Monate: Februar 2017

Dringend sucht der Flößer-Kulturverein

Wer kann Hilfe leisten? Das bisherige Vereinsdepot wird in Bälde geschlossen. Der Verein sucht deshalb dringend nach einem neuen trockenen und absperrbaren Raum für seinen Fundus. KONTAKT: Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Vorsitzende Helga Lauterbach, Autorin Bruderhofstraße 43 81371 München www.floesser-kulturverein.de E-Mail schreiben

Sandra Lohrey, Hebamme, MSc

Hebamme im Geburtshaus München, 1 Kind, verheiratet   Frau Lohrey, kommen Sie immer pünktlich zu den Hausgeburten oder bräuchte eine Hebamme mehr Brücken über die Isar? Ja, es gibt immer wieder mal die eine oder andere Situation wo ein Kind so schnell kommt, dass ich es als Hebamme nicht rechtzeitig zur Hausgeburt schaffe. Meistens sind das Frauen mit dem zweiten oder dritten Kind. Dann wünschte ich mir zwar keine zusätzliche Brücke, (mir) aber ein Blaulicht… um schneller durch den Münchner Stadtverkehr zu kommen.   Kann man ohne elektrischen Strom Kinder auf die Welt bringen? Ja natürlich! Für die wirklich wesentlichen Dinge im Leben braucht man ja Gott sei Dank noch keinen Strom! Kinder können wunderbar z.B. bei Kerzenschein gezeugt werden. Zum Gebären brauchen Frauen keinen Strom sondern gute Begleitung und eine ruhige geschützte Umgebung. (Beim Sterben ist es vermutlich ganz ähnlich.)   Welchen Ort an der Isar haben Sie auf eine besondere Art und Weise erlebt? Vor einigen Jahren bin ich mit dem Mountainbike mal an die Isarquelle geradelt… um mal zu schauen wo das …

Dr. med. Martin Güthlin, Arzt

Homöopathischer Arzt und Internist Herr Dr. Güthlin, was brachte Sie nach München? Ich bin seit 1990 in München und habe hier Medizin an der Technischen Universität studiert. Ich wollte vor allem nach München wegen der guten kulturellen Angebote, der Oper und dem Schauspiel. Der Charme der Stadt hat mich seither nicht mehr losgelassen, so dass mein beruflicher Werdegang – von kleinen Seitenblicken nach Wien und London abgesehen – mit München eng verbunden ist. Nach der Facharztausbildung im Klinikum Bogenhausen und anschließender Tätigkeit im Krankenhaus für Naturheilweisen in Harlaching habe ich mich vor 13 Jahren am Englischen Garten als „homöopathischer“ Internist niedergelassen.   Was verbinden Sie mit der Isar? Privat oder beruflich? Mit Rad, mit dem Auto oder zu Fuß? Ich stamme aus einer Stadt direkt am Oberrhein, ein Fluss durch die Stadt wie die Isar löst gleich Heimatgefühle in mir aus. Meine Praxis liegt in der Nähe des Eisbaches, der ja auch ein kleines Stück Isar ist. Meine Hausbesuche mache ich sehr gerne mit dem E-Bike, weil ich dabei auch einmal in der Woche bis …

Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl, Wissenschaftler

Generaldirektor Deutsches Museum und Oskar von Miller Lehrstuhl für Wissenschaftskommunikation School of Education und Physik Department, TU München   Herr Prof. Heckl, was verbindet sie nach so vielen Jahren in München mit dem Fluss Isar im Zentrum der Landeshauptstadt von Bayern? Ich habe hier auf der Museumsinsel den schönsten Arbeitsplatz der Welt. Ich darf arbeiten inmitten der Isar, an einem so großartigen Ort. Und aus dem Fenster meines Büros kann ich auf die nur maßvoll gezähmte Isar schauen – samt Bäumen und dem Bieber, der dort lebt. Vor zwölf Jahren hat mich meine Berufung zum Generaldirektor des Deutschen Museums auf diese Insel naturwissenschaftlich-technischer Kultur gebracht. 1978 war ich schon aus meiner oberpfälzischen Heimat Parsberg zum Studium der Physik an die TUM gekommen. Jahrelang bin ich mit dem Rad den schönen Isarweg von der Studentenstadt Freimann zum Studium und zur Promotion nach Garching gefahren. Für das Deutsche Museum spielt die Isar natürlich auch eine große Rolle. Wir möchten die Museumsinsel für die Münchner stärker öffnen – nicht nur für die Museumsbesucher, sondern für alle Menschen. Ein …

