Jahr: 2017

Ein Isarbuch für Münchener Flußliebhaber

Münchner Isarbuch Autor: Peter Klimesch Dicht bevölkerte Wiesen und Kiesbänke zeigt das Titelbild eines soeben neu erschienenen Buches über die Münchner Isar. Dabei ist es gerade sieben Jahre her, dass mit der Umgestaltung des Flusses und seiner Ufer dieser neue Erholungsraum geschaffen wurde und sogar eine neue Insel entstand. Bei all der Begeisterung über dieses neu geschaffene Stück „Natur aus zweiter Hand” beinahe mitten in der Stadt gerät oft völlig in Vergessenheit, dass die Isar zwischen Grünwald und Garching viel mehr, teilweise Unbekanntes, zu bieten hat. Selbst mancher München-Kenner wird sich beim Anblick alter Fotos von einem Kurbad namens Bad Brunnthal im heutigen Bogenhausen, von Fontänen in der Großen Isar an der heutigen Steinsdorfstraße, von einer Feuerwerksinsel oder von einem Industriegebiet am Auer Mühlbach die Augen reiben. Er wird sich wundern, wieso er noch nie was gehört hat von dem weitgehend vergessenen Michael Georg Conrad und seinem Roman „Was die Isar rauscht” oder von dem aus München geflohenen Künstler Carl Dieffenbach und seiner Kommune in Höllriegelskreuth. Aktuelle Fotos werden ihn dazu ermuntern, einmal Kleinvenedig am …

Ella von der Haide, Künstlerin

Dipl.- Ing. der Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsgärtnerin, Künstlerin, Filmemacherin: Eine andere Welt ist pflanzbar   Wo leben Sie und was verbindet Sie mit der Isar? Ich lebe in Pullach und bin hier in der Gegend auch aufgewachsen. Mich verbinden viele schöne und aufregende Erinnerungen mit der Isar. Ausserdem ist mein bürgerlicher Vorname Isabella aber inoffiziell war ich immer Isarbella .   Haben Sie einen Lieblingsplatz an der Isar und was macht ihn so besonders? Am Liebsten mag ich die ersten Kilometer der Isar im Karwendel. Dort die Kajaks erst nach hinten zu schieben und dann vor zu paddeln ist immer wieder schön, anstrengend und spannend.   Welches Projekt spielt für Sie im Isarraum eine besondere Rolle? und wie sehen Sie dessen Entwicklung, was kann und muss gefördert werden und wie? München wächst und damit auch der Druck auf Grünflächen in und um München, wie auch die Isarauen. Wichtig ist es daher wohnungsnahe Grünflächen zu schaffen und zu erhalten. Urbane Gärten sind da eine Möglichkeit. Ausserdem ist es wichtig, dass wir zu einer anderen Landwirtschaft finden, …

Flößer, Zimmerer, Baumeister auf dem Alten Südlichen Friedhof

Einladung zur Führung mit Franz Schiermeier am 19. November 2017, 11 Uhr   Rund um die Obere Floßländ entwickelte sich über die Jahrhunderte ein Gewerbegebiet. Hier lagen mehrere Mühlen wie die Westermühle und Zimmereien wie Reiffenstuel und Pössenbacher, in denen die angelieferten Holzstämmme der Flöße verarbeitet wurden. Der Stadtspaziergang führt von der ehemaligen Oberen Floßländ in den Alten Südlichen Friedhof, zu Flößern, Zimmerern, Bau- und Braumeistern des. 19. Jahrhunderts. Treffpunkt: Karl-Heinrichs-Ulrichs-Platz (Glockenbachviertel) Sonntag: 19.11.2017, 11 Uhr Teilnahmegebühr für Vereins-Mitglieder 5 Euro, für Nichtmitglieder 8 Euro.   Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Umtrunk im Paulaner Bräuhaus am Kapuziner Platz 8.   Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Helga Lauterbach Vorsitzende Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Bruderhofstr. 43 81371 München Fon/Fax: 089-723 55 27 info@floesser-kulturverein.de Werden Sie Mitglied im Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V.! Mehr Informationen

17. Münchner Wissenschaftstage 2017

Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH 17. Münchner Wissenschaftstage 25. bis 28. November 2017 „Zukunftspläne – Forschung, Gesellschaft, Mensch“ Wissen für alle +++ Spaß am Entdecken +++ vier ganze Tage zentrales Programm +++ Spitzenforscher präsentieren ihre Arbeit +++ leicht verständlich +++ unabhängig +++ Eintritt frei Wohin steuert unsere Welt? Können wir unsere Zukunft gestalten? Unter dem Motto „Zukunftspläne: Forschung, Gesellschaft, Mensch“ stellen die Münchner Wissenschaftstage dieses Jahr die aktuellsten Zukunftsthemen in den Fokus. Mehr als 300 Experten präsentieren ein kreatives und kritisches Forum für den Austausch zwischen Wissenschaftlern und Bürgern. Zentraler Veranstaltungsort ist die Alte Kongresshalle und das gegenüberliegende Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Vorträge In 29 Vorträgen gehen Spitzenwissenschaftler in der Alten Kongresshalle der Frage nach, was Wissenschaft und Technik künftig für unsere Gesellschaft leisten können. Unter anderem erörtern sie, welche Rolle künftig das Internet spielen wird, wie sich Cyberkriminalität bekämpfen lässt und ob es überhaupt noch Privatheit in einer digitalisierten Welt gibt. Sie erläutern, was Assistenzroboter alles leisten können und wie Drohnen unseren Alltag verändern …

