesamt einen guten Arbeitsmarkt, viele renommierte Universitäten und für mich einen sehr hohen Freizeitwert. Es ist keine Beton-Wüsten-Großstadt: Es gibt den Englischen Garten, viele Parks, die Isar die vielen Biergärten und außerhalb die vielen Seen und die Berge. Ich würde sagen, wenn man aus München kommt, geht man hier freiwillig nicht weg, obwohl es natürlich eine teure Ecke zum Wohnen ist.   Wie achten Sie beim Einkaufen auf Bioprodukte? Greifen Sie auch zu UNSER LAND – Produkten? So z.B. stammt die frische UNSER LAND BIO Milch von bäuerlichen Familienbetrieben in der Mangfalltalregion, dem Trinkwassereinzugsgebiet der Stadtwerke München. Durch ökologischen Landbau sichern die Landwirte der Region gemeinsam mit der SWM eine hohe Wasserqualität. Wie verhalten Sie sich auf Grund der Coronakrise beim Einkaufen generell? Bio-Produkte kaufe ich vermehrt aber nicht nur. …

Familie Hartl – Hofladen und Landwirtschaft

Frau Hartl, vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen mit uns ein Interview zu führen. Jeden Tag gibt es auf Grund des Coronaviruses im hohen Tempo viele neue Gegebenheiten, auf die man sich einstellen muss. Wie ist die Situation bei Ihnen zur Zeit auf dem Feld und im Hofladen, auf was müssen Sie sich noch einstellen? Die Kartoffeln haben wir bereits gelegt, allerdings machen wir das immer nur mit der Familie. Erst zur Ernte sind wir auf ein oder zwei Helfer angewiesen. Aber bis zur Ernte ist ja noch ein bisschen hin, bis dahin ist die Situation hoffentlich wieder normal. Auch der Hofladen ist familiär organisiert: Mein Mann, die Oma oder ich bedienen die Kunden. An dieser Situation wird sich wohl auch so schnell nichts ändern, denn als Lebensmittelbetrieb dürfen wir ja zum Glück geöffnet haben. Wir haben noch 80 Jungbullen im Stall. Das ist das einzige, was wir zur Zeit ordentlich zu spüren bekommen: Da die Gastronomie nicht geöffnet hat, wird weniger regionales Fleisch nachgefragt und der Fleischpreis geht immer noch weiter in den …

Josef Ampletzer – Bio-Legehennenhaltung

Grüß Gott Herr Ampletzer, manchmal kommt es anders als man denkt. In ihrem Fall sind es, auf Grund der Corona-Pandemie, sehr harte Einschnitte in Ihre betriebliche Planung und berufliche Existenz. Beim Bau eines Bio-Hühnerstalls für 6000 Hühnern geht quasi von heute auf morgen nichts mehr voran. Warum ist das so, wie schaut ihre aktuelle Situation genau aus? Die betriebliche Planung ist momentan sehr schwierig, hauptsächlich die zeitliche Planung. Die Firmen können momentan nicht sagen, wann und ob sie aufgrund der Corona Krise ihren Zeitplan einhalten können, beziehungsweise überhaupt anfangen. Sollte jetzt noch eine komplette Ausgangssperre dazukommen, wäre dies für die Zeit, die ich einplane, eine Katastrophe und der Termin für die Einstallung der Hühner wäre definitiv nicht zu halten. Ich habe deshalb meine Hühnerbestellung vorsichtshalber auf Eis legen müssen. Hatten Sie bisher auch schon Bio-Hühner und welche Vorteile sehen Sie für das Tier und den Endverbraucher beim Kauf von Bio-Eiern? Warum haben sie sich für eine Zusammenarbeit mit UNSER LAND entschieden? Wir sind aktuell ein Milchviehbetrieb mit Ackerfutterbau in der Umstellphase. Da eine biologische Milchviehhaltung …