Markus Stangl, Bildhauer

freischaffender Künstler, in Grünwald, wild verheiratet, 2 Kinder Herr Stangl, Sie kennen die Isar ja schon seit Ihrer Studienzeit. Hat die Renaturierung den Lebensraum Isar verbessert? Die vielgepriesene Renaturierung der Isar betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Mich stört vor allem das Scheinheilige daran. Wenn man einen Fluss hat, der keine 100 km von seinem Quellgebiet weg ist, dann sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Wasserqualität zum Baden geeignet ist. Da sollte man doch eher kleinlaut sein, und sich genieren dafür, dass es jemals anders war. Und dann bedeutet die Renaturierung auch, dass der Fluss genauso kommerziell genutzt wird wie immer schon, nur diesmal touristisch. Und auch diese Nutzung wird der Fluss leider nicht unbeschadet überstehen. Und als im Frühjahr 2015 mit den heftigen Stürmen sich die Natur ihre eigenen Gedanken zur „Landschaftsgestaltung“ machte, war ich damit natürlich auch nicht einverstanden….   Wie wichtig ist Ihnen und Ihrer Familie die Isar. Sie wohnen ja in unmittelbarer Nähe. Verbringt Ihr viel Zeit an der Isar? Ich persönlich mag Wasser, und könnte mir auch nicht vorstellen an einem Ort zu …

Die Bäckermühle

Vergessene Wasserkraft: Wo heute der Mittlere Ring den Auer Mühlbach überquert, unter dem legendären Giesinger Stadion, stand die älteste Mühle im Raum München. Sie war eine von mindestens sieben Mühlen am Auer Mühlbach, von denen heute keine mehr als Mühle in Betrieb ist. Bereits für das Jahr 957 nachgewiesen, wurde sie Anfang des 16. Jahrhunderts nach ihrem Besitzer Schrafnagel-Mühle genannt. Nach mehreren Besitzerwechseln und einem Umbau Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie nach der Tivoli-Mühle im Englischen Garten als „Bavaria-Kunstmühle” zur zweitgrößten Getreidemühle in München. Ende der 1960er Jahre wurde das Mühlengebäude mit einem erst 1937/38 errichteten Siloturm abgerissen. An seiner Stelle steht heute am Rande des Candidplatzes ein abweisender dunkler Gebäudekomplex. An Stelle des alten Turbinenhauses errichtete nach langen Auseinandersetzungen mit der Stadt der KFZ-Meister Günter Tremmel 1987/88 ein Kleinkraftwerk mit zwei Turbinen, die ca. 1,3 Millionen Kilowattstunden liefern.

Isarwerk 3

Strom durch Wasserkraft – München/Sendling: Etwa auf Höhe von Werk 2  zweigte seit eh und je der Große Stadtbach, der das gesamte Netz der Stadtbäche mit Wasser versorgte, von der Isar ab. Die städtische Kanalisation hatte inzwischen die Stadtbäche und damit auch den Großen Stadtbach weitgehend überflüssig gemacht. Man nutzte ihn jetzt als Verlängerung des Werkkanals. An diesem errichtete man an der Isartalstraße kurz vor der Braunauer Eisenbahnbrücke das Isarwerk 3. Unmittelbar dahinter ergießt sich der Großteil des Wassers in die Isar und nur ein kleiner Teil versorgt als Westermühlbach die Reste der einstigen Stadtbäche. Bleibt noch nachzutragen, dass alle drei Kraftwerke in ihrer äußeren Gestalt dem Denkmalschutz unterliegen, aber technisch aufs modernste aufgerüstet sind.