Patrick Lange, Fahrradpendler

Geschäftsführer der Südkino Filmproduktion GmbH,  verheiratet, 1 Kind Herr Lange, was verbindet Sie mit der Isar? Vor ein paar Jahren bin ich von München mit meiner Familie aufs Land raus gezogen, nach Icking. Wir hatten das Gefühl, dass es an der Zeit war, und unsere Tochter sollte „draußen“ eingeschult werden. Ich bin in München geboren und hab dort in vielen Wohnungen gelebt, aber bei der Wahl des Viertels hab ich schon immer geschaut, dass ich nah an der Isar wohne. Das war mir als Bewegungsmensch schon immer ein wichtiges Kriterium. Es ist ja egal, in welche Richtung und wieviele Brücken man abläuft- das ergibt immer eine schöne Laufstrecke. Jetzt bin ich mit meiner Familie wieder an der Isar gelandet, nur eben ein Stück weiter flussaufwärts im Isartal. Das ist schon auch ein sehr schöner Abschnitt der Isar, und ich freu mich sehr, dort zu leben. Zum Glück hatte mir ein Freund, der ein ziemlich extremer Sportler und ein Berufs-Radlpendler ist, den Tipp gegeben, bei der Wahl des neuen Wohnorts zu berücksichtigen, dass ich den Radius …

Die Lange Nacht der Museen 2017

Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH So funktioniert Die Lange Nacht Samstag, 14. Oktober 2017 von 19 bis 2 Uhr in München Zum 19. Mal lädt am Samstag, den 14. Oktober 2017 „Die Lange Nacht der Münchner Museen“ zum nächtlichen Rundgang durch Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Technik. Von 19 bis 2 Uhr zeigen Museen, Sammlungen und Galerien ihre Schätze. Mit dabei sind gut 90 Häuser, darunter auch Kirchen, architektonische Highlights, Archive, Kunstprojekte und historische Orte. Durch sechs verschiedene, extra eingerichtete Bustouren der MVG werden die teilnehmenden Orte miteinander vernetzt und im 10-Minuten-Takt angefahren. Start- und Endhaltestelle ist der Odeonsplatz. Ein guter Knotenpunkt, aber kein Muss, der Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen möglich. Ob Neuling oder treuer Anhänger – wer zur Museumsnacht kommt, schätzt deren einmaliges Angebot und Flair. Zu sehen gibt es neben den laufenden Ausstellungen viele Sonderprogramme und jede Menge Attraktionen. Dabei präsentiert sich jedes Haus individuell und lädt zum Vorbeischauen und Kennenlernen ein. Am Nachmittag bieten von 14 bis 18 Uhr so viele Museen wie noch nie ein Kinderprogramm: Von der Antike …

Dr. Sebastian Hanfland, Geschäftsführer Landesfischereiverband Bayern

Begleitwort zur zweiten Ausgabe 2017: Interview: Welche frühen persönlichen Erinnerungen bringen Sie mit der Münchner Isar in Verbindung? In den 70ger Jahren war ich mit meinen Eltern oft an der südlichen Isar bei Grünwald, habe Kleinfischarten wie Elritzen und Schmerlen mit der Hand oder der Flasche gefangen und die Nasenschwärme bewundert. Später habe ich die großen Schulen von Äschen beim Steigen beobachtet – so nennt man es wenn Fische die Oberfläche beim Fressen durchbrechen. Es sah aus als ob es regnete. Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Zeit als Jugendlicher an der Isar beim Baden, an die Isarfeste am Flaucher und der Holzbrücke bei der Emmeramsmühle. Damals waren Lagerfeuer noch erlaubt. Es gab wesentlich mehr Fische, weniger Müll und kaum Glasscherben. Angeln durfte ich damals leider noch nicht in der Isar. Trotzdem hänge ich dieser Zeit zugegebener Maßen nach. Was reizt Sie am Fischen an der Isar? Fischen ist für mich kein bloßes Hobby sondern eine richtige Leidenschaft. Der Fischereiverein, der die Isar von Grünwald bis Erching bewirtschaftet, hatte stets großen Andrang. Auf einen …

Fischen in der Isar

Natürlich gibt es an der Isar längst keine Berufsfischer mehr, der Fluss wird von Fischereivereinen, in München seit über 50 Jahren vom Verein „Die Isarfischer e. V.”, „bewirtschaftet”. Das Vereinsgewässer reicht als städtische Isar von der südlichen Stadtgrenze bei Großhesselohe bis zum Oberföhringer Stauwehr und von dort als Mittlere Isar bis Dietersheim nördlich von Garching. Der Verein hat das Fischrecht von der Stadt München gepachtet und gibt jährlich an eine begrenzte Zahl von Mitgliedern Erlaubnisscheine aus. Um in München in der Isar zu fischen, muss man also drei Voraussetzungen erfüllen: Man muss einen allgemeinen Fischereischein besitzen (Prüfung!), Mitglied der Isarfischer sein und eine spezielle Lizenz für einen der beiden Isarabschnitte besitzen. Und nicht zu vergessen: Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich umweltbewusst zu verhalten. (Foto: Florian Moellers, Text: Peter Klimesch)

Grillen und Ballern am Flaucher

Liebe Isarfreunde, der Sommer ist im vollem Gange und damit auch die große Zeit an der Isar und mit der Isar. Seit der Beendigung der Renaturierung im Jahre 2011 ist die Isar der Hotspot in unserer Stadt. An jedem sonnigen Tag bevölkern Tausende von Erholungsuchenden und Feierlustigen die Isarufer. Allein schon die physische Anwesenheit hinterlässt Spuren: Verdichtung der Böden, niedergetrampelte Blumenwiesen, gestörte Ruhebereiche von Fischen und Landtieren… ..Ja, wir leben in einer Großstadt und da muß man Abstriche machen, werden jetzt viele denken und das stimmt natürlich. Großstädte brauchen Grünzonen, welche auch für die Menschen dort zugänglich sind. Der Bereich entlang der Isar ist eine solche Grünzone – aber gleichzeitig ist dieser Bereich auch ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Teilweise ist es auch als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) ausgewiesen, welches noch höhere Schutzanforderungen definiert. Glücklicherweise ist der Zugang und die Nutzung trotzdem erlaubt. Dafür sollten wir dankbar sein. Ein großer Teil der Isarbesucher (ca. 80%) weiß dies auch zu schätzen und verhält sich entsprechend. Leider denken nicht alle so. Geht man morgens gegen 6 Uhr, vor der Müllreinigung, …

Flusserlebnis Isar – der Name ist Programm!