Familie Sanktjohanser – Fischzucht

Grüß Sie Gott Frau Sanktjohanser, die Fischzucht Sandau im LANDSBERGER LAND züchtet und verarbeitet die LANDSBERGER LAND Saiblinge und Lachsaiblinge ohne Gentechnik. Welchen Einfluss nimmt die Coronakrise auf ihren Betrieb? Welche Hauptarbeiten stehen für Sie als Lebensmittelerzeuger gerade an? Wir sind momentan in der glücklichen Lage, dass unser Betrieb als Lebensmittelbetrieb geöffnet sein darf. Also können wir UNSER LAND, den Bauernmarkt in Landsberg und den Wochenmarkt in Kaufering sowie einige Hofläden weiterhin beliefern. Auch unser Hofladen in Sandau hat geöffnet. Es kommen mehr Leute als sonst zu uns zum Einkaufen. Auch viele Menschen, die wir bisher noch nicht gesehen haben – wir hoffen natürlich, dass sie auch weiterhin Kunden bleiben. Die Menschen hier Verhalten sich vorbildlich: alle halten Abstand in der Schlange oder warten draußen. Auch die Besatzfische für die Fischerei-Vereine konnten wir ausliefern. Hier haben wir einen unglaublichen Vertrauensvorschuss von den Vereinen genossen. Aufgrund von jahrelangen Zusammenarbeiten konnten wir liefern, ohne dass sie die Fische vorab besichtigt haben.   Was finden Sie besonders toll an UNSER LAND? Welche Gründe gab es für sie ursprünglich …

Florian Pfänder – Landwirt

Lieber Herr Pfänder, die derzeitige Situation betrifft unseren gesamten Globus. Jeder muss über sich, seine Familie, die Arbeit usw. überdenken und sein Umfeld mit anderen neu gestalten. Öffentlicher Raum wird nahezu gänzlich eingeschränkt. Wie geht es Ihnen persönlich, was empfinden Sie, wenn Sie über die Welt, Ihre Familie und den Betrieb nachdenken? Wir sind in der glücklichen Lage, in der Landwirtschaft und somit im Bereich der Lebensmittelproduktion arbeiten zu dürfen. Unser Hobby ist gleichzeitig unser Beruf, da haben wir nie Langeweile, gerade jetzt nicht. Um unseren Betrieb mache ich mir da keine Sorgen. Aber natürlich ist es zur Zeit ein Einschnitt im allgemeinen Leben, der alle im täglichen Handeln und Umgang miteinander betrifft.   Was machen Sie als Landwirte genau, wie ist ihr landwirtschaftliches Unternehmen aufgebaut und warum haben Sie sich vor 10 Jahren entschieden ein Teil von UNSER LAND zu werden? Den biologischen Landbau betreiben wir bereits seit 1985. Seit gut 20 Jahren sind wir auf den Gemüsebau im Schwerpunkt Feldgemüse als viehloser Ackerbaubetrieb spezialisiert. Als UNSER LAND vor 10 Jahren auf uns zukam …

Julia Seiltz – CEO UNSER LAND GmbH

Liebe Frau Seiltz, ich freue mich, dass UNSER LAND und die ISAR SICHT gemeinsam eine Interviewreihe quer durch die unterschiedlichsten Gruppen vom Lebensmittelerzeuger bis zum Endverbraucher in dieser schwierigen Zeit startet. Das besondere Risiko, der Coronavirus (COVID-19), ist für viele unserer liebsten Mitmenschen eine lebensbedrohliche Situation. Gerade jetzt zeigt sich solidarischer Zusammenhalt, Rücksicht und Fürsorge in unserer Gesellschaft. Sie sind Geschäftsführerin der UNSER LAND GmbH. Was macht dieses Unternehmen genau? Wie ist es aufgebaut und aus welcher Idee heraus hat es sich entwickelt? Wofür steht UNSER LAND mit seinen Mitgliedern? Das Netzwerk UNSER LAND entstand 1994 im Landkreis Fürstenfeldbruck, dem BRUCKER LAND. Ziel des Netzwerks ist der Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region. Es umfasst die Solidargemeinschaften, die UNSER LAND GmbH und rund 300 Erzeugerbetriebe. Unser Netzwerk agiert in elf Landkreisen rund um München und Augsburg. Mit vielen engagierten ehrenamtlichen setzen sich die Solidargemeinschaften durch umfassende Verbraucherinformationen für die Idee ein. In der UNSER LAND GmbH, einer regionalen Vermarktungsgesellschaft sind wir zuständig für die Koordinierung von Erzeugung, Verarbeitung und dem …