Isarwerk 2

Das Wasserkraftwerk am Flaucher: Für den gleichzeitigen Bau der nächsten beiden Kraftwerke von 1921 bis 1923 musste man den Werkkanal  noch einmal verlängern. Wenn man sich auf der Straße „Am Isarkanal” an diesem Kanal entlang von der Thalkirchener Brücke zum Flaucher begibt, kommt man an zwei Kliniken und schließlich am Isarwerk 2 vorbei. Geht man anschließend über die Schinderbrücke, so gelangt man am Schinderstadl vorbei zum Flauchersteg. Dort schießt bei Hochwasser vom höher gelegenen Werkkanal über einen Auslass Wasser sturzbachartig in den darunter befindlichen Gumpen und hüllt den Spaziergänger in eine Wolke feinster Nebeltröpfchen.

Isarwerk 1

Wasserkraft an der Isar in Thalkirchen: Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden an einem künstlich angelegten Seitenkanal der Isar zwischen Buchenhain und der Großhesseloher Brücke zwei private Wasserkraftwerke betrieben. Als wenige Jahre später auch die Stadt München weiter flussabwärts ein solches Kraftwerk plante, wurde in den Jahren 1906-1908 der Kanal nach Norden bis Thalkirchen verlängert. Das Kraftwerk erhielt den Namen Isarwerk 1. Geht man am Ende des Tierparks über den Marienklausensteg in Richtung Floßlände, so hat man von der sich anschließenden Brückenschleuse über den Werkkanal einen schönen Blick auf dieses frühe Industriedenkmal.

Die Kraemer’sche Kunstmühle

Das Wasserkraftwerk der Kraemer’schen Kunstmühle: www.kraemermuehle.com Energie aus dem Auer Mühlbach Vor über 300 Jahren begann die enge Beziehung zwischen dem Auer Mühlbach und der Kraemer’schen Kunstmühle in Untergiesing. Schon 1701 wurde an dieser Stelle eine Papiermühle errichtet, um die Energie des bestehenden kleinen Gefälles zu nutzen. Carl Jakob Kraemer erwarb 1863 diesen Betrieb und baute ihn zu einer Getreidemühle um. Grundstück und Gebäude befinden sich somit seit fünf Generationen im Besitz der Familie Kraemer. Nach der Stilllegung im Jahre 2007 und dem folgenden Umbau werden die Gebäude heute unter anderem an Werbeagenturen, einen Kindergarten, Architekten, Fotografen, Ingenieure und an eine Kaffeerösterei vermietet. Zu den Öffnungszeiten des Caffé Fausto kann man durch eine Glasscheibe hindurch immer noch die Wasserkraftanlage besichtigen. Im Wasser nimmt eine im Jahre 1949 eingebaute Voith-Turbine der Bauart „Francis“ die Kraft der 10.000 Liter Wasser auf, die in jeder Sekunde durch den Bach rauschen. Das nicht benötigte Wasser läuft durch einen Leerschuss. Früher wurden die Maschinen der Mühle direkt über die sogenannten Transmissionen angetrieben. Dies waren große Schwungräder, die durch lange Lederriemen …

Der Bau des Praterkraftwerkes

Praterkraftwerk – Ökostrom aus dem Herzen Münchens www.greencity-energy.de Seit jeher ist die Isar eine Lebensader für München und seine Bürger, sei es zur Energieversorgung oder zur Erholung. Zudem wäre München ohne die Isar vermutlich gar nicht entstanden, basiert die Stadtgründung doch auf einem Kloster, das nicht zuletzt für das Brauwesen auf das frische Wasser angewiesen war, sowie einer Zollbrücke an der durchlaufenden Salzstraße. Durch die Isar verfügt München außerdem über ein hohes Wasserkraftpotenzial, das seit dem frühen 20. Jahrhundert genutzt wird. Zukunftsforscher sagen eine zunehmende Urbanisierung voraus, die bereits begonnen hat. Das bedeutet, gerade Städte werden mehr und mehr Energie benötigen, die vor Ort gewonnen und zukünftig im Rahmen der Sektorenkopplung auch mehr und mehr lokal genutzt werden wird. Das heißt auch, Energiegewinnung wird noch kleinteiliger und dezentraler werden und gerade in urbanen Räumen müssen alle vorhandenen Potenziale zur umweltfreundlichen Energiegewinnung wahrgenommen und effizient umgesetzt werden. In dem Gefälle der Isar-Kaskaden auf Höhe der Münchner Schwindinsel schlummerte dieses Potenzial, bis es 2010 mit der Inbetriebnahme des Praterkraftwerks gehoben wurde. Und das Konzept von Green City …

Die Feuerwerksinsel

Text: Peter Klimesch Foto: Stephan Paul Stuemer Nur Wenige können heute mit der Bezeichnung „Feuerwerksinsel” etwas anfangen. Wo soll diese Insel sein, und warum heißt sie so? Die Erklärung liefert uns Michael Georg Conrad in seinem Roman „Was die Isar rauscht” von 1888. Er erwähnt dort namentlich einen gewissen Heinrich Burg, der tatsächlich im Stadtadressbuch von 1884/85 verzeichnet ist. Er wird dort als Pyrotechniker ausgewiesen und lebt im selben Haus wie Conrad in der damaligen Quaistraße – seit 1888 Teil der Steinsdorfstraße. Conrad lässt ihn von seiner Wohnung auf die Insel gehen, „um in geheimnisvollen, zwischen Büschen versteckten Laboratorien in Gestalt von alten, verwitterten Bretterhäuschen seiner pyrotechnischen Zauberkunst zu obliegen…” Das Hauptgeschäft, die „Privilegierte Kunst-Feuerwerkerei Heinrich Burg” befand sich in der Balanstraße. Auf dem menschenleeren Gelände der Feuerwerksinsel, dem südlichen Zipfel der heutigen Praterinsel, veranstaltete Heinrich Burg seine manchmal sicher spektakulären Versuche, die der Insel ihren Namen einbrachten. Die Feuerwerksinsel war mit einem begehbaren Wehr zwischen Großer und Kleiner Isar mit der Praterinsel verbunden. Das Wehr und die Stege wurden 1888 abgerissen, der Zwischenraum mit …

Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt der LH München

Begleitwort zur ersten Ausgabe 2017: Interview: Frau Jacobs, was finden Sie besonders toll an der Isar und ihrem Lebensraum? Haben Sie einen Lieblingsplatz? Mich fasziniert der Gegensatz der innerstädtischen Isar mit ihrem urbanen Flair und dem renaturierten südlichen Teil der Isar mit seinen Inseln, Kiesbänken und Auwäldern. Der Aufenthalt an der Isar, sei es zu Fuß oder mit dem Fahrrad, bietet einen sehr hohen Erholungswert und das mitten in der Stadt! Die Isar stellt ein Aushängeschild für München dar, das es zu schützen und zu bewahren gilt. Was wurde für München durch die Isarrenaturierung erreicht? Die Ziele des Isar-Plans waren der Schutz vor Hochwasser, die naturnahe Gestaltung der Flusslandschaft und mehr Qualität für Freizeit und Erholung, also die Verbesserung der Erlebbarkeit des Flusses. Diese sich nur scheinbar widersprechenden Ziele wurden hervorragend erreicht. Einerseits verbesserten sich die Lebensbedingungen und Vielfalt der isartypischen Tier und Pflanzenwelt durch den neuen Strukturreichtum. Andererseits ist die Isar für die Besucherinnen und Besucher sehr attraktiv geworden. Zudem ist München vor einem statistisch einmal in hundert Jahren vorkommendes Hochwasserereignis geschützt. Wie lassen …

Pariser Flair in München: Der Kabelsteg über die Isar

Dem eleganten Kabelsteg, 1898 erbaut und deutlich vom Jugendstil geprägt, sieht man nicht an, dass er für einen ganz prosaischen Zweck errichtet wurde. Es diente nämlich dazu, Stromkabel von Münchens erstem Kraftwerk, dem Muffatwerk auf der Kalkofeninsel, in die Stadt überzuleiten, wo der Strom für die eben einsetzende elektrische Straßenbeleuchtung und die elektrischen Straßenbahnen gebraucht wurde. Heute bildet er – beleuchtet durch moderne Straßenlaternen – zusammen mit der Mariannenbrücke einen beliebten Fußgängerübergang über die beiden Isararme.

Unterführung Karl-Müller-Weg unter der Ludwigsbrücke

Müller´sches Volksbad und Muffathalle stehen auf einer Halbinsel zwischen Kleiner Isar und Auer Mühlbach. Weil sich hier im 19. Jahrhundert ein städtischer Kalkofen befand, heißt sie noch heute Kalkofeninsel. Erschlossen wird sie durch den Karl-Müller-Weg, benannt nach dem Ingenieur Karl Müller, der den Bau des Volksbades durch eine Schenkung ermöglichte. Der Weg endet im Süden an einer Unterführung unter der äußeren Ludwigsbrücke. Hinter Graffiti links vom Tunneleingang verbirgt sich eine Tür, die einst in eine öffentliche Toilettenanlage führte. Demnächst soll hier eine Kneipe eröffnet werden. Auf der anderen Seite des Tunnels erwartet einen die Bronzeskulptur eines Mädchens, das träumerisch in den Himmel schaut und darüber nachdenkt, ob eine Toilette nicht wichtiger wäre.

Vater-Rhein-Brunnen

Rund um den Vater-Rhein-Brunnen, den die Straßburger nach dem ersten Weltkrieg nach München auf eine Isarinsel abgeschoben haben, genießt man im Winter Ruhe und Beschaulichkeit. Im Sommer wird dieser nördliche Teil der Museumsinsel zum so genannten „Kulturstrand”, einer Partyzone, um deren Gestaltung und gastronomische Nutzung verschiedene Betreiber streiten.

Auf der Insel

Auf einem Wehrsteg mit zehn Schleusentoren zwischen den beiden Isararmen gelangt man von der Praterinsel unter überhängenden Kastanien auf einer Promenade an der Großen Isar auf die Museumsinsel. Auch wenn keine Ruderboote mehr hier auf dem aufgestauten Fluss schaukeln wie im 19. Jahrhundert – für Romantik sorgen auch heute noch ein gusseisernes Geländer aus vergangenen Zeiten und die Lichtreflexe der Straßenlaternen von Steinsdorfstraße und innerer Ludwigsbrücke. Bei einem abendlichen Winterspaziergang, wenn der „Kulturstrand” Pause macht, könnte man leicht vergessen, dass man nur wenige hundert Meter vom Zentrum einer Millionenstadt entfernt ist.

Christina Oberle, Hebamme, MSc

Hebamme und Mutter von 2 Kindern, www.hebamme-oberle.de   Frau Oberle, was brachte Sie nach München? Ich bin vor zehn Jahren für die Ausbildung zur Hebamme nach München gekommen, um an eine der ältesten Hebammenschulen Deutschlands in der Maistraße den Beruf zu lernen. Dann bin ich durch Familie, Freunde und Beruf hier geblieben. Wo ist es aus Ihrer Sicht besonders schön an der Isar? Besonders gut gefällt mir der Tiergarten Hellabrunn, den ich regelmäßig mit meinen Kindern besuche. Mit der Jahreskarte kann man zu jeder Jahreszeit auch mal auf einen kurzen Sprung vorbei schauen und neben den Tieren auch mal den Spielplatz nutzen. Da wir mit Blick auf den Flaucher wohnen, schöner kann man in München gar nicht wohnen, genieße ich das Gefühl in die Natur zu schauen und gleichzeitig bin ich doch zentral in München. Wie sehen Sie die Entwicklung in München, hinsichtlich der Kinderbetreuung und den Freizeitmöglichkeiten für Kinder? Ich finde es, wie alle Familien, sehr schwierig, die passende Kinderbetreuung zu bekommen, es ist immer ein zittern und bangen um jeden neuen Platz. Ich …

3. MünchnerStiftungsFrühling vom 24.-30. März 2017

München geht stiften. Beim dritten MünchnerStiftungsFrühling (MSF) können Bürger entdecken, wo überall in München Stiftungen Gutes ermöglichen. Sei es Bildung oder Soziales, Kunst oder Kultur, Wissenschaft, Gesundheit oder Sport, Umwelt oder Internationales – Stiftungen betreffen den Alltag jedes Einzelnen, und doch wissen viele immer noch wenig darüber. Das Konzept Was genau macht eine Stiftung eigentlich? Mit welchen Themen befasst sie sich, und wo kann ich mich einbringen? Wie gründet man eine Stiftung? Macht Zustiften Sinn? Diesen und anderen Fragen wird der MünchnerStiftungsFrühling auf den Grund gehen und lädt die Bürger dazu ein, die Stiftungen mit Sitz oder Aktivitäten in München genauer kennenzulernen und so die Vielfalt der Stiftungslandschaft zu entdecken. Die HypoVereinsbank als Hauptsponsor in Kooperation mit Rödl & Partner unterstützt ein Programm, bei dem sich über 130 Stiftungen und stiftungsnahe Partner dem Publikum präsentieren und dabei Rede und Antwort stehen. Sowohl die Landeshauptstadt München mit OB Dieter Reiter als Schirmherren als auch der Freistaat Bayern mit Sozialministerin Emilia Müller fördern die Publikumsveranstaltung. Zentraler Auftakt in der BMW Welt Die Veranstaltungswoche startet mit einem zentralen Auftakt …

Schnauze, Schmäh und Schmonzes

Unter diesem Motto lädt der Flößer-Kulturverein Thalkirchen e.V. ein in den Barocksaal im Asam-Schlössl zu einer satirischen Lesung bei Birgit Netzle, am Faschingssonntag, den 26.2.2017, um 17.00 Uhr. Mit „Schnauze“ ist natürlich die Berliner Schnauze gemeint, der „Schmäh“ ist in Wien zu Hause und „Schmonzes“ ist eine besondere Art des jüdischen Humors. Das Ganze sollte allerdings unbedingt ernst genommen werden. Obgleich in satirisch-humoristischer Form dargeboten, werden die Zuhörer um einiges reicher an wertvollen Ratschlägen und nützlichen Hinweisen von hinnen schreiten, um somit gegen die Fährnisse und den Unbill der letzten zwei Faschingstage gerüstet bzw. geschützt zu sein. Denn wer wüsste nicht schon lange gerne mehr über das korrekte Verhalten im Öffentlichen Personen-Nahverkehr, oder die beste Methode, für die nächsten Wahlen die richtige Partei zu finden? Ob eine Frau ein NAVI ersetzen kann? Wie ich Sprachbarrieren überwinden kann? Wer oder was bei Haarausfall hilft? Wie man einen Dackel zufrieden stellen kann? Wo die Grenzen der persönlichen Eitelkeit zu suchen bzw. zu finden sind? Fragen über Fragen, und alle werden beantwortet. Wie auch immer. Und zwar von …