Monate: September 2016

Friedensengel

„Keine Sorge” scheint der Friedensengel in der Unterführung der Prinzregentenbrücke (Luitpoldbrücke) zu sagen, „am Ende des Dunkels siehst du zwar noch kein Licht, aber schon bald erhellen wieder Laternen einen besonders schönen Wegabschnitt durch die Maximiliansanlagen, vorbei am düsteren Achtersee, auf dem sich tagsüber immer einige exotische Mandarinenten tummeln. Vorher kannst du dir noch wie in einer Galerie beleuchtete Graffiti ansehen.” (Foto: © 24.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.) — Im Netz gefunden:

Deine Isar e.V.

2011 bis 2016 6 Jahre Engagement für den städtischen Fluss Kinospot 2014 Zusammenfassung als PDF zum Download: „Deine Isar“ – 6 Jahre Engagement für die Isar Mehr erfahren unter: www.deine-isar.de

Gasteig München

Der Gasteig ist Münchens großes Kultur-, Bildungs- und Tagungszentrum. Er beherbergt die Münchner Philharmoniker, die Münchner Volkshochschule, die Münchner Stadtbibliothek und die staatliche Hochschule für Musik und Theater München. Ferner bietet er Privatveranstaltern Räume für Konzerte, Theater, Filmvorführungen, Kongresse u. v. m. Mit seinen mehr als 1.700 Veranstaltungen im Jahr zieht der Gasteig täglich an die 6.000 Besucherinnen und Besuchern an. Die Gasteig München GmbH als eine „Tochter“ der Landeshauptstadt München ist Hauptmieterin des Gasteig. Foto: Johannes Seyerlein / Gasteig München www.gasteig.de

Texturgradient – Thalkirchner Brücke

Was durch die beiden Laternenreihen auf den ersten Blick an eine Einflugschneise erinnert, ist die Thalkirchner Brücke, auf der an Wochenenden Besucherscharen vom U-Bahnhof Thalkirchen zum Tierpark strömen. Nachts ist sie meist menschenleer, was dem Fotografen die nötige lange Belichtungszeit ermöglichte. Die bis auf die Verbindungsteile ganz aus Holz gefertigte Brücke, ein echtes Unikat, ersetzt seit 1991 einen älteren Brückenbau. (Foto: © 09.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Dr. Martin Werner, Wissenschaftler

Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Informatik, Familienvater zweier Kinder Warum leben Sie in München? Die Stadt München ist sympatisch, groß genug und doch keine anonyme Großstadt. München bietet einen hohen Freizeitwert und alle möglichen Angebote, die sonst nur in anonymen Großstädten zu finden sind. Außerdem bietet München auf engem Raum eine Vielzahl an Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Was bietet Ihnen München? Die Stadt München ist ein idealer Standort für Forschung und Entwicklung im Umfeld der Digitalisierung. Namhafte Firmen wie Allianz, BMW, Google, Siemens, Nokia Solutions, Giesecke & Devrient, Brainloop, Bosch und viele andere sind in München präsent und mit ihren zwei Universitäten und dem Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B) findet sich ein ideales Umfeld für die Forschung in der Data Science. Wie sehen Sie die Entwicklung in München hinsichtlich der Studienbedingungen? München bietet für Studenten sehr gute Studienbedingungen. Allerdings wird es mehr und mehr zu einem Problem für Studenten, eine Wohnung im Großraum München zu finden und zu finanzieren. Damit ergibt sich leider ein Trend, das mehr und mehr Studenten neben der Universität …