Dringend: Offener Brief an OB Reiter der Münchener Kulturveranstalter

Aktuelle Situation der Münchener Kulturveranstalter bezüglich der Corona-Virus-Maßnahmen. Landeshauptstadt München Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter Marienplatz 8 80331 München München, 11. März 2020 Offener Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Dieter Reiter Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter, wir wenden uns an Sie mit diesem offenen Brief, da wir aufgrund der aktuellen Situation wir als Münchener Kulturveranstalter in allergrößter Sorge sind, was das Überleben unserer vielfältigen Kulturlandschaft in München betrifft. Erlauben Sie, uns kurz vorzustellen: Wir sind der Verband der Münchener Kulturveranstalter (VDMK e.V.) mit aktuell über 70 Mitgliedern, aus allen Bereichen des Kulturlebens in und um München. Wir vertreten Clubs, alle Konzertveranstalter von der Klassik bis hinzu Rock und Pop, Großveranstalter (wie z.B. die Olympiapark GmbH, das Streetlife Festival, die OpenAir Kinos,…) und alle Hallenbetreiber. Unsere Mitglieder beschäftigen mehrere tausend Mitarbeiter und organisieren 15.000 Kulturveranstaltungen mit knapp 10 Millionen Besuchern im Jahr. Außerdem arbeiten die Mitglieder mit mehreren Dienstleistern (z.B. Sicherheitsfirmen, Technik-Firmen, Stage-Hands,…) zusammen. Durch das Verbot von Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern brechen uns fest eingeplante Umsätze weg. Genauso schlimm ist aber auch die …

Lebensräume für Insekten

Der Wald Der Wald sollte in hohem Maße die Landschaft prägen. So gibt er als einer der wichtigsten Sauerstoffproduzent z.B. Lebensraum für artenreiche Tiere und Erholungsraum für den Menschen. Er beeinflusst nach den Ozeanen global die Umwelt in vielen Faktoren, er gilt als Kohlendioxidsenker. Auch reinigt er das Wasser. Der Fichtenwald ist Spender, über die Blattlaus, des Honigtaus, aus dem die Honigbiene den Waldhonig bereitet. An den Fichten wachsen, neben den Buchen, die meisten Pilze. In und an der Eiche leben die meisten Insektenarten.

Max Wagner, Gasteig

Geschäftsführer Gasteig München GmbH  – Beteiligungsgesellschaft der Landeshauptstadt München   Was verbindet Sie mit dem Fluss zu Ihren Füßen? Ich bin am Starnberger See aufgewachsen und war als Kind oft im Isartal nahe Wolfratshausen. Heute genieße ich es, jeden Tag über den Kabelsteg zu meinem Arbeitsplatz im Gasteig zu laufen. Es ist schön, den Fluss jeden Tag in einer anderen Stimmung zu erleben und auch den Wechsel der Jahreszeiten so unmittelbar wahrzunehmen.   Was bedeutet für Sie die innerstädtische Isar? Die Isar ist für mich ein Stück Natur in der Stadt, ein wichtiger Zufluchtsort für die Münchner, dem man mit großer Achtsamkeit begegnen muss.   Wie stehen Sie zur heutigen Partykultur in der Natur, insbesondere im Zusammenhang mit der renaturierten Isar? Die Balance ist wichtig bei dieser Frage: Natürlich ärgert es mich, wenn ich beobachte, dass Leute haufenweise Müll und sogar zerschlagene Bierflaschen an der Isar hinterlassen. Andererseits besitzt der Fluss einen hohen Freizeitwert, von dem unbedingt Gebrauch gemacht werden sollte. Keinesfalls sollte er als eine Art Museum betrachtet werden.   Was bedeutet für Sie …