Ein Beitrag von Staatsministerin Ulrike Scharf Kaum ein Fluss ist so eng mit der bayerischen Geschichte verbunden wie die Isar: Sie ist und bleibt der Fluss der Bayern. Seit jeher galt sie als reißend, wild und gefährlich. Kein Wunder, konnten doch ihre Hochwässer schnell und unerwartet Zerstörung und Leid über die Bevölkerung bringen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Isar daher vor allem zum Schutz vor Hochwasser, aber auch zur Land- und Energiegewinnung befestigt, begradigt, eingedämmt und letztlich in eine Kette von Stauseen gezwängt. Eine Entwicklung, die der Mensch damals als Ausdruck besonderer Modernität begriff. Heutzutage dagegen schätzt man natürliche Gewässerlandschaften. Uferwege und Auwäl-der bieten dem Menschen Erholung und Freizeitmöglichkeiten. Dem entspricht auch ein neues Verhältnis zur Isar: Nach jahrelangen Bemühungen zeigt sich die „Reißende“ heute an der Oberen und Mittleren Isar und durch den Isar-Plan auch in München vielfach renaturiert und durchgängig gestaltet. Bis 2021 soll die Isar vom Sylvensteinspeicher bis zur Mündung bei Deggendorf für Fische wieder durchwanderbar werden. Auch die Wasserqualität verbesserte sich in den letzten Jahren entscheidend. Ab 2000 …

Die Isar: Zu sauber?

Saubere Isar? „ … wäscht nicht nur sauber, sondern rein”, so lautete der Werbespruch für ein bekanntes Waschmittel. Auf die Isar angewendet: Ist ihr Wasser nur sauber oder auch rein? Dass das Wasser eines Flusses, der durch besiedeltes Gebiet geflossen ist, keine Trinkwasserqualität besitzen kann, leuchtet ein. Mit Güteklasse II gilt die Isar als „mäßig belastet” und ist damit zum Baden, nicht aber als Trinkwasser, bedenkenlos geeignet. Das wurde vor allem durch die technische Aufrüstung der Kläranlagen am Oberlauf durch UV-Desinfektion erreicht. Einer Steigerung der Wasserqualität stehen neben den Einschwemmungen aus der Landwirtschaft auch die Fäkalien der domestizierten Wasservögel entgegen. Dass man das meist kristallklare Wasser dennoch nicht als rein bezeichnen kann, liegt auch an dem unsichtbar gelösten Chemikalien-Cocktail aus Industrie und Haushalten – z.B. Medikamentenrückstände –, der unsere Kläranlagen ungefiltert passiert. Bei Messungen hat man allerdings nirgends gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen gefunden. Doch welchen Einfluss hat die Millionenstadt selbst auf das Isarwasser? Vielleicht sind Ihnen bei einem Spaziergang am Fluss schon einmal gemauerte Auslässe in der Uferböschung aufgefallen, denen oft unangenehme Gerüche nach Kanalisation entströmen. 23 …

Michael Kiefer, Pfarrer St. Maria Thalkirchen

St. Maria Thalkirchen in München   Was brachte Sie nach München? In unser schönes München hat mich unser Erzbischof Reinhard Kardinal Marx berufen. Vor 5 Jahren ist mir ein Wechsel meiner Pfarrstelle nahegelegt worden, so dass ich vom „schönsten Dorf“ Anger (laut König Ludwig von Bayern) in die schönste Kirche Münchens nach Maria Thalkirchen umgezogen bin.   Was verbinden Sie mit einem Fluss und was reizt Sie besonders an der Isar? Flusslandschaft ist immer lebendige Geschichte, die das gestern mit dem heute reizvoll verbindet. Trotz der 100 prozentigen Naturerfahrung von Fluss und Auen Landschaft inmitten der Stadt war und ist die Isar eine Lebensader, welche München entstehen und wachsen hat lassen und heute so lebenswert macht. Ich selber spüre das auf jeder Gassigeh Route mit meiner Hündin Elsa!   Lassen mehr Brücken und Unterführungen in München entlang des Flusses die Menschen enger zusammen wachsen? Brücken sind Pfeiler der Mobilität der Menschen. Im päpstlichen Titel PONTIFEX kommt die große Bedeutung eines Bruckenbauers zum Ausdruck. Gut, dass unsere Thalkirchner Brücke so konstruiert ist, dass die Fußgänger und …

Rasem Baban, Vorstand Münchener Tierpark Hellabrunn AG

Tierpark Hellabrunn, München, verheiratet, 3 Kinder Warum leben Sie in München und was verbindet Sie mit dem Fluss Isar? Ich war 12 Jahre im Leipziger Zoo und dort zuletzt als stellv. Direktor tätig und erhielt die einmalige Chance hier im Münchner Tierpark zu arbeiten und um ihn zukunftsorientiert zu verbessern. Im Besonderen die Haltungsrichtlinien der Tiere, unseren Bildungsauftrag und Erhaltung des Artenschutzes, sowie das Ausbauen der Naturoasen im Zoo. Entsprechen die Gehege noch den heutigen Vorgaben? Diese Verschärfen sich und wir müssen darauf reagieren. So konnten wir zum Beispiel unseren Asiatischen Elefanten das berühmte Elefantenhaus nach strengen Denkmalschutzrichtlinien nach originalen Vorlagen wieder zur Verfügung stellen. Neben meiner beruflichen Tätigkeit an der Isar, verbindet mich die Faszination eines wilden Flusses, der durch eine Millionenstadt rauscht. Die Renaturierung ist ein gutes Vorbild für viele andere Städte. Dies ist in Deutschland einmalig, so wirkt der Fluss nicht eingeengt und unaufdringlich im Stadtbild. Zudem ist die Strecke Kleinhesseloher Brücke bis zum Brückenwirt meine sonntägliche Laufstrecke und einer meiner Lieblingsplätze.   Wie wird das Wasser der Isar für den Tierpark …