Christoph Bergmann, Bildhauer

freischaffender Künstler, in München, 1 Kind Was brachte Sie in die Hauptstadt Bayerns? Nach München kam ich 1984, um an der Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei zu studieren. Neben dem guten Ruf der Akademie hat mich natürlich auch die Stadt an sich mit all den Museen und ihre Nähe zu den Alpen gereizt, um diversen sportlichen Aktivitäten wie Radfahren, Windsurfen, Bergwandern und vor allem auch Drachenfliegen nachzugehen. Zum Studium kamen dann noch 6 Jahre als Assistent dazu und somit war ich dann wohl schon ein Wahl-Münchner. Welche Verbindungen haben Sie zur Isar? Mit der Isar bin ich zum Einen familiär verbunden – meine Frau kommt aus Bad Tölz, zum Anderen auch sportlich, als Mitglied des Isarwinkler Drachenfliegerclubs. Aber auch künstlerisch gibt es da eine Verbindung: Mein Professor Eduardo Paolozzi war wie ich ein großer Fan des Deutschen Museums. Gerne erinnere ich mich an unsere meist samstäglichen Besuche, die mit ein paar Bahnen im Müller´schen Volksbad begannen, dann ging es zum Frühstück ins Cafe Stör, auf dem Weg zum Museum wurden von der Brücke aus noch …

Das Fotoprojekt ISAR SICHT

Seit dem Jahr 2014 zieht es Stephan Paul Stuemer mit seiner Kamera immer wieder an die Isar auf ihrem Weg durch München. Vom Flaucher bis zum Englischen Garten, flussauf- und -abwärts, ist der Künstler mit dem Fahrrad auf Motivsuche und fotografiert Momente des Lebens und der Umgebung am Fluss. Das Fahrrad dient Stuemer dabei nicht nur als flexibles Fortbewegungsmittel, sondern auch als vielseitig einsetzbares Stativ. Eine kleine Schraubzwinge ermöglicht Kamera-Positionen auf dem Sattel, am Reifen, an der Querstange oder am Kindersitz – und damit ganz neue, interessante Blickwinkel. Langzeitbelichtungen von 30 Sekunden der Abend- und Nachtaufnahmen verleihen den Bildern eine besondere Ästhetik. Die 50 in der Ausstellung im Gasteig München 2015/2016 erstmalig gezeigten Fotografien nehmen nicht nur die Isar selbst in den Blick, sondern auch ihre architektonische Umgebung: Brücken, Tunnel, Gebäude und besondere Orte am Fluss. Stephan Paul Stuemer zeigt seine persönliche ISAR SICHT – von Frühling bis Winter, vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Mit seinen Fotografien schafft er ein stimmungsvolles Porträt der Isar und dokumentiert nebenbei auch den Wandel, der sich …

Dr. Oliver Spuhler, Rechtsanwalt

Wirtschaftsjurist und Managing Partner von LS-IP Loth & Spuhler Intellectual Property Law, München, 5 Kinder, verheiratet Herr Dr. Spuhler, was reizt Sie an Münchens Hauptfluss besonders? Als passionierter Sportler wähle ich gerne das Fahrrad als Fortbewegungsmittel stadteinwärts, auch weil mich der Radweg am Isar-Hochufer von den üblichen motorisierten Verkehrswegen fernhält. Auf dem Rückweg laden einige typisch bayerische Biergärten zu einem Radler ein. Die Renaturierung, der naturnahe Rückbau der innerstädtischen Isar, ist einzigartig. Sie ist nun wieder ein Naturerlebnis, welches zu Hochwasserzeiten auch durchaus gefährlich sein kann. Die Natur setzt uns unsere Grenzen und wir verstehen Stück für Stück, wie wichtig der Umgang mit unserem Flusslauf ist. Im Gegensatz zu anderen Großstädten, in denen man häufig betonierte Terrassen und Promenaden an See- und Flussufern vorfindet, genießen wir hier in München entlang der Isar ein besonderes Privileg, nämlich einen freizugänglichen Fluss mit landschaftlichem Charakter. Was ist Ihrer Meinung nach besonders schützenswert? Genau dieses Privileg sollten wir selbstverständlich verinnerlichen und auch räumlich weiter ausbauen. So können auch die nachfolgenden Generationen dieses grüne Band, das sich durch die Stadt …

Mia Winter, Architektin

m8 Architekten München, verheiratet, 4 Kinder Was verbinden Sie mit der Isar? Die Sehnsucht nach Natur, Wildheit und Ungeplantem im Gegensatz zum stakkatoartig durchgeplanten jeden Tag wieder und die Sicherheit, dass unsere Isar in mehr oder weniger geregelten Bahnen fließt. Hatten Sie schon mal ein berufliches Projekt, in der die Isar eine Rolle spielte? Beruflich verbinde ich mit München und der Isar: IsarPalais, IsarResidenz, Isar you can´t effort it anymore. Wie erleben Sie die Isar? Jeden Morgen vom Münchner Süden zur Arbeit in Schwabing mit dem Rad begleitet meinen Sohn und mich die Isar und am Nachmittag zurück. Stoisch beobachtet sie, wie wir ein Schlagloch nach dem anderen nehmen und uns auf dem zwei Meter breiten Radweg mit einer Flut anderer Radfahrer in die Stadt und aus ihr heraus bewegen, während dem ruhenden und sich stauendem Autoverkehr vier Spuren verschwenderisch zur Verfügung stehen. Stumm ist sie erstaunt, dass wir tatsächlich meistens schneller als die Autos sind. Wie viel Bebauung verträgt aus Ihrer Sicht die Isar (noch)? Denk ich an die Isar…denk ich an die Loire …

Blick auf die Isar und Häuser der Widenmayerstraße

Hohe Kaimauern schützen seit Ende des 19. Jahrhunderts die prächtigen Gründerzeitfassaden der Widenmayerstraße in München vor dem Hochwasser der Großen Isar. Heute bildet vor allem der Autoverkehr auf der Isarparallele eine Barriere zwischen ihr und der Stadt. Doch abends verbinden die Reflexe der Straßenbeleuchtung Straße und Fluss. Im Hintergrund die Maximiliansbrücke und dahinter der Turm des Müller´schen Volksbades und der Kamin des Muffatwerks. (Foto: © 24.10.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Die Leuchte „Hochleite“

Vermutlich nach der Hochleite, einem schattigen Weg am östlichen Hochufer der Isar zwischen Tierpark und Grünwald, hat man die Ufo-artigen Straßenlaternen benannt, die heute als Modell „Hochleite” die meisten städtischen Grünanlagen in geheimnisvolles Licht tauchen. Auf dem Bild schafft eine solche Leuchte am stadtseitigen Radweg an der Reichenbachbrücke zwischen all dem Beton eine beinahe intime Insel mit einem kleinen Erker über dem Fluss. Im Hintergrund hell erleuchtete Nachkriegsfassaden an der Erhardtstraße. (Foto: © 10.11.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Lieblingsplatz an der Isar

Von der äußeren Maximiliansbrücke blickt seit 1905 die Göttin Pallas Athene nach Süden in Richtung Stadt. Vom Maximilianeum, das man sich oben über dem Ende des linken Brückenbogens vorzustellen hat, führt sie in zwei Bögen auf die Praterinsel. Die Bäume rechts im Bild gehören zur Schwindinsel, dem durch die Fortsetzung der Brücke abgetrennten nördlichen Teil der Praterinsel. Ihr Name geht auf den romantischen Maler Moritz von Schwind zurück. Sein Denkmal auf der Insel existiert zwar nicht mehr, doch ein romantisches Plätzchen ist die Insel noch immer. (Foto: © 20.10.2014 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)

Über die Isar zur Au gschaut

Die Lichter der Auer Uferpromenade, hinter der der Turm der Maria-Hilf-Kirche hervorlugt, senden einen silbrigen Gruß ins Gärtnerplatzviertel am gegenüberliegenden Ufer. Kurz vor der Reichenbachbrücke, deren Leuchten an Drahtseilen pendeln und mit ihrem rötlich-gelben Licht einen zusätzlichen Farbakzent setzen, hat sich der Fluss in zwei Arme geteilt: Große und Kleine Isar. Erst nach der Museums- und Praterinsel, am nördlichen Ende der Schwindinsel, kommen sie wieder zusammen. (Foto: © 09.11.2015 Stephan Paul Stuemer. Alle Rechte vorbehalten.)