Clopas Kamere

Bildhauer, Simbabwe Clopas Mackenzie Kamere wurde 1974 im Rushinga Distrikt, in der Nähe von Mount Darwin im Norden von Zimbabwe geboren. 1994 erlernte er die Bildhauerkunst vom damals schon weltbekannten Bildhauer Joe Mutasa, welchem er als Schüler und Assistent zur Seite stehen durfte. Während der drei Jahre mit Mutasa perfektionierte Clopas die Kunst des Steinbildhauens und versuchte sich in vielen Themen, Stilen und verschiedenen Steinarten. Nach diesen weiteren Erfahrungen machte sich Clopas Kamere selbständig und konnte seine Skulpturen an die bekannten Chapungu und Stone Heritage Galerien und natürlich auch direkt an viele Kunstliebhaber aus der ganzen Welt verkaufen. Wie bei den meisten Shona Bildhauern der Fall, zeichnen sich seine Arbeiten durch die Einzigartigkeit jeder Skulptur aus. Clopas hatte ein Talent entwickelt, welches weit über seinem Alter steht und welches ihm erlaubte, in vielen verschiedenen Stilrichtungen zu arbeiten. Während der letzten Jahre hielt er mehrere Workshops und Ausstellungen in Belgien ab, wo er seine bisher grössten Erfolge erleben durfte. Werke von ihm sind in vielen privaten Sammlungen und Galerien weltweit vertreten – Californien, New York, London, …

Eupite Majengwa

Sculptor, (Hatfield) Zimbabwe Eupite Majengwa was born in 1971 in the Chiweshe rural district. He is married and has four children. His artistic talent was already discovered during his boyhood by his father when he learnt the art of painting while working with him. Concurrently he also started sculpting with clay in his spare times with friends. In 1986, after his father’s death, Majengwa decided to go into stonesculpting, encouraged and taught by his brother Sidney. His preferred materials are the green Serpentine and the white opalstone and his favourite themes are his interpretations of women, torsos, birds in different forms and shapes whereby his Interpretation of bathing women excels into perfection & aesthetic in an abstract yet natural way. Each sculpture is still unique. The raw stone inspires him already in its natural form and teils him what shape it should take. For the Shona artists each stone has its own soul which he gives new life. 1994 Majengwa was invited by Tom Blomfield, the founder of the famous Tengenende Sculpture Park to work …

Washington Matafi

Bildhauer, Simbabwe Washington Matafi kam 1981 in Hwedza als Erstgeborener einer Familie von drei Söhnen und zwei Töchtern zur Welt. Schon während der Schulzeit assistierte er seinem bekannten und etablierten Cousin Elvis Mamvura, dem Sohn von Albert Mamvura und Vetter von Nicholas Mukomberanwa, beim Polieren und Schleifen der Skulpturen. Durch ihn erlernte Washington das Bildhauerhandwerk und begann mit der Gestaltung von Skulpturen, die das Tier und den Menschen thematisierten. Er ist jedoch ein Vertreter der jungen, dynamischen Generation zimbabwischer Steinbildhauer und fand sehr schnell zu seiner eigenen Interpretation dieser Kunst. Washington war es sehr wichtig, einen eigenen Stil zu etablieren und sich damit, genauso wie die älteren Verwandten Nicholas und Albert, seinen Platz in der Geschichte der Shona-Künstler zu schaffen. 2002 trat Washington Matafi dem „Chitungwiza Art Centre“ bei, welches gegründet wurde um junge Bildhauer zu fördern und sie auf ihrem Weg zum internationalen Kunstmarkt zu unterstützen. Dort fand er die Möglichkeit auch mit grösseren Stücken zu experimentieren. Matafi’s Skulpturen sind grazil, verbreiten aber gleichwohl eine fast physisch greifbare Energie. Er hat sich darauf spezialisiert, …

Witness Bonjisi

Bildhauer, Simbabwe Wie wohl kein ein anderer Künstler hat Witness Bonjisi die Grenze zwischen zimbabwischer Tradition und internationaler Moderne überschritten. Sein Stil vereint Elemente beider Welten und präsentiert der Welt einen neuen Weg der zeitgenössischen Bildhauerei aus Simbabwe. Die Gebrüder Bonjisi gelten als die jüngste „Bildhauerfamilie“, welche mit ihren Werken in Simbabwe in den Vordergrund getreten ist. Witness wurde 1975 als zweites von fünf Kindern in Mutoko geboren. Lamek der älteste, mittlerweile verstorbene, Bruder, avancierte mit seinen Formen zum Begründer einer neuen Tradition der Bildhauerei in Simbabwe. Witness, Lovemore sowie die Zwillinge Tafunga und Garikai führen diese Ausdrucksform in ihren eigenen Werken fort. Witness Bonjisi begann im Alter von 17 Jahren, als Assistent seines Bruders Lamek wie auch des berühmten und weltweit respektierten Künstlers Nicholas Mukomberanwa, mit der Bildhauerei. Beide waren hervorragende Lehrer und international höchst angesehene Vertreter der Shona-Kunst. Ihr Einfluss war prägend, doch schon nach kurzer Zeit entwickelte Witness seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Seine Skulpturen offenbaren sich unter anderem in einem leidenschaftlichen Frauenbild. Sinnlich, mit klassischen Gesichtszügen, wallenden Haaren und verführerischen Formen. Auch …

Weißes Licht

Stephan Paul Stuemer

Meister Fotografie, freischaffender Künstler in München Grundsätzlich gilt für Stuemers Schaffen ein einfaches, aber immer wieder spürbares und sehr klares Grundprinzip: Das bewusste Sehen und Erkennen klarer Gestaltungselemente und deren durchaus als experimentierfreudig zu bezeichnende Anwendung in den eigenen Arbeiten. Ein Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens ist die Fotografie, ebenso begeistert sich Stuemer aber auch für die abstrakte Malerei sowie die Kombination aus beidem, der Übermalung und kreativen Überarbeitung von Fotografien mit unterschiedlichen Materialien und Techniken. Das hier gezeigte Werk ist allerdings eine rein grafische Produktion. Die Qualität von Stuemers Arbeiten fiel dem Fachpublikum schon früh auf – bereits im Jahr seiner Meisterprüfung wurde er mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, 2005 erhielt er von einer internationalen Jury in den Vereinigten Staaten eine Honorable Mention bei der Verleihung des IPA Photographer of the year Competition Los Angeles. Stuemer schätzt die große Freundschaft zu Münchner Künstlern wie den Bildhauern Christoph Bergmann und Markus Stangl. Internetseite des Künstlers „Kreatives Arbeiten bedeutet für mich, mit meiner Kunst spürbar zu sein – das bewusste Sehen und Erkennen in klare …

Manina Lara

Malerin in München Manina Lara geboren in La Paz/ Bolivien. 1993 gewann ich einen Förderpreis und arbeite seitdem beruflich als freischaffende Künstlerin. An mehr als 40 Gemeinschaftsausstellungen in Bolivien, Argentinien, Peru und Deutschland habe ich teilgenommen und sieben Einzelausstellungen in Bolivien und Deutschland umgesetzt. Neben meiner künstlerischen Arbeit habe ich auch Erfahrung in Kunstvermittlung, sowohl mit erwachsenen Schülern als auch als Lehrerin an der Deutschen Schule in La Paz. Ich hielt in La Paz und München Seminare in Zeichnung und Vorträge über „Kreativität“ und „Die Wichtigkeit, Sehen zu lernen“. Ebenso nahm ich an öffentlichen Diskussionen mit anderen Schaffenden teil. Internetseite der Künstlerin „Meine Arbeit ist figürlich. Für mich muss die figürliche Malerei heutzutage dem Menschen und seinem Wirken im Leben tief verpflichtet sein. Es geht nicht um eine Schilderung von Tatsachen, auch nicht darum, es zu versuchen. Es geht um ein Zeugnis, sogar dramatisch und herzzerreißend. Die Figuration muss uns in die Augen schauen, um uns zu hinterfragen.“ Copyright © 2020 All Rights Reserved | Manina Lara Ausbildung 1982-1985 Studium der Literatur, Universidad Mayor de …