Den richtigen Ökostrom erkennen

Mehr als sieben Millionen Deutsche beziehen Ökostrom, und fast jeder Energieversorger bietet mittlerweile einen eigenen Ökostrom-Tarif an. Im Schnitt kann jeder Bundesbürger zwischen rund 100 Anbietern von vermeintlich grünem Strom wählen. Doch nicht jeder Tarif leistet einen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt. Woran erkennt man also einen „guten“ Ökostromtarif? Wer bekommt mein Geld? Die allermeisten Stromanbieter bieten ihren Kunden nicht nur grünen, sondern auch konventionellen Strom an. Das trifft nicht nur auf die großen Energiekonzerne zu, sondern auch auf Stadtwerke und Discountanbieter. Manche Versorger haben außerdem Anteile an Kohle- oder Atomkraftwerken und verdienen damit am alten System der klima- und umweltschädlichen Energieerzeugung mit. Wer das nicht unterstützen möchte, sollte einen unabhängigen Anbieter wählen, der ausschließlich auf Erneuerbaren Energien setzt und unabhängig von den Atom- und Kohlekonzernen ist. Ökostrom aus Kohle? Zusätzlich zu der Frage, welche Art Anbieter – und somit welche energiepolitische Vision – der Kunde über seine Stromrechnung unterstützen möchte, gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Zwar kommt aus der Steckdose immer der gleiche Strom – nämlich der des nächstgelegenen Kraftwerks – dennoch ist …

Die Flößer kommen

Eine Führung mit Helga Lauterbach Es zählt zu den Attraktionen der Stadt, wenn sich von Mai bis September Münchens einzige Floßlände wieder mit Leben füllt. Waren es früher vor allem Transportflöße die hier anlegten, so sind es heute die beliebten Ausflugsflöße, die magisch Münchner und Touristen gleichermaßen in ihren Bann ziehen. Das Einfahren der Flöße im Floßkanal, das Anländen, wie der allgemeine Ländbetrieb, das spektakuläre Zerlegen der 18 m langen Flöße mittels Kran und Greiferzange sowie das Aufladen der Floßstämme auf die Langholztransporter zum Rücktransport nach Wolfratshausen zeugen höchst lebendig vom jahrhundertealten Handwerk der Flößerei. Mehr über die Geschichte der Flößerei und die Bedeutung der Isar als Wasserstraße wird auf der Führung vermittelt, die von der Floßlände zum Isar-Werkkanal bis zur offenen Isar und weiter zum Flößerdenkmal in Hinterbrühl führt. Dauer der Führung ca. 2 Stunden In der ehemaligen Flößergaststätte Hinterbrühl besteht die Möglichkeit zur Einkehr und zur Teilnahme am geselligen Mitgliederstammtisch des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen e.V. Seit 2014 ist die Flößerei als immaterielles Kulturerbe in die Liste der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. aufgenommen mit dem Logo …

Die Lange Nacht der Musik 2017

Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH EINE STADT – EINE NACHT – DIE MUSIKNACHT 400 KONZERTE von 20 bis 3 Uhr in München Am 6. Mai feiert München zum 18. Mal: Die Lange Nacht der Musik Das Besondere an der Langen Nacht: so vielfältig wie die etwa 100 teilnehmenden Spielorte sind auch die Spielarten der Musik. Mit dabei sind große Konzerthäuser, kleine Musikbühnen und Kneipen, Restaurants, Tanzschulen, Clubs, Kirchen und Hotels aber auch Einrichtungen wie die GEMA oder die ZAV Künstlervermittlung der Agentur für Arbeit München. Geboten werden Klassik, Rock, Pop, Jazz, Swing, Salsa, Tango, Funk & Soul, traditionelle und moderne Volksmusik sowie Tanzkurse, Führungen und Performances – alles live. Bleibt noch die Frage, wie man in der Langen Nacht mobil bleibt: Die Spielstätten sind miteinander vernetzt und werden auf vier verschiedenen Touren (Zentrum, Schwabing, Ost, Südwest) von Shuttlebussen der MVG angefahren. Das Ticket kostet 15 € und gilt als Eintrittskarte für alle beteiligten Häuser sowie als Fahrkarte für die Sonderbusse. Eine fest vorgegebene Route gibt es nicht – jeder kann sich seinen eigenen Konzertplan zusammenstellen, …

Bilder aus der alten Au

Bücher von Peter Klimesch Von Peter Klimesch sind zwei Bücher über die Münchner Au mit Schwerpunkt Nockherstraße erschienen: Drunt in der grünen Au. Die Nockherstraße im Wandel der Zeit. 188 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. 19,80 €. Bilder aus der Alten Au. Nockherber. Nockherstraße. Kolumbusplatz. 140 Seiten mit 62 ganzseitigen Abbildungen. Preis: 17,80 €. Beide Bücher sind über den Buchhandel, aber auch beim Autor direkt portofrei zu beziehen: P.Klimesch(at)gmx.de

Dringend sucht der Flößer-Kulturverein

Wer kann Hilfe leisten? Das bisherige Vereinsdepot wird in Bälde geschlossen. Der Verein sucht deshalb dringend nach einem neuen trockenen und absperrbaren Raum für seinen Fundus. KONTAKT: Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. Vorsitzende Helga Lauterbach, Autorin Bruderhofstraße 43 81371 München www.floesser-kulturverein.de E-Mail schreiben

Sandra Lohrey, Hebamme, MSc

Hebamme im Geburtshaus München, 1 Kind, verheiratet   Frau Lohrey, kommen Sie immer pünktlich zu den Hausgeburten oder bräuchte eine Hebamme mehr Brücken über die Isar? Ja, es gibt immer wieder mal die eine oder andere Situation wo ein Kind so schnell kommt, dass ich es als Hebamme nicht rechtzeitig zur Hausgeburt schaffe. Meistens sind das Frauen mit dem zweiten oder dritten Kind. Dann wünschte ich mir zwar keine zusätzliche Brücke, (mir) aber ein Blaulicht… um schneller durch den Münchner Stadtverkehr zu kommen.   Kann man ohne elektrischen Strom Kinder auf die Welt bringen? Ja natürlich! Für die wirklich wesentlichen Dinge im Leben braucht man ja Gott sei Dank noch keinen Strom! Kinder können wunderbar z.B. bei Kerzenschein gezeugt werden. Zum Gebären brauchen Frauen keinen Strom sondern gute Begleitung und eine ruhige geschützte Umgebung. (Beim Sterben ist es vermutlich ganz ähnlich.)   Welchen Ort an der Isar haben Sie auf eine besondere Art und Weise erlebt? Vor einigen Jahren bin ich mit dem Mountainbike mal an die Isarquelle geradelt… um mal zu schauen wo das …

Dr. med. Martin Güthlin, Arzt

Homöopathischer Arzt und Internist Herr Dr. Güthlin, was brachte Sie nach München? Ich bin seit 1990 in München und habe hier Medizin an der Technischen Universität studiert. Ich wollte vor allem nach München wegen der guten kulturellen Angebote, der Oper und dem Schauspiel. Der Charme der Stadt hat mich seither nicht mehr losgelassen, so dass mein beruflicher Werdegang – von kleinen Seitenblicken nach Wien und London abgesehen – mit München eng verbunden ist. Nach der Facharztausbildung im Klinikum Bogenhausen und anschließender Tätigkeit im Krankenhaus für Naturheilweisen in Harlaching habe ich mich vor 13 Jahren am Englischen Garten als „homöopathischer“ Internist niedergelassen.   Was verbinden Sie mit der Isar? Privat oder beruflich? Mit Rad, mit dem Auto oder zu Fuß? Ich stamme aus einer Stadt direkt am Oberrhein, ein Fluss durch die Stadt wie die Isar löst gleich Heimatgefühle in mir aus. Meine Praxis liegt in der Nähe des Eisbaches, der ja auch ein kleines Stück Isar ist. Meine Hausbesuche mache ich sehr gerne mit dem E-Bike, weil ich dabei auch einmal in der Woche bis …

Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl, Wissenschaftler

Generaldirektor Deutsches Museum und Oskar von Miller Lehrstuhl für Wissenschaftskommunikation School of Education und Physik Department, TU München   Herr Prof. Heckl, was verbindet sie nach so vielen Jahren in München mit dem Fluss Isar im Zentrum der Landeshauptstadt von Bayern? Ich habe hier auf der Museumsinsel den schönsten Arbeitsplatz der Welt. Ich darf arbeiten inmitten der Isar, an einem so großartigen Ort. Und aus dem Fenster meines Büros kann ich auf die nur maßvoll gezähmte Isar schauen – samt Bäumen und dem Bieber, der dort lebt. Vor zwölf Jahren hat mich meine Berufung zum Generaldirektor des Deutschen Museums auf diese Insel naturwissenschaftlich-technischer Kultur gebracht. 1978 war ich schon aus meiner oberpfälzischen Heimat Parsberg zum Studium der Physik an die TUM gekommen. Jahrelang bin ich mit dem Rad den schönen Isarweg von der Studentenstadt Freimann zum Studium und zur Promotion nach Garching gefahren. Für das Deutsche Museum spielt die Isar natürlich auch eine große Rolle. Wir möchten die Museumsinsel für die Münchner stärker öffnen – nicht nur für die Museumsbesucher, sondern für alle Menschen. Ein …

Markus Stangl, Bildhauer

freischaffender Künstler, in Grünwald, wild verheiratet, 2 Kinder Herr Stangl, Sie kennen die Isar ja schon seit Ihrer Studienzeit. Hat die Renaturierung den Lebensraum Isar verbessert? Die vielgepriesene Renaturierung der Isar betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Mich stört vor allem das Scheinheilige daran. Wenn man einen Fluss hat, der keine 100 km von seinem Quellgebiet weg ist, dann sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Wasserqualität zum Baden geeignet ist. Da sollte man doch eher kleinlaut sein, und sich genieren dafür, dass es jemals anders war. Und dann bedeutet die Renaturierung auch, dass der Fluss genauso kommerziell genutzt wird wie immer schon, nur diesmal touristisch. Und auch diese Nutzung wird der Fluss leider nicht unbeschadet überstehen. Und als im Frühjahr 2015 mit den heftigen Stürmen sich die Natur ihre eigenen Gedanken zur „Landschaftsgestaltung“ machte, war ich damit natürlich auch nicht einverstanden….   Wie wichtig ist Ihnen und Ihrer Familie die Isar. Sie wohnen ja in unmittelbarer Nähe. Verbringt Ihr viel Zeit an der Isar? Ich persönlich mag Wasser, und könnte mir auch nicht vorstellen an einem Ort zu …

Die Bäckermühle

Vergessene Wasserkraft: Wo heute der Mittlere Ring den Auer Mühlbach überquert, unter dem legendären Giesinger Stadion, stand die älteste Mühle im Raum München. Sie war eine von mindestens sieben Mühlen am Auer Mühlbach, von denen heute keine mehr als Mühle in Betrieb ist. Bereits für das Jahr 957 nachgewiesen, wurde sie Anfang des 16. Jahrhunderts nach ihrem Besitzer Schrafnagel-Mühle genannt. Nach mehreren Besitzerwechseln und einem Umbau Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie nach der Tivoli-Mühle im Englischen Garten als „Bavaria-Kunstmühle” zur zweitgrößten Getreidemühle in München. Ende der 1960er Jahre wurde das Mühlengebäude mit einem erst 1937/38 errichteten Siloturm abgerissen. An seiner Stelle steht heute am Rande des Candidplatzes ein abweisender dunkler Gebäudekomplex. An Stelle des alten Turbinenhauses errichtete nach langen Auseinandersetzungen mit der Stadt der KFZ-Meister Günter Tremmel 1987/88 ein Kleinkraftwerk mit zwei Turbinen, die ca. 1,3 Millionen Kilowattstunden liefern.

Isarwerk 3

Strom durch Wasserkraft – München/Sendling: Etwa auf Höhe von Werk 2  zweigte seit eh und je der Große Stadtbach, der das gesamte Netz der Stadtbäche mit Wasser versorgte, von der Isar ab. Die städtische Kanalisation hatte inzwischen die Stadtbäche und damit auch den Großen Stadtbach weitgehend überflüssig gemacht. Man nutzte ihn jetzt als Verlängerung des Werkkanals. An diesem errichtete man an der Isartalstraße kurz vor der Braunauer Eisenbahnbrücke das Isarwerk 3. Unmittelbar dahinter ergießt sich der Großteil des Wassers in die Isar und nur ein kleiner Teil versorgt als Westermühlbach die Reste der einstigen Stadtbäche. Bleibt noch nachzutragen, dass alle drei Kraftwerke in ihrer äußeren Gestalt dem Denkmalschutz unterliegen, aber technisch aufs modernste aufgerüstet sind.

Isarwerk 2

Das Wasserkraftwerk am Flaucher: Für den gleichzeitigen Bau der nächsten beiden Kraftwerke von 1921 bis 1923 musste man den Werkkanal  noch einmal verlängern. Wenn man sich auf der Straße „Am Isarkanal” an diesem Kanal entlang von der Thalkirchener Brücke zum Flaucher begibt, kommt man an zwei Kliniken und schließlich am Isarwerk 2 vorbei. Geht man anschließend über die Schinderbrücke, so gelangt man am Schinderstadl vorbei zum Flauchersteg. Dort schießt bei Hochwasser vom höher gelegenen Werkkanal über einen Auslass Wasser sturzbachartig in den darunter befindlichen Gumpen und hüllt den Spaziergänger in eine Wolke feinster Nebeltröpfchen.

Isarwerk 1

Wasserkraft an der Isar in Thalkirchen: Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden an einem künstlich angelegten Seitenkanal der Isar zwischen Buchenhain und der Großhesseloher Brücke zwei private Wasserkraftwerke betrieben. Als wenige Jahre später auch die Stadt München weiter flussabwärts ein solches Kraftwerk plante, wurde in den Jahren 1906-1908 der Kanal nach Norden bis Thalkirchen verlängert. Das Kraftwerk erhielt den Namen Isarwerk 1. Geht man am Ende des Tierparks über den Marienklausensteg in Richtung Floßlände, so hat man von der sich anschließenden Brückenschleuse über den Werkkanal einen schönen Blick auf dieses frühe Industriedenkmal.

Die Kraemer’sche Kunstmühle

Das Wasserkraftwerk der Kraemer’schen Kunstmühle: www.kraemermuehle.com Energie aus dem Auer Mühlbach Vor über 300 Jahren begann die enge Beziehung zwischen dem Auer Mühlbach und der Kraemer’schen Kunstmühle in Untergiesing. Schon 1701 wurde an dieser Stelle eine Papiermühle errichtet, um die Energie des bestehenden kleinen Gefälles zu nutzen. Carl Jakob Kraemer erwarb 1863 diesen Betrieb und baute ihn zu einer Getreidemühle um. Grundstück und Gebäude befinden sich somit seit fünf Generationen im Besitz der Familie Kraemer. Nach der Stilllegung im Jahre 2007 und dem folgenden Umbau werden die Gebäude heute unter anderem an Werbeagenturen, einen Kindergarten, Architekten, Fotografen, Ingenieure und an eine Kaffeerösterei vermietet. Zu den Öffnungszeiten des Caffé Fausto kann man durch eine Glasscheibe hindurch immer noch die Wasserkraftanlage besichtigen. Im Wasser nimmt eine im Jahre 1949 eingebaute Voith-Turbine der Bauart „Francis“ die Kraft der 10.000 Liter Wasser auf, die in jeder Sekunde durch den Bach rauschen. Das nicht benötigte Wasser läuft durch einen Leerschuss. Früher wurden die Maschinen der Mühle direkt über die sogenannten Transmissionen angetrieben. Dies waren große Schwungräder, die durch lange Lederriemen …

Der Bau des Praterkraftwerkes

Praterkraftwerk – Ökostrom aus dem Herzen Münchens www.greencity-energy.de Seit jeher ist die Isar eine Lebensader für München und seine Bürger, sei es zur Energieversorgung oder zur Erholung. Zudem wäre München ohne die Isar vermutlich gar nicht entstanden, basiert die Stadtgründung doch auf einem Kloster, das nicht zuletzt für das Brauwesen auf das frische Wasser angewiesen war, sowie einer Zollbrücke an der durchlaufenden Salzstraße. Durch die Isar verfügt München außerdem über ein hohes Wasserkraftpotenzial, das seit dem frühen 20. Jahrhundert genutzt wird. Zukunftsforscher sagen eine zunehmende Urbanisierung voraus, die bereits begonnen hat. Das bedeutet, gerade Städte werden mehr und mehr Energie benötigen, die vor Ort gewonnen und zukünftig im Rahmen der Sektorenkopplung auch mehr und mehr lokal genutzt werden wird. Das heißt auch, Energiegewinnung wird noch kleinteiliger und dezentraler werden und gerade in urbanen Räumen müssen alle vorhandenen Potenziale zur umweltfreundlichen Energiegewinnung wahrgenommen und effizient umgesetzt werden. In dem Gefälle der Isar-Kaskaden auf Höhe der Münchner Schwindinsel schlummerte dieses Potenzial, bis es 2010 mit der Inbetriebnahme des Praterkraftwerks gehoben wurde. Und das Konzept von Green City …

Die Feuerwerksinsel

Text: Peter Klimesch Foto: Stephan Paul Stuemer Nur Wenige können heute mit der Bezeichnung „Feuerwerksinsel” etwas anfangen. Wo soll diese Insel sein, und warum heißt sie so? Die Erklärung liefert uns Michael Georg Conrad in seinem Roman „Was die Isar rauscht” von 1888. Er erwähnt dort namentlich einen gewissen Heinrich Burg, der tatsächlich im Stadtadressbuch von 1884/85 verzeichnet ist. Er wird dort als Pyrotechniker ausgewiesen und lebt im selben Haus wie Conrad in der damaligen Quaistraße – seit 1888 Teil der Steinsdorfstraße. Conrad lässt ihn von seiner Wohnung auf die Insel gehen, „um in geheimnisvollen, zwischen Büschen versteckten Laboratorien in Gestalt von alten, verwitterten Bretterhäuschen seiner pyrotechnischen Zauberkunst zu obliegen…” Das Hauptgeschäft, die „Privilegierte Kunst-Feuerwerkerei Heinrich Burg” befand sich in der Balanstraße. Auf dem menschenleeren Gelände der Feuerwerksinsel, dem südlichen Zipfel der heutigen Praterinsel, veranstaltete Heinrich Burg seine manchmal sicher spektakulären Versuche, die der Insel ihren Namen einbrachten. Die Feuerwerksinsel war mit einem begehbaren Wehr zwischen Großer und Kleiner Isar mit der Praterinsel verbunden. Das Wehr und die Stege wurden 1888 abgerissen, der Zwischenraum mit …

Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt der LH München

Begleitwort zur ersten Ausgabe 2017: Interview: Frau Jacobs, was finden Sie besonders toll an der Isar und ihrem Lebensraum? Haben Sie einen Lieblingsplatz? Mich fasziniert der Gegensatz der innerstädtischen Isar mit ihrem urbanen Flair und dem renaturierten südlichen Teil der Isar mit seinen Inseln, Kiesbänken und Auwäldern. Der Aufenthalt an der Isar, sei es zu Fuß oder mit dem Fahrrad, bietet einen sehr hohen Erholungswert und das mitten in der Stadt! Die Isar stellt ein Aushängeschild für München dar, das es zu schützen und zu bewahren gilt. Was wurde für München durch die Isarrenaturierung erreicht? Die Ziele des Isar-Plans waren der Schutz vor Hochwasser, die naturnahe Gestaltung der Flusslandschaft und mehr Qualität für Freizeit und Erholung, also die Verbesserung der Erlebbarkeit des Flusses. Diese sich nur scheinbar widersprechenden Ziele wurden hervorragend erreicht. Einerseits verbesserten sich die Lebensbedingungen und Vielfalt der isartypischen Tier und Pflanzenwelt durch den neuen Strukturreichtum. Andererseits ist die Isar für die Besucherinnen und Besucher sehr attraktiv geworden. Zudem ist München vor einem statistisch einmal in hundert Jahren vorkommendes Hochwasserereignis geschützt. Wie lassen …

Pariser Flair in München: Der Kabelsteg über die Isar

Dem eleganten Kabelsteg, 1898 erbaut und deutlich vom Jugendstil geprägt, sieht man nicht an, dass er für einen ganz prosaischen Zweck errichtet wurde. Es diente nämlich dazu, Stromkabel von Münchens erstem Kraftwerk, dem Muffatwerk auf der Kalkofeninsel, in die Stadt überzuleiten, wo der Strom für die eben einsetzende elektrische Straßenbeleuchtung und die elektrischen Straßenbahnen gebraucht wurde. Heute bildet er – beleuchtet durch moderne Straßenlaternen – zusammen mit der Mariannenbrücke einen beliebten Fußgängerübergang über die beiden Isararme.

Unterführung Karl-Müller-Weg unter der Ludwigsbrücke

Müller´sches Volksbad und Muffathalle stehen auf einer Halbinsel zwischen Kleiner Isar und Auer Mühlbach. Weil sich hier im 19. Jahrhundert ein städtischer Kalkofen befand, heißt sie noch heute Kalkofeninsel. Erschlossen wird sie durch den Karl-Müller-Weg, benannt nach dem Ingenieur Karl Müller, der den Bau des Volksbades durch eine Schenkung ermöglichte. Der Weg endet im Süden an einer Unterführung unter der äußeren Ludwigsbrücke. Hinter Graffiti links vom Tunneleingang verbirgt sich eine Tür, die einst in eine öffentliche Toilettenanlage führte. Demnächst soll hier eine Kneipe eröffnet werden. Auf der anderen Seite des Tunnels erwartet einen die Bronzeskulptur eines Mädchens, das träumerisch in den Himmel schaut und darüber nachdenkt, ob eine Toilette nicht wichtiger wäre.

Vater-Rhein-Brunnen

Rund um den Vater-Rhein-Brunnen, den die Straßburger nach dem ersten Weltkrieg nach München auf eine Isarinsel abgeschoben haben, genießt man im Winter Ruhe und Beschaulichkeit. Im Sommer wird dieser nördliche Teil der Museumsinsel zum so genannten „Kulturstrand”, einer Partyzone, um deren Gestaltung und gastronomische Nutzung verschiedene Betreiber streiten.

Auf der Insel

Auf einem Wehrsteg mit zehn Schleusentoren zwischen den beiden Isararmen gelangt man von der Praterinsel unter überhängenden Kastanien auf einer Promenade an der Großen Isar auf die Museumsinsel. Auch wenn keine Ruderboote mehr hier auf dem aufgestauten Fluss schaukeln wie im 19. Jahrhundert – für Romantik sorgen auch heute noch ein gusseisernes Geländer aus vergangenen Zeiten und die Lichtreflexe der Straßenlaternen von Steinsdorfstraße und innerer Ludwigsbrücke. Bei einem abendlichen Winterspaziergang, wenn der „Kulturstrand” Pause macht, könnte man leicht vergessen, dass man nur wenige hundert Meter vom Zentrum einer Millionenstadt entfernt ist.

Christina Oberle, Hebamme, MSc

Hebamme und Mutter von 2 Kindern, www.hebamme-oberle.de   Frau Oberle, was brachte Sie nach München? Ich bin vor zehn Jahren für die Ausbildung zur Hebamme nach München gekommen, um an eine der ältesten Hebammenschulen Deutschlands in der Maistraße den Beruf zu lernen. Dann bin ich durch Familie, Freunde und Beruf hier geblieben. Wo ist es aus Ihrer Sicht besonders schön an der Isar? Besonders gut gefällt mir der Tiergarten Hellabrunn, den ich regelmäßig mit meinen Kindern besuche. Mit der Jahreskarte kann man zu jeder Jahreszeit auch mal auf einen kurzen Sprung vorbei schauen und neben den Tieren auch mal den Spielplatz nutzen. Da wir mit Blick auf den Flaucher wohnen, schöner kann man in München gar nicht wohnen, genieße ich das Gefühl in die Natur zu schauen und gleichzeitig bin ich doch zentral in München. Wie sehen Sie die Entwicklung in München, hinsichtlich der Kinderbetreuung und den Freizeitmöglichkeiten für Kinder? Ich finde es, wie alle Familien, sehr schwierig, die passende Kinderbetreuung zu bekommen, es ist immer ein zittern und bangen um jeden neuen Platz. Ich …

3. MünchnerStiftungsFrühling vom 24.-30. März 2017

München geht stiften. Beim dritten MünchnerStiftungsFrühling (MSF) können Bürger entdecken, wo überall in München Stiftungen Gutes ermöglichen. Sei es Bildung oder Soziales, Kunst oder Kultur, Wissenschaft, Gesundheit oder Sport, Umwelt oder Internationales – Stiftungen betreffen den Alltag jedes Einzelnen, und doch wissen viele immer noch wenig darüber. Das Konzept Was genau macht eine Stiftung eigentlich? Mit welchen Themen befasst sie sich, und wo kann ich mich einbringen? Wie gründet man eine Stiftung? Macht Zustiften Sinn? Diesen und anderen Fragen wird der MünchnerStiftungsFrühling auf den Grund gehen und lädt die Bürger dazu ein, die Stiftungen mit Sitz oder Aktivitäten in München genauer kennenzulernen und so die Vielfalt der Stiftungslandschaft zu entdecken. Die HypoVereinsbank als Hauptsponsor in Kooperation mit Rödl & Partner unterstützt ein Programm, bei dem sich über 130 Stiftungen und stiftungsnahe Partner dem Publikum präsentieren und dabei Rede und Antwort stehen. Sowohl die Landeshauptstadt München mit OB Dieter Reiter als Schirmherren als auch der Freistaat Bayern mit Sozialministerin Emilia Müller fördern die Publikumsveranstaltung. Zentraler Auftakt in der BMW Welt Die Veranstaltungswoche startet mit einem zentralen Auftakt …

Schnauze, Schmäh und Schmonzes

Unter diesem Motto lädt der Flößer-Kulturverein Thalkirchen e.V. ein in den Barocksaal im Asam-Schlössl zu einer satirischen Lesung bei Birgit Netzle, am Faschingssonntag, den 26.2.2017, um 17.00 Uhr. Mit „Schnauze“ ist natürlich die Berliner Schnauze gemeint, der „Schmäh“ ist in Wien zu Hause und „Schmonzes“ ist eine besondere Art des jüdischen Humors. Das Ganze sollte allerdings unbedingt ernst genommen werden. Obgleich in satirisch-humoristischer Form dargeboten, werden die Zuhörer um einiges reicher an wertvollen Ratschlägen und nützlichen Hinweisen von hinnen schreiten, um somit gegen die Fährnisse und den Unbill der letzten zwei Faschingstage gerüstet bzw. geschützt zu sein. Denn wer wüsste nicht schon lange gerne mehr über das korrekte Verhalten im Öffentlichen Personen-Nahverkehr, oder die beste Methode, für die nächsten Wahlen die richtige Partei zu finden? Ob eine Frau ein NAVI ersetzen kann? Wie ich Sprachbarrieren überwinden kann? Wer oder was bei Haarausfall hilft? Wie man einen Dackel zufrieden stellen kann? Wo die Grenzen der persönlichen Eitelkeit zu suchen bzw. zu finden sind? Fragen über Fragen, und alle werden beantwortet. Wie auch immer. Und zwar